Game of Thrones. Die beste Geschichte aller Zeiten?

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8 Antworten

Hey :)

Definitiv ist diese Story eine der größten und beeindruckendsten dieser Zeit. Vor allem die außergewöhnliche Erzählweise, diese gigantische komplexe Welt und Darstellung der Charaktere.

Allerdings schreibst du hier gerade nur von der Serie - hast du also nicht die dazugehörigen Bücher gelesen?

Die Bücher sind noch einmal deutlich anspruchsvoller und beeindruckender. Hier gibt es viel mehr Verknüpfungen, viel mehr Charaktere, Handlungsorte und Hintergrundgeschichte.

Die Serie hat vieles vereinfacht, durchaus verständlich, da es kaum möglich wäre, so ein Monster von Geschichte bildschirmtauglich zu machen.

LG

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Kommentar von Calimero9
22.07.2016, 14:35

Schande über mein Haupt, aber leider bin ich noch nicht dazu gekommen die Bücher zu lesen. Ich bin mehr oder weniger durch Zufall auf die Serie gestoßen.

Aber es klingt, als müsste ich das auf jeden Fall nachholen! :)

LG

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Du hast vollkommen recht aber vergleiche nicht Filme mit Serien.
Serien haben viel mehr Spielraum für Entwicklungen außer du drehst 50 Filme.  
Von der Genialität mal ganz zu schweigen gibt es viele Serien die immer noch rückbezüge zu Algen folgen machen.
Erst vor kurzem ist mir in Staffel 9 von ,,How I Met Your Mother" aufgefallen, welche Fragen erst jetzt aufgeklärt werden.

Aber ja Game of Thrones ist genial und unterhaltend doch alles findet ein Ende und ich bin gespannt wie sie das ganze beenden werden.
Mehr hoffe ich auf ein offenes Ende weil Frieden kann es Nicht geben das wäre nicht die Art von dieser Serie :)

Aber um auf den Punkt zu kommen
Meine Lieblingsserie auf Lebenszeit (glaube ich weiß ja nicht was noch so kommt)

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Ob es die aufwendigste Geschichte ist, weiß ich nicht, die großartigste ist es in meinen Augen nicht. Die Verschachtelung der Charaktere ist zwar hochinteressant, allerdings haben die Bücher auch enorm viel Leerlauf, Phasen, in denen die Handlung nicht vom Fleck kommt, sich die Charaktere nicht entwickeln.

Ich kann normalerweise sehr gut damit leben, wenn man sich lange im Kopf eines Charakters befindet, Stephen King beherrscht das in meinen Augen meisterhaft. Auch bei ihm passiert oft lange vermeintlich nichts, aber in dieser Zeit entwickeln sich dann die Charaktere.

Vielleicht kann man den Stil von G.R.R. Martin wohlwollend "realitätsnah" nennen, nur finde ich es auf Dauer ermüdend, wenn sich so gar nichts tut, stattdessen aber endlose Inventarlisten von Speisekammern runtergeleiert werden.

Einerseits finde ich es spannend, dass G.R.R. Martin auch geliebte Charaktere schlagartig "entsorgt", für eine Weile sorgt das tatsächlich dafür, dass man wieder Angst um Charaktere hat. Bei mir kam irgendwann der Moment, ab dem ich mich an keinen Charakter mehr emotional binden konnte. Und spätestens dann verliert diese endlose Geschichte doch deutlich an Reiz.

Ein wenig ist die Geschichte auch wie eine Geisterbahn. Todesfälle, überraschende Wendungen, das kommt am Anfang alles unverhofft, durch das Übermaß jedoch saß zumindest ich dann irgendwann da und dachte nur noch: "Aha..."

Vielleicht kann man das alles einen neuen Erzählansatz nennen, für mich persönlich funktioniert er allerdings nur bedingt.

Ich finde diese Welt des G.R.R. Martin gut genug, um weiter die kondensierte Serie zu verfolgen, aber beim Lesen habe ich im 4. englischen Band das Handtuch geworfen.

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Kommentar von Calimero9
22.07.2016, 14:46

Danke für die ausführliche Antwort.

Ich muss gestehen, dass ich die Bücher selbst nicht gelesen habe.
Meinen Eindruck habe ich also nur durch das schauen der Serie.

