G20 proteste logik?

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2 Antworten

Weil man mit Clubmate, Sojamilch und ein paar Onlinepetitionen einfach nichts mehr erreicht. Die TTIP-Demo war auch friedlich und wurde von der Politik heruntergespielt. Dabei waren eindeutig mehr! als genannte 200.000 Menschen dort.

Das man dabei alles kaputtmachen muss, finde ich auch traurig und klar kostet das wieder Geld. Dennoch möchte ich das mit dem Eigentum von "unschuldigen" Bürger*innen so nicht ganz hinnehmen. Viele Autos wurden in der Elbchaussee hochgejagt, ein durchaus zahlungskräftiges Publikum, welches dort residiert. Für mich zeigen die Demos, wie sehr es unter dem politischen Deckmantel der jetzigen Legislatur doch brodelt...

Und es wird nicht besser werden, wenn sich politisch nichts ändert...Ich habe mir gerade einige Videos angeschaut: Größtenteils waren das sehr viele junge Menschen dort. Blickt man in der Historie zurück, sind gesellschaftliche Veränderungen vor allem oft von den Studenten und jungen Menschen (Hambacher Fest usw.) organisiert worden...


EinfachSo01 08.07.2017, 17:32

"Blickt man in der Historie zurück, sind gesellschaftliche Veränderungen vor allem oft von den Studenten und jungen Menschen..."

Ja, aber ich glaube, die heutigen Gewalttäter kann man nun wirklich nicht vergleichen mit der Studentenbewegung von vor Jahrzehnten. Ich würde wetten, die meisten haben überhaupt keinen Schimmer worum es eigentlich geht. Die haben Null "politischen Ideale" oder dergleichen, bei denen ist es die pure Lust an Gewalt und Zerstörung, einschließlich Körperverletzung, die billigend in Kauf genommen wird.

Und selbst wenn in der Elbchaussee ein durchaus "zahlungskräftiges Publikum" wohnt, wieso ist das eine Legitimation denen die Autos abzufackeln? Zudem, es brannten auch Kleinwagen in der Schanze und anderswo.

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Camomilla 08.07.2017, 17:58
@EinfachSo01

Ich möchte mich hier weder pro noch contra positionieren. Einfach, weil das ungerecht ist. Ich glaube nicht, dass da ausschließlich hirnverbrannte Menschen umherlaufen/gelaufen sind. Ich persönlich habe mich schon mit vielen Linken und auch Antifa-Menschen unterhalten. Auch mit Rechten, Reichsbürgern usw. Leider sind das oft sehr intelligente Menschen, die in ihrem Denken eine andere Abfahrt genommen haben und aus diesem Konstrukt nicht mehr herauskommen. Keiner Gruppierung habe ich mich je angeschlossen, weil alles radikal ist. Bleibe da lieber einfach ein kritisch denkender Mensch.

Zudem waren viele Ausländer aus europäischen Staaten auch mit von der Partie. Auch die haben eine berechtigte Wut auf die deutsche Politik. Zweifelsohne hat die Polizei einen superklasse Job gemacht! Und ich habe alle Hochachtung vor denen. Leider nutzen auch einige Deppen dort, und ja, die haben ebenfalls schwarze Schafe, ihre Positionen aus. Haben ebenfalls provoziert. Einseitiger Medienschelte stehe ich immer kritisch gegenüber.

Den historischen Vergleich habe ich herangezogen, weil wir uns ebenfalls in einer globalen Umbruchsituation befinden. Nein, sicherlich ist das nicht mit den Revolutionen vorher zu vergleichen, aber jedes Aufbäumen, jeder Umschwung definiert seine eigenen Regeln. Für mich sind die Ausschreitungen ein Symptom, welches man natürlich mit Wasserwerfern und medienkritischen Beiträgen hinunterprügeln kann, aber sinnvoll ist es nicht. Denn je häufiger Agressivität unterdrückt wird, umso eher wird der Ausbruch eines Undefinierbaren provoziert.

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Mal die Randalierer außen vorgelassen:

Um den Missmut zu zeigen. Es wird ewig viel Geld rausgehauen, in eine Großstadt gelegt, was noch mal n Aufschlag kostet (ne Großstadt abzusichern kostet mehr, als nen Tagungsort aufm Land abzusichern), nur damit vmtl. am Ende nichts sinnvolles bei rumkommt.

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