Fundament der wissenschaftlicher Methode ist die Kritik. Mangelt es Klimaforschern an Kritikfähigkeit?

Das Ergebnis basiert auf 13 Abstimmungen

Nein, Klimaforscher sind kritisch genug. 53%
Mir egal. 23%
Ja, Klimaforscher sind voreingenommen und nicht kritisch genug. 23%

22 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ja, Klimaforscher sind voreingenommen und nicht kritisch genug.

Klimaforscher sind unter den Physikern ungefähr so angesehen, wie die Homöopathen unter den Medizinern.

Wir wissen dass die globalen Temperaturen steigen, wir wissen dass die atmosphärische CO2-Konzentration steigt, während die O2-Konzentration sinkt, wir wissen dass CO2 ein Treibhausgas ist, ABER wir wissen nicht, wie viel der globalen Temperatursteigerung durch CO2 verursacht wird. Die direkte Wirkung des CO2 lässt sich mittlerweile gut berechnen, sie liegt bei nur +0,1°C, während es seit den 70-er um ca. 1,1°C wärmer geworden ist.

Über die indirekte Wirkungen des CO2 (mehr H2O, weniger bodennahe Wolken ...) muss mehr oder weniger spekuliert werden. Es könnte sogar sein, dass CO2 über indirekte Wirkungen eher abkühlend wirkt (mehr Pflanzenwachstum, und diese emittieren auch mehr Kondensationskeime für bodennahe Wolken). Man weiß es noch nicht genau.

Aber wodurch sollte die Erwärmung sonst verursacht werden? Da haben die Klimaforscher einen konkreten Verdacht. Das sind die Flüge auf Höhe der Tropospause. Dadurch werden dort vermehrt Wolken erzeugt, und Wolken in dieser Höhe wirken erwärmend. Diese Forschungsergebnisse sind aber zur Zeit politisch nicht gewollt und werden so gut es geht von unseren Medien ignoriert.

du hast das Methan vergessen, das aus dem Verdauungstrakt von Rindern oder aus Müllhalden entweicht. Es ist rund 20x treibhausaktiver als CO2.

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@atoemlein

Das stimmt, aber warum hätte ich auch noch darauf eingehen sollen? Ich wollte nur darauf hindeuten, dass die von den Medien propagierte "Hauptursache CO2, lasst uns CO2 einsparen", stärker hinterfragt werden sollte.

Aber o.k. : Weniger Regenwald für mehr Weiden für mehr Fleisch ist natürlich in vielfacher Hinsicht schlecht für das Klima. Weniger Wald kann weniger CO2 abbauen, weniger Wald erzeugt weniger Kondensationskeime für bodennahe Wolken, mehr Kühe erzeugen mehr CH4, was ein wesentlich stärkeres Treibhausgas als CO2 ist.

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wir wissen dass CO2 ein Treibhausgas ist - echt jetzt?

Die direkte Wirkung des CO2 lässt sich mittlerweile gut berechnen, sie liegt bei nur +0,1°C - bei Verdoppelung der Konzentration?

Da haben die Klimaforscher einen konkreten Verdacht. - Na und? Dafür können sie für hunderte Male ähnliche Klimaänderungen in der Vergangenheit nachweisen. Wo sind Faktoren hin, die diese ausgelöst haben?

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@FelixLingelbach

>Die direkte Wirkung des CO2 lässt sich mittlerweile gut berechnen, sie liegt bei nur +0,1°C - bei Verdoppelung der Konzentration?

Das gilt für die Steigerung von 278 auf 410 ppm.

>Da haben die Klimaforscher einen konkreten Verdacht. - Na und?

Hauptursache ist SEHR wahrscheinlich der Flugverkehr auf Höhe der Tropospause, ABER CO2 ist aufgrund seiner Nebenwirkungen noch nicht aus dem Rennen. Wie geschrieben, es könnte aber auch sein dass sich künftig herausstellt, dass CO2 aufgrund seiner Nebenwirkungen sogar abkühlend wirkt.

Die Menschheit muss sich schlicht eingestehen, dass sie es (wie so vieles) noch nicht weiß.

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Klimaforscher sind unter den Physikern ungefähr so angesehen, wie die Homöopathen unter den Medizinern.

Aha. Ist mir neu. Hast du irgendetwas Zitierbares aus wissenschaftlichen Kreisen, mit dem du das belegen könntest? Oder schmeißt du das einfach mal so in den Raum?

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@Maarduck

Natürlich gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen C02 und der Temperatur. Steigen die Temperatur der Weltmeere, steigt der C02-Gehalt in der Luft. Unvermeidlich.

Den Luftverkehr halte ich auch für sehr bedenklich, ich habe in Erinnerung, dass gerade Meteorologen ihn sehr kritisch sehen, weiß keine Einzelheiten, halte aber auch hier wieder das ausgestoßene C02 für uninteressant. Was soll es machen?