Das werde ich aber bald nach holen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es teilweise harte Kost ist. :)

LG

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Mit eine der besten Geschichten wäre ich einverstanden. Persönlich finde ich, dass Martin an Tolkien fast herankommt. Für mich ist "Der Herr der Ringe" immer noch unerreicht - zum Kontext gehört nämlich unbedingt auch "Der Hobbit" und "Silmarillion", die Elbensprachen Sindarin und Quenyar, die Runenschrift Cirth, die Elbenschrift Tengwar und vieles mehr. Im wahrsten Sinn eine Lebenswerk!

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Kommentar von Calimero9
22.07.2016, 15:38

Damit bin ich d'accord. :)

Vielen Dank!

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Das einzigartige an GoT ist in meinen Augen, dass er mit allen bisher bekannten Gewohnheiten der Erzählkunst bricht.

Er enttäuscht permanent die Erwartungen der Leser daran, wie eine Geschichte unserer Erfahrung nach verläuft. Wenn Du schon viele Geschichten gesehen und gelesen hast, dann werden die Dinge leichter vorhersehbar.

Es scheint mir, dass Martin das erkannt hat und als zusätzliche Dimension in seine Erzählform einbaut. Meiner Meinung nach denkt er bspw. über drei mögliche Ausgänge für eine Situation nach und entscheidet sich dann für die Vierte.

Du wirst permanent überrascht und im Gegensatz zu Hollywood vernebelt er uns nicht mit rosa-Zuckerwatte-Happ-Ends die Gehirne sondern fesselt uns durch das Unerwartete!

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Da hast du recht. Falls es dir gefallen hat empfehle ich dir auf jeden Fall auch Lost. Ziemlich coole Serie!

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Kommentar von Calimero9
22.07.2016, 14:14

Danke für den Tipp!

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Natürlich hat kein einzelner Mann diese Geschichten verfaßt. Für die großen Produktionsfirmen Hollywoods arbeiten seit den 20er Jahren ganze Autorenkollektive an Drehbüchern für Kinofilme/Serien. Meist war das die letzte Zuflucht für erfolglose Schriftsteller oder deutsche Emigranten in den 30er/40er Jahren. Von wem dann für den Film am meisten übernommen wurde, der wurde im Abspann genannt.

Die hier unter Producers/Writers genannten 3 Leute dürften auch nicht alle sein http://www.hbo.com/game-of-thrones/cast-and-crew/index.html

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Kommentar von DinoSauriA1984
22.07.2016, 15:17

Die Drehbuchautoren setzen den Roman nur um, der schon seit Jahren existierte - und von einem Autor erdacht wurden:

G. R. R. Martin

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Da hast du vollkommen recht. Aber auch die Hobbit Bücher und auch die Filme sind der pure Wahnsinn. Der Autor J.R.R.Tolkien hat das Grundgerüst für alle fantasy Film/Bücher gebaut. Er hat sogar eine neue Sprache erfunden. Ist das nicht unglaublich?

Ein serientipp hab ich aber auch noch für dich: prison break. Eine fantastische Serie,in der die Charaktere so unfassbar gut ausgearbeitet sind und man in eine neu  Welt mit Michael scoefield und Lincoln burrows eintaucht.

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Kommentar von Francescolg
22.07.2016, 15:42

Nicht ganz richtig, J.R.R. Tolkien hat nichts wirklich neues gemacht, er hat es nur in ein neues Format der "Schönen Literatur" gepackt (Bestseller, Literatur für "Alle").

Gothic stories, Märchen, Sagen usw. gehen noch viel weiter zurück in unsere Geschichte. Auch schon bei den alten Griechen gab es Drama und Fabelwesen und genau das selbe Handwerk nutzen Tolkien, oder der Autor von Games of Thrones. Auch Shakespeare hat viel zur heutigen Filmindustrie beigetragen (handwerklich).

Es gibt ganz viele Techniken, wieso Autoren zur Fantasy greifen, die Gründe sind sehr vielfältig und reichen von "Anti-Religion/Establishment", über moralische Erziehung bis hin zu purer Unterhaltung. Auch die Bibel ist teilweise eine Fantasy-Geschichte, wenn man so will. Ich sehe Tolkien überhaupt nicht als den Superstar der Literatur, für den ihn viele halten. (Literaturwissenschaftlich)

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