Funktionen der zellbestanteile?

1 Antwort

Moin,

  • Vakuolen: Sie haben verschiedenste Funktionen. Es gibt „pulsierende” Vakuolen, die der Herausbeförderung von eindringendem Wasser dienen. Es gibt die „Zentralvakuole” bei Pflanzenzellen, die vor allem dem Wasserhaushalt, der Nährstoffspeicherung und der Turgordruckveränderung dient. Auch Tierzellen können Vakuolen besitzen, aber die sind dann sehr klein und erfüllen diverse untergeordnete Aufgaben. Vakuolen sind von einer Membran umgeben.
  • Zellplasma: auch Cytosol oder Zellsaft genannt. Das ist das Medium, in dem die Organellen eingebettet sind, damit sie die Lebensfunktionen ausführen können. Überspitzt formuliert, ist das Zellplasma ein wässriges Milieu und Lösungsmittel.
  • Zellkern: Das „Steuerzentrum” der Zelle. Im Zellkern befinden sich die Erbinformationen (die Gene) auf Chromosomen. Er reguliert und steuert die Lebensprozesse der Zelle. Der Zellkern hat zwei Membranen.
  • Mitochondrien: Das sind die „Kraftwerke” der Zelle. Sie betreiben die Zellatmung, bei der aus der Oxidation von Zucker körpereigene Energieträger gewonnen werden. Kurz und gut: sie stellen nutzbare Energie zur Verfügung. Auch Mitochondrien besitzen zwei Membranen.
  • Chloroplasten: Ort der Fotosynthese. Hier erfolgt im Grunde die Umkehrung der Zellatmung. Mit Hilfe von Licht und Blattgrün (Chlorophyll) wird aus den energiearmen (anorganischen) Stoffen Kohlenstoffdioxid und Wasser der energiereiche (organische) Stoff Zucker hergestellt. Nebenbei entsteht auch noch Sauerstoff. Kurz und gut: Hier wird aus Lichtenergie chemisch gespeicherte Energie /in Form von Zucker) hergestellt. Plastiden (zu denen Chloroplasten gehören) besitzen ebenfalls zwei Membranen.
  • Zellmembran: Hülle, um Zellen oder Zellorganellen abzugrenzen. Membranen dienen daher der Abgrenzung von Zellen oder Zellräumen, der Regelung des Stoffaustausches, dem geordneten Ablauf von Reaktionsketten, dem Aufbau von elektrischen Potenzialen oder Stoffkonzentrationsgradienten, dem Erkennbarmachen von körpereigenen und körperfremden Zellen sowie als Andockstelle für beispielsweise Hormone und somit der Kommunikation zwischen Zellen oder Körper und Geweben...
  • Zellwand: Das ist ein stabilisierendes Strukturelement für Zellen, das gleichzeitig dennoch eine gewisse Flexibilität zulässt.
  • Ribosomen: Das sind membranlose Zellorganellen, die maßgeblich für die Herstellung von Genprodukten (Proteinen) verantwortlich sind.

In deiner Aufzählung fehlen noch diverse weitere Zellorganellen, zum Beispiel:

  • Endoplasmatisches Retikulum: Stellt diverse Dinge her, zum Beispiel Membranen. Ist selbst von einer Membran umgeben. Diese kann mit Ribosomen besetzt sein (raues ER) oder nicht (glattes ER).
  • Dictyosom (Golgi-Apparat): „Verpackungs- und Versandstation” der Zelle. Hier werden Stoffe in kleinen Bläschen (Vesikel) abgeschnürt und durch die Zelle transportiert. Dictyosomen haben eine Membran.
  • Lysosom: Das sind (vor allem in Tierzellen) kleine Bläschen, die der Zerlegung von Nährstoffen („Verdauung”) dienen. Lysosomen haben ebenfalls eine Membran.
  • Microbodys: Das sind kleine Bläschen, die verschiedene Inhaltsstoffe haben und daher unterschiedliche Aufgaben erfüllen. So machen sie zum Beispiel das Zellgift Wasserstoffperoxid unschädlich. Und noch ein Organell mit einer Membranhülle.
  • Centriolen: Das sind membranlose Organellen, die für die Zellteilung wichtig sind (zwischen ihnen wird der sogenannte Spindelapparat aufgebaut).
  • Actin- und Myosinfilamente: Sie bilden als membranlose Fäden das sogenannte Cytoskelett der Zelle auf. Das stabilisiert nicht nur die Membran von innen, sondern schafft auch „Wege”, an denen sich Organellen durch die Zelle entlang bewegen können.

So, das war's...

LG von der Waterkant

wooow vielen Dank

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