Gab es im Jahre 1966 noch Ostpreussen´?

6 Antworten

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1966 gehörte nach westdeutscher Auffassung Ostpreußen zu Deutschland. Ostpreußen stand zu diesem Zeitpunkt nur unter sowjetischer bzw. polnischer Verwaltung, offiziell waren diese Gebiete aber Bestandteil eines (juristisch gedachten) Deutschlands. Erst ab dem 03. Oktober 1990 wurden die Landkarten geändert und die Oder-Neiße-Linie als Ostgrenze Deutschlands offiziell anerkannt.

Aus der Perspektive eines Westdeutschen Politikers oder Staatsrechtlers war 1966 also Ostpreußen Bestandteil Deutschlands - Parlament und Regierung hatten dort allerdings keine Einflussmöglichkeiten. Auch in den Schulatlanten und auf der Wetterkarte im Fernsehen wurde Deutschland damals in den Grenzen von 1937 dargestellt.

dann stimmt meine landkarte also doch?! obwohl man das ned als landkarte ansehen kann weil das in nem Taschenbuch für wehrausbildung vom jahre 1966 drinnen steht

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@SkiPraY

Die Landkarte stimmte. Im Ausbildungsmaterial der Bundeswehr wurde die offizielle Staatsrechtsauffassung der Bundesrepublik Deutschland verbreitet.

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Hallo, du unterliegst einem politischen Irrtum, weil du relativ Jung bist. Die Gebiete, die bis zum Ende des 2.Weltkriegs zu Deutschland gehörten, wurden Polen zugeschlagen. Da es aber noch keinen friedensvertrag gab, wurde bei Karten aus den 60ern die "alten" deutschen Grenzen gezeigt. Dann kamen die Entspannungen in den 701ern und die deutsch polnische Versöhnung. Daraufhin glichen sich die Karten dann in den 70ern der Realität an.

Die Grenzen des heutigen Deutschlands wurden 1945 festgelegt. Abgesehen von der Teilung der Besatzungszonen (innrdeutsche Grenze) hat sich seitdem nur der Beitritt Bayerns ereignet.

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