Wenn der Mieter nach $ 48 StGB verurteilt wurde ("48er"), durfte der für seine Wohnanschrift zuständige ABV ohne richterlichen Beschluss und ganz legal seine Wohnung durchsuchen bzw. "eine Nachschau durchführen". Der "48er" entsprach in etwa dem heutigen Meldepflichtigen und musste sich regelmäßig - meist am Donnerstag - beim ABV melden, um Rechenschaft über sein Verhalten in den vergangenen Tagen abzulegen (ob er seiner Arbeitspflicht nachgekommen war, das Umgangsverbot mit bestimmten Personen eingehalten hat u.ä.) Vorgeschrieben war, dass der ABV bei der Durchsuchung durch eine zweite Person begleitet wurde - meist ein "Freiwilliger Helfer der VP" - dies wurde aber oft nicht eingehalten.

Die Wohnungsdurchsuchungen enstsprechend staatsanwaltlicher Anordnung gab es natürlich auch.

LG metalfreak311

Nein -  nur bei begründetem Verdacht, wie heute auch.

Sehr hilfreich. Dankeschön ☺

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Die waren dann doch aber legal...

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Natürlich, unter den Voraussetzungen der §§ 108 ff. StPO-DDR

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