Gab es außer Jesus noch andere Leute die sich in der Antike als der Sohn Gottes fühlten?

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7 Antworten

Damals wie heute gibt es sehr viele Menschen, die glauben der Messias zu sein, weil sie an einer Psychose erkrankt sind.

Wenn Jesus wirklich gelebt hat, dann war er meiner Meinung nach auch psychotisch.

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Kommentar von bountyeis
02.03.2016, 08:44

Diese Antwort mag für heutzutage in Europa zutreffen, aber  um die Denkweise antiker Menschen zu beurteilen, halte ich sie für zu platt und problematisch. Um es mit einem heutigen Beispiel klar zu machen: Ein Amazonasindianer oder ein Schwarzafrikaner, der beispielsweise  mit den Geistern seiner Ahnen spricht, hat KEINE Psychose. Das ist auch im Handbuch der psychiatrischen Krankheiten so geregelt: Psychose ist es NUR, wenn es aus dem kulturellen Rahmen fällt.

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"Gottessöhne" war in der Antike ein weit verbreiteter Begriff.

Auch den Römern war durch den Mitraskult der Begriff
des Gottessohnes als Inkarnation des göttlichen Geistes bekannt und
auch bei den Römern galt, dass es Unglück bringt, sich an einem Gottessohn zu vergreifen. Deswegen zögerte Pilatus auch mit der Verurteilung Jesu und wusch seine Hände symbolisch in Unschuld.

Jesus sah sich selber in der spirituellen Tradition der Propheten. Seine Mutter Maria verspürte schon vor der Geburt, dass ihr Sohn einer prophetischen Mission geweiht sei. Dies wurde auch schon von mehreren Propheten des Alten Testamentes, z.B. von Samson oder Samuel berichtet. Diese Personen wurden Nasiräer genannt. Auch Johannes der Täufer gehörte zu den Nasiräern.
Allen Nasiräern war gemein, dass sie als Kinder des heiligen Geistes oder
Gottes Söhne bezeichnet wurden.
Nasiräer kommt von dem hebräischen Worte "Nadzir" und ist von dem Stammwort "Nadzar" abgeleitet, was "absondern" bedeutet. Ein Nasiräer war also jemand, der sich ganz oder für eine Zeit lang Gott völlig weihen wollte. Mit Gottessohn ist daher keinesfalls eine biologische Abstammung sondern ein besonders intensives Verhältnis zu Gott gemeint. Ähnliche Verwendungen des Wortes Sohn gibt es auch noch heute, wenn wir z.B. von Wüstensöhnen sprechen.

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Eine ernsthafte Konkurenz zu Jesus war beispielsweise der Wundertäter und Philosoph Apollonios von Tyana im ersten Jahrhundert. https://de.wikipedia.org/wiki/Apollonios_von_Tyanaa Er war so berühmt, dass der römische Kaiser Alexander Severus eine Statue von ihm umd eine von Jesus hatte - und vorsichtshalber beide anbetete. Auf lustige Weise nähert sich dem Problem der zahlreichen "Messiase" der Film "Das Leben des Brian" - umbedingt gucken.

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Irgendwelche verrückten Wanderprediger gab es zuhauf. Klar das etliche sich als Auserwählte, als Söhne Gottes betrachteten.

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klar! hunderte! das war damals nen ziemlicher hype ... so wie heutzutage irgendwelche blogs oder youtube-channel zu machen...

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Gab es außer Jesus noch andere Leute die sich in der Antike als der Sohn Gottes fühlten?

Ja, mein Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater! Leider glaubte ihm keiner! 

Aber das kann allen zukünftig als "Jesus" votierenden Gestalten passieren!

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