Funktion und Zweck von "vermögenswirksame Leistungen"

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4 Antworten

Dei Arbeitgeber unterstützt dich finanziell, damit du nebenbei ein kleines Geldpolster aufbauen kannst. Ist doch OK oder?

Vermögenswirksame Leistungen (VL)

Mehr als 90 Prozent der tarifvertraglich Beschäftigten in Deutschland haben Anspruch auf VL. Das Anlageprodukt dürfen die Arbeitnehmer selbst auswählen. Die gängigsten Wege sind das Sparen mit Fonds sowie die Anlage in einem Bausparvertrag. Geringverdiener fördert der Staat noch zusätzlich mit der Arbeitnehmersparzulage: Beteiligungssparen mit 18 Prozent, maximal 72 Euro pro Jahr, Bausparer mit neun Prozent Bonus.

(Quelle: boerse-online.de)

Ist eine Art Sparvertrag. Manchmal bezahlen die Arbeitgeber einen Anteil dazu.

Vom Gehalt/Lohn wird dann jeden Monat ein bestimmter Betrag gleich auf das Konto überwiesen.

Genau genommen sind "vermögenswirksame Leistungen" blanke Verarsche. Geregelt ist das nämlich auch noch im "Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer". Und dort steht unter anderem, dass nur solche Personen einen Anspruch auf Arbeitnehmer-Sparzulage haben, deren zu versteuerndes Einkommen pro Jahr bei Eheleuten maximal 40.000 EUR nicht übersteigt; das sind 1.667 EUR pro Person und Monat.

Jetzt frage ich dich: Was für ein Vermögen soll man mit 1.667 EUR vor Steuern eigentlich bilden können, zumal man davon ja auch noch leben muss? Auch die Sparzulage ist nicht wirklich fett: 20 % des Sparbeitrages.

Davon kann sich kein Arbeitnehmer eine Luxusvilla bauen, die meisten kaum eine Garage. Und genau darin besteht die Massenverarsche, die mit den sog. "vermögenswirksamen Leistungen" betrieben wird.

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