Gamma Strahlung absorbieren

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3 Antworten

Die Frage ist ohne Angabe der Energie ("Stärke") der Strahlung nicht sinnvoll zu beantworten, da mit zunehmender Energie die Durchdringungsfähigkeit der Strahlung zunimmt.

Kleines Beispiel: Im Röntgen kommen Energien im Bereich einiger 10 kV zum Einsatz, geeignete Abschirmung ist da z.b. eine Blei(gummi)Schürze, die ca. 0,3 - mm Blei entspricht.

In der Strahlentherapie kommen Photonen (entsprechen hier Gammastrahlung) mit einer Energie von ca. 20 MV zur Anwendung, Abschirmung erfolgt durch mehr als 2m dicke Wände aus Spezialbeton bzw. durch mind. 10 cm dicke Blöcke aus Abschirmmaterial (kein reines Blei, manchmal Woodsches Metall)

Röntgen- und Gammastrahlung

Bleiklötze von ca. 5 cm Dicke schirmen eine radioaktive Strahlenquelle im Labor ab Spezifischer Massenschwächungskoeffizient als Funktion der Quantenenergie für Eisen (schwarz) und Wasserstoff (gelb)Hochenergetische elektromagnetische Strahlung wie Röntgenstrahlung oder Gammastrahlung wird in Materie exponentiell abgeschwächt. Sie hat daher keine bestimmte Reichweite, sondern ihre Verringerung kann durch eine von Quantenenergie und Material abhängige Halbwertsdicke beschrieben werden. Diese beträgt z. B. für Quanten von 2 MeV in Blei etwa 1,3 cm.

Aus: Wikipedia

Deine Frage lässt sich so kaum beantworten, weil die Stärke der Bleiwand von der Strahlungsstärke und dem Abstand zur Strahlenquelle abhängig ist.

beamer05 27.02.2011, 19:20

Nö, ist eigentlich nur von der Energie der Abzuschirmenden Strahlung abhängig, da sich aus dieser direkt die entsprechende Halbwerts(schicht)dicke ergibt. Und daraus kannst du dann leicht die 99% Abschirmung errechnen. Der Abstand ist dabei wurscht, weil ja der Durchlass der Abschirmung direkt davor bzw. danach gemessen wird.

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beamer05 28.02.2011, 11:01
@beamer05

... und wenn man dann die Halbwertsdicke hat, braucht man diese dann ca. 6,5x um auf eine 99% Abschirmung zu kommen (Die durchdringende Strahlung wird ja bei jeder Halbwertsdicke halbiert, nach der ersten also auf 1/2, der zweiten auf 1/4, nach der dritten auf 1/8 etc. der Ausgangsstrahlung).

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