Gab es Ausländer in Deutschland in der Zeit von Hitler?

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19 Antworten

Viele Ausländer haben Deutschland nach der Machtübernahme Hitlers schnell verlassen, sofern sie die Genehmigung erhielten. Anfangs noch kein Problem.

Schwierig wurde es, wenn ein Familienmitglied deutsch war. Dann wurde die Ausreise nicht genehmigt. Es gibt eine Biographie einer Amerikanerin, die in den 20ern nach Deutschland kam. Nach 1933 durften sie nicht zurück kehren, weil ein Elternteil deutscher Staatsangehöriger war. Den genauen Titel müsste ich zu Hause nachsehen.

Ich empfehle auch gerne "Neger, Neger, Schornsteinfeger" von Hans Massaquoi zur Lektüre. Der Autor war Deutscher, hatte aber einen afrikanischen Vater und daher eine dunkle Hautfarbe.

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Statistik zu  Ausländer im Deutschen Reich
der Volkszählung 17. 5. 1939 Ergebnis: Über eine Million, gut 1,3% der Gesamtbevölkerung. Nationenaufteilung vgl. http://www.verwaltungsgeschichte.de/auslaender.html
vgl. auch https://de.wikipedia.org/wiki/Volksz%C3%A4hlung\_im\_Deutschen\_Reich\_1939

Einen sehr guten Überblick zu weiteren Zählungen von Ausländern oder anderen unerwünschten Personen gibt diese 12-seitige Veröffentlichung:


Bevölkerungsstatistik im Dritten Reich vgl. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/Gastbeitraege/BevoelkerungsstatistikDrittenReich\_72001.pdf?\_\_blob=publicationFile


Die Gesamtzahl ausländischer Zivilarbeiter, Kriegsgefangener und Häftlinge, die zwischen1939 und 1945 auf dem Gebiet des „Großdeutschen Reichs" (in Grenzen von 1942) eingesetzt waren, in Höhe von 13,5 Millionen Menschen, davon etwa 20 Prozent Frauen. Ein Schätzwert vgl. http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2001\_4\_6\_spoerer.pdf

Auf Grundlage dieses Zahlenmaterials lässt sich sicherlich eine differenzierte Aussage treffen.

Und, konnte ich weiterhelfen?

Gruß seniorix


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Die Antworten hier sind ziemlich ungenau von den meisten und sehr pauschalisiert, natürlich gab es im dritten Reich ausländische Bevölkerung von Afrikanern, Amerikanern, Japanern, Chinesen, Türken und und und sie lebten hier arbeiteten hier einige gingen sogar in die Wehrmacht und SS, so gab es beispielsweise eine Türkische SS Division, genauso wie es Schwarze bei der Wehrmacht gab. Sie wurden gleichstellend behandelt in der Gesellschaft und im Berufsleben das einzige wo sie dann eingeschränkt worden, war durch die Nürnberger Rassegesetze was aber nur die Eheschließung betrifft also als Schwarzer hättest du keinen deutschen Heiraten können. Übrigens hatte der Führer ein positives Verhältnis zum Islam gehabt und hatte sich auch für die Islamisten in Deutschland seinerzeit stark gemacht in dem er Gebetshäuser bauen ließ. Er strebte nach ein Bündnis und Handelspartner mit den meisten Islamischen Staaten seiner Zeit an. Für die SS/Wehrmacht ließ er Gebetsteppiche machen damit diese auch ihren Glauben auf dem Schlachtfeld ausüben konnten. So gesehen war das Dritte Reich weltoffener als so manch anderes Land seiner Zeit damals. Zb in Amerika herrschte sehr viel Rassismus gegenüber Schwarzen, 1937 bei den Olympischen Spielen wurden Schwarze ausgebuht und verachtet die dann Gold gewannen für die USA während man diese in Deutschland feierte für ihre Leistung. Im übrigen gab es keine Rassentrennung an deutschen Schulen wie zb in den USA. Mit ausnahme natürlich der Jüdischen Bevölkerung die ihre eigene Schule bekamen und im Berufsleben aus allen Staatshoheitlichen Diensten entlassen wurden. Übrigens wird der Führer in etlichen Asiatischen und Islamischen Staaten noch immer als große Persönlichkeit gefeiert das kommt ja auch nicht von ungefähr...

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Es war sehr selektiv. Was den Nazis gerade passte, war möglich, was ihnen nicht passte war gefährlich.

z.B. weiss ich von türkischen Juden, die in der Nazi-Zeit unbehelligt in Deutschland leben konnten. Auch an der Olympiade von 1936 in Berlin haben einige Juden aus verschiedenen Ländern teilgenommen, und sehr zum Missfallen der Deutschen auch ein paar Medaillen gewonnen.