Ich brauche auch keine alternative, vom Menschen ausgehende Ursache, wenn es um eine Temperaturerhöhung geht, die im 17. Jahrhundert, dem Tiefpunkt der kleinen Eiszeit, ihren Anfang nahm. Zu dieser Zeit war der Luftverkehr eher zu vernachlässigen, genauso wie 200 Jahre später, als 1850 dann die Gletscher anfingen zu schrumpfen, das weltumspannende Schienennetz noch nicht den Umfang der heutigen Osnabrücker Straßenbahn erreicht hatte.

Die Angaben hier im thread zur Temperaturerhöhung sind übertrieben. Der ganze Treibhaus-Hype beruht auf einer Steigerung von 0,6 Grad zwischen 1980 und 2000 ungefähr. Von 1850 bis heute mögen es 1,5 Grad sein. Es ging in Wellen mal auf mal ab mit einem Trend nach oben.

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@FelixLingelbach

>Natürlich gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen C02 und der Temperatur. Steigen die Temperatur der Weltmeere, steigt der C02-Gehalt in der Luft. Unvermeidlich.

Es wird aber seit einigen Jahrzehnten auch das atmosphärische Verhältnis O2/N2 gemessen und dies zeigt, dass O2 ständig abnimmt. Außerdem nimmt der CO2-Gehalt der Ozeane immer noch zu. Die Ozeane sind also immer noch eine Senke für CO2. Steigen die Temperaturen weiter, werden irgendwann auch die Ozeane CO2 abgeben, da hast du Recht.

>Den Luftverkehr halte ich auch für sehr bedenklich, ich habe in Erinnerung, dass gerade Meteorologen ihn sehr kritisch sehen, weiß keine Einzelheiten, halte aber auch hier wieder das ausgestoßene C02 für uninteressant. Was soll es machen?

Es ist die vermehrte Wolkenbildung in dieser Höhe. Komischerweise wirken Wolken in dieser Höhe erwärmend, während sie in Bodennähe natürlich abkühlend wirken.

>Ich brauche auch keine alternative, vom Menschen ausgehende Ursache, wenn es um eine Temperaturerhöhung geht, die im 17. Jahrhundert, ...

Es geht so schnell. Deshalb machen sich viele Klimatologen, Meteorologen und Klimaforscher Sorgen.

>Die Angaben hier im thread zur Temperaturerhöhung sind übertrieben. Der ganze Treibhaus-Hype beruht auf einer Steigerung von 0,6 Grad zwischen 1980 und 2000 ungefähr. Von 1850 bis heute mögen es 1,5 Grad sein. Es ging in Wellen mal auf mal ab mit einem Trend nach oben.

Da müsste ich mich noch einmal kritisch mit beschäftigen, ich glaube aber eher dass es tatsächlich zur Zeit +1,1°C seit 1970 sind.

Hast du dir mal

https://www.youtube.com/watch?v=VcoKJI5wCQg

angesehen?

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@Maarduck

Auf 70,7 % der Erdoberfläche haben wir eine durchschnittliche Wassertiefe von 3 Kilometern. Der C02-Gehalt dürfte sich nicht so einfach messen lassen. Direkte Sonneneinstrahlung wirkt sich an der Oberfläche aus, schon da sieht man noch nicht klar, was da genau passiert, dann geht es aber weiter in den verschiedensten Strömungen. Wenigstens sind die Verhältnisse zwischen Wasser und C02 experimentell überprüfbar und gesichert. Je wärmer das Wasser, desto weniger C02 dort, umgekehrt in der Luft.

Ich finde auf die Schnelle nichts über das Stickstoff-Sauerstoffverhältnis. Wenn es wärmer wird, wächst die Luftmasse, in erster Linie durch Wasserdampf, der dazu kommt.

Ja, es gab einen Tiefpunkt in den 70ern. Leider kann man über vorangegangene Hochpunkte nur spekulieren. Die 'Weltdurchschnittstemperatur' als Kind des kalten Krieges, der ein dichtes Netz an Messstationen erst nötig machte, gibt es ja nicht viel länger. In den 30ern soll es aber sehr warm gewesen sein.

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@FelixLingelbach

Ja, man misst nur den CO2-Gehalt des Wassers in der Nähe der Oberfläche. Da stimme ich dir zu, die erhöhte Konzentration könnte auch dadurch verursacht werden, dass durch die Erwärmung in der Tiefe mehr CO2 freigesetzt wird.

Hier etwas zum N2/O2-Verhältnis

https://skepticalscience.com/co2-coming-from-ocean.htm

Das Verhältnis ist natürlich unabhängig von einer eventuellen Erwärmung und von Schwankungen der atmosphärischen H2O-Konzentration.

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@Maarduck

Ok, mit 'oxygen decline' ist einiges zu finden:

'The study finds that over the past 800,000 years the amount of oxygen found in the atmosphere has decreased by 0.7% and continues to decline.'

Mit den Zahlen kommt das nicht hin. 209500 ppm, 0,7%: Ein