Funktion eines Kapazitiven Touchscreens?

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1 Antwort

Die Funktion eines solchen kapazitiven Touchscreens ist eigentlich recht einfach: Doch zunächst zu den Kondensaturen: Ein Kondensator sperrt Gleichstrom, lässt Wechselstrom jedoch passieren, indem der Kondendator rasch aufgeladen und wieder entladen wird. Je höher die Frequenz, um so leichter fließt der über einen Kondensator. Jetzt ist ein Touchscreen so gebaut: Zu unterst hast du erst einmal ganz normal den Bildschirm. Da drauf liegt eine Glasscheibe, die auf beden Seiten durchsichtige Leiterbahnen tragen, auf der ein horizontales Gitter, und auf der anderen Seite ein vertikales. An einer Seite sitzt jetzt eine Schaltung, die der Reihe nach einen hochfrequenten Wechselstrom an die Leiterbahnen legt, an eine nach der anderen. Dort wo sich die Leiterbahnen kreuzen entstehen kleine Kondensatoren, und während an einer Leiterbahn, z.B. in der horizontalen die HF-Spannung anliegt, wird diese über die Kreuzungspunkte zu einem kleinen Betrag an die vertikalen Leiterbahnen übertragen, und die höhe dieser Spannung kann wieder der reihe nach gemessen werden, und hat, ohne das dein Finger ins Spiel kommt ja immer den gleichen Wert. Uber diese Konstruktion kommt dann die äußere Glasplatte (oder Kunststofffolie). die den ganzen Touchscreen nach außen isoliert. Jetzt kommt dein Finger ins Spiel: In dem Moment, wo du jetzt deinen Finger auf die äußere Scheibe legst, überdeckt den Finger die sendende Leiterbahn über eine größere Länge, das bedeutet, das dein Finger mit dieser Leiterbahn dann einen größeren Kondensator, wodurch von der HF dann auch mehr in deinen Finger überttragen wird. Dein Finger ist ja leitfähig, und bildet dort ja auch mit der empfangenen Leiterbahn einen größeren Kondensator, als ihn die reine Kreuzung der Leiterbahnen darstellt, weil dein Finger ja auch diese Leiterbahn über eine größere Länge überdeckt, und damit dann eben wieder mehr der HF an die vom Finger überdeckten Leiterbahn übertragen wird. Also spiele ich mal eine Zeile durch: An die Zeilen-Leiterbahn liegt gerade das HF-Signal an. an den ersten Spalten-Leiterbahnen über denen der Finger nicht liegt, bekommen ihr Signal nur über die kleinen Kreuzungspunkte. Die erste Spaltenleiterbahn direkt neben deinem Finger bekommt dann noch etwas mehr von der HF-Leistung, die nächste, die ja schon ein stckchen überdeckt ist bekommt noch mehr Signal bis hin zu der, bei der der Finger mit voller Breite drüber liegt, un dann zu den nächsten wieder geringer zu werden. Letztlich kommen dann wieder Bahnen ohne Finger, die wieder nur das winzige Signal ber die Kreuzungspunkte bekommen. Ist diese Zeile dann durchgemessen, wird die nächste Spalte mit Signal versorgt, und das Ausmessen beginnt von vorn.

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Kommentar von lukru99
04.06.2016, 17:22

Vielen Dank erstmal für deine Antwort!

Also habe ich das richtig verstanden dass nur an einer Schicht (also entweder Spalten oder Zeilen) die Spannung anliegt und dann somit an der anderen Schicht nur die Spannung gemessen wird um die Position des Fingers zu ermitteln?

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