Gegen Araber hatten die Nazis im Prinzip nichts, und grundsätzlich suchten die Nazis ja auch immer Partner, die mit ihnen gegen die Allierten kämpfen wollten. So versicherten Hitler und der Grossmufti von Jerusalem einander immer wieder ihre Wertschätzung. 

Ähnlich wird es mit Ägyptern gewesen sein, die bereit waren, gegen die Engländer zu kämpfen...

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Ja, vornehmlich Angehörige der befreundeten oder verbündeten Staaten: (Italien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Finnland, Japan)

Daneben auch Künstler wie etwas die Chilenin Rosita Serrano.

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Ich kenne eine Familie, der Vater Franzose und ist als Kriegsgefangener aus dem 1. Weltkrieg in Deutschland geblieben und gründete hier eine Familie. Der Vater und die Kinder blieben französische Staatsangehörige und lebten unbehelligt unter den Nazis und dann unter den Kommunisten in der DDR. Sie durften, im Gegensatz zu normalen DDR Bürger, jederzeit ausreisen und Verwandte in Frankreich besuchen.

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Rassegesetze und alles, was damit zusammenhängt, haben nur entfernt mit der Staatsangehörigkeit zu tun. Es gab keine pauschale Verfolgung von Ausländern.

Eine andere Sache ist freilich die Situation in einem Land, das Krieg führt oder auch nur damit droht: Da kann ein Ausländer generell schnell mal als Geisel festgehalten zu werden, und tut deshalb gut daran, beizeiten das Land zu verlassen.

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Ja klar. Es gab ja auch einige mit Deutschland verbündete Staaten, und mit denen gab es Zusammenarbeit und Austausch von Studenten usw.

Nach der alten Regel "der Feind meines Feindes ist mein Freund" waren alle, die was gegen das Britische Empire hatten, mit Deutschland befreundet oder verbündet, und das waren schon einige: Argentinien, Spanien, Italien, Rumänien, Ungarn, Türken, die Araber und Ägypter, die Perser, die indischen Nationalisten, die Tibeter, die Japaner, die anti-sojwetischen Kräfte in der Sowjetunion.

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nein, Rassismus, als Lehre, war einfach bei den Nazis, die eigene Rasse über alles stellen. Ihr Antisemitismus hatte aber eine zweite Komponente, nämlich den Internationalismus des Judentums; und gegen diesen Internationalismus fanden sie viele Verbündete, zb bei den sunnitischen Arabern der damaligen Zeit. Der Großmüfti von Jerusalem war persönlicher Dauergast des Führers und er war einer der blutrünstigsten Hetzer gegen die Juden, vor allem gegen die Auswanderung und die Gründung eines Judenstaats im Bereich der uralten jüdischen Siedlungsgebiete in Palästina.

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In erster Linie, ja. Aber auch Ausländer die keine Juden waren haben das Land sicher später verlassen müssen und wollen.

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Kommentar von tryanswer
20.02.2017, 11:55

Das Ausländer das Land verlassen mußten ist nicht richtig. Zumal es im Nationalsozialismus nie um die Staatsangehörigkeit ging.

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Rassismus war gegen alle, die anders gedscht haben oder anders waren. 

ZB Homosexuelle wurden genauso verfolgt wie Juden. Sehr Religiöse Leute ebenfalls, da diese oft nicht kämpfen wollten. Ich glaube es gab nur ganz wenige Ausnahmen, in denen ein Ausländer oder Andersdenkender NICHT verfolgt wurde. 

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Kommentar von Rheinlandjunge
11.05.2017, 15:28

Zuviel in der Schule aufgepasst und zu wenig Zeitgeschichtliche Literatur gelesen?

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Nein.

Rassismus gab es nicht nur gegen Juden.

Ansonsten gab es noch nie zuvor und auch danach nie wieder soviele Ausländer in Deutschland wie unter Hittler. Hier arbeiteten bis zu 13 Millionen ausländische Zwangsarbeiter.

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Ja klar! Auch Adolf Hitler war mal ein Ausländer und erhielt problemlos die Deutsche Staatsbürgerschaft. 

Obwohl in diesem es besser gewesen wäre, sie hätten diesen " Flüchtling" abgeschoben. 

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Kommentar von yahoo23
20.02.2017, 12:03

Ja aber er war nicht araber-.

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Klar gab es Ausländer.

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Kurz: Ja.

Dennoch gab es einige andere Gruppierungen außer den Juden, die verfolgt und getötet wurden.

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Ja Hitler z.b. Der war Österreicher

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ja etwa "nur" um die 70 % waren deutsche
Verfolgung war auch gegen Minderheiten aus Polen

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