Gab es in der Menschheitsgeschichte Verbrechen, die mit denen der Nazis vergleichbar waren?

16 Antworten

Was einzigartig daran war, war die kriminelle Energie, mit denen die Deutschen sich bemühten, auch noch das letzte jüdische Baby in ihrem Einflussbereich zu finden und zu ermorden.

Einzigartig war auch die Dimension des Völkermordes und die Mordmethode.

Im Altertum (und auch später) gab es auch sehr grausame Kriegszüge, wo z.B. Städte belagert und alle Bewohner ermordet wurden, falls die Belagerer eindringen konnten, aber in einer Stadt wohnten damals 1000, vielleicht 10'000 Menschen. Die Deutschen 6 Millionen Juden spezifisch herausgesucht und ermordet, und zusätzlich dazu noch Millionen anderer Menschen (Kriegsgefangene der Roten Armee, Dissidenten, Zivilisten in Osteuropa) ermordet.

In der Kolonialgeschichte waren Genozide an der Tagesordnung, auch von deutscher Seite. Der Völkermord an den Herero Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts zeigt das deutlich. Auch der Genozid der Türken an den Armeniern steht den Verbrechen der Nazis in Nichts nach...wie nahezu alle religiös motivierten Gräueltaten, angefangen bei den Kreuzzügen oder dem Völkermord der Spanier und Portugiesen an den südamerikanischen Ureinwohnern.

Wenn du von den Spaniern und Portugiesen redest, musst du aber 2 Stufen vorher anfangen:

Die Barbaren vernichteten die römische Kultur iberiens und plüderten alles. Das gab später den Arabern überhaupt erst die Gelegenheit, ins Land einzufallen und die Bevölkerung bis an den nördlichen Rand zurückzutreiben bzw. zu massakrieren.

Die Kreuzzügen waren die Wiedereroberung der Vertriebenen iberischen Einwohner.

Und was südamerikanische (bzw. allgemein amerikanische) Ureinwohner, also indigene Völker betrifft, war es so, dass Mayas und Aztheken ganze Vöker niedermetzelten, Kanibalismus (ein Wort, das vorher unbekannt war und aus indigenen Sprachen ins Spanische kam) betrieben.

Das war später der Auslöser, dass wenige Hunder Spanier z.B. Mexiko überhaupt erst erobern konnten. Die von den Aztheken bekriegten Urvölker schlossen sich in überwiegender Mehrheit mit den paar Spaniern zusammen.

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Eher nicht. Ein nach deutscher Art bürokratisch organisierter und industriell ausgeführter Massenmord an 6 Millionen Menschen hat es in anderen Ländern nie gegeben.

Was die Belgier im Kongo veranstaltet haben (1888-1908), kommt auf noch höhere Opferzahlen (8-10 Millionen). Oder als die Russen die Ukrainer 1932/33 ausgehungert haben (4 Millionen Opfer), war das auch nicht gerade die feine Art. Die Ureinwohner Nord- und Südamerikas, die den Siedlern aus der neuen Welt zum Opfer gefallen sind, hat keiner gezählt - werden aber auch viele Millionen gewesen sein.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Ehemaliger Kommunalpolitiker und Mandatsträger

Es gibt Verbrechen, die kein Völkermord waren aber genauso schlimm gewesen sind. Die Zwangsverschleppung schwarzer Afrikaner nach Nord-- und Süd-Amerika, wobei während des Transportes mehr als ein Drittel gestorben sind, ist vom verursachten Leid, von den Opferzahlen und Auswirkungen mit dem ,,Holokaust" vergleichbar.

Die Verbrecher waren verschiedene europäischen Staaten: Engländer, Niederländer, Franzosen und Belgier.

Woher ich das weiß:Recherche

aber leider, wird oft vergessen, sind die Schwarzen selbst an dem Sklavenhandel sehr beteiligt. Die Stammesfürsten in Afrika sammelten regelrecht die Menschen ihresgleichen ein. Also nicht nicht nur die Europäer. Auch der Orient ist außerordentlich beteiligt, denn dort fing der Sklavenhandel an und (sehr wichtig !) dort dauert er auch heute noch an. Wird sehr gern verschwiegen.

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