Funktion des Iris und Pupillenreflex?

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2 Antworten

Der Sinn des Pupillenreflexes ist es hauptsächlich , die empfindliche Netzhaut vor zu großem Lichteinfall zu schützen. Je weniger Licht in die Pupille des Auges dringt, desto größer wird sie – umgekehrt funktioniert es genauso. Je mehr Licht eindringt, desto stärker verengt sich die Pupille. Da die Linse und der Glaskörper das Licht bündeln, würde ein Zuviel an Lichtenergie die Netzhaut wie mit einem Brennglas verbrennen.

Zwei weitere Faktoren sorgen ebenfalls dafür, dass sich die Pupille verändert – zum einen die Tiefenschärfe. Wenn man ein Buch vorm Auge hat beispielsweise, dann wird die Pupille kleiner, damit man die Buchstaben besser erkennen kann. Zum anderen sorgen emotionale Zustände für Pupillenveränderungen: Erregung oder Stress lässt sie weiter werden. Das ist vermutlich ein Signal für andere. Man kann damit auch nonverbal zum Ausdruck bringen, dass Gefahr besteht und andere warnen.

Die Iris ist wie die Blende im Fotoapparat Im für uns sichtbaren Bereich des Auges gibt es die Regenbogenhaut, auch Iris genannt. Die Pigmentierung der Iris bestimmt, ob wir blaue, grüne oder braune Augen haben. Und die Iris oder Regenbogenhaut bildet in der Mitte eine Öffnung, die Pupille. Augenärzte vergleichen diese gerne mit der Blende beim Fotoapparat. Denn die Muskels der Regenbogenhaut ziehen die Pupille bei großer Lichtmenge zum Beispiel zusammen und weiten sie, wenn es dunkel wird – wie es die Blende beim Fotoapparat auch tut.

Das ist aber noch nicht alles. Hell oder dunkel mit Hilfe der Pupillomotorik zu regulieren ist ja nur dann sinnvoll, wenn es darum geht, scharf zu sehen. Licht trifft auf die Pupille, wird weitergeleitet auf die Netzhaut. Nun müssen die Informationen ja ans Gehirn weitergeleitet werden. Das tun sie mit Hilfe der Sehfasern oder –nerven. Die Faserbahnen beider Augen laufen aber nicht schnurgerade zum Gehirn. Es geht schließlich darum, dass der Mensch scharf sieht und zwar ein Bild. Das funktioniert nur, wenn die Bildinformationen beider Augen im Hirn einen Stereoeffekt ergeben. Also kreuzen sich Teile der Sehnerven im Hirn mehrmals.

Wenn das nicht wäre, würden wir doppelt sehen Durch diese Kreuzungen der Sehfasern können beide Hirnhälften die Bildinformationen beider Augen erhalten und verarbeiten. Und so können die Bilder beider Augen sinnvoll verknüpft werden. Beide Augen bilden also ein gemeinsames System. Wenn das nicht wäre, würde unser Hirn ein sinnloses Durcheinander empfangen und wir würden mindestens doppelt sehen. Bezogen auf deine Frage heißt das, dass sich nicht nur eine Pupille weitet, wenn man ein Auge mit der Hand zuhält, sondern beide Pupillen. Bei der zweiten sieht man es nur nicht, weil ja die Hand davor ist.

alichandro61087 19.12.2011, 19:40

hallo, du scheinst mir ahnung von dem ganzen zu habemßn )), kannst du mir vielleicht auch sagen was eine Pupillarmembran bei neugeborenen ist. Kann nirgends was dazu finden?? Ich kenne jemanden der 7 wochen alt ist und die Diagnose : Links Reste der Pupillarmembran bei 6h (6h= am linken Auge wenn man sich das als eine uhr vorstellt bei 6 uhr sind die reste der Pupillarmembran). ich will wissen ob sich das bei neugeborenen im Laufe der Zeit vollständig zurückbildet und wenn nicht ob die Reste gefährlich sind. Danke im Voraus

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Schutz des Auges... bei diesem speziellen Schutz der Netzhaut...

Suuneschiin 31.01.2010, 14:49

Bei Licht verkleinert sich automatisch die Pupille, weil die Iris die Pupille ein wenig geschlossen hat. Bei Dunkelheit vergrössert sich automatisch die Pupille, weil die Iris die Pupille ein wenig geöffnet hat. Das ist der Iris und Pupillenreflex...Aber die Funktion?

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deFleescha 31.01.2010, 14:58
@Suuneschiin

Meinst du, wie der Vorgang abläuft also wie es durch das Gehirn gesteuert wird? ... oder meinst du mit der Funktion das warum?

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