gab es stadtführer im Mittelalter und wie wurden diese genannt?

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2 Antworten

Tourismus im heutigen Sinne gibt es erst seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Im Mittelalter hatten Reisen andere Zwecke: Man war auf Handelsreise, fuhr in den Krieg oder auf Pilgerfahrt (oder beides Zusammen, wie bei den Kreuzzügen). Besonders für Pilgerfahrten gab es auch schon im Mittelalter Reiseführer - sowohl als Person, als auch als Buch. Das ist aber ein sehr spezielles Feld. Hier ein Beispiel für einen mittelalterlichen gedruckten religiösen "Reiseführer" für Rom.

http://www.welt.de/reise/nah/article134253688/Ein-ganz-neuer-alter-Blick-auf-Rom-im-Mittelalter.html

In der Frühen Neuzeit, so ab dem 17. Jahrhundert, kamen dann noch so genannte "Kavalierstouren" hinzu, bei denen junge Adlige durch Europa reisten und bekannte Adelsfamilien besuchten. Dabei sollten sie ihre Kenntnisse, Fertigkeiten und Manieren verbessern sowie wichtige Kontakte knüpfen. Man kann davon ausgehen, dass diese Adligen vor Ort auch in gewisser Weise "touristisch" eingewiesen wurden. Dies aber immer mit dem Hintergrund, den historisch-politischen und religiösen Horizont zu erweitern.

Richtige Reiseführer (sowohl als Personen als auch als Buch), bei denen Tourismus in der modernen Form im Vordergund steht, gab erst ab dem 18. Jahrhundert:

https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrer\_%28Nachschlagewerk%29

https://de.wikipedia.org/wiki/Cicerone



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Da es keinen Tourismus im Mittelalter gab, wären Stadtführer ziemlich überflüssig gewesen. Wen hätten sie führen sollen?

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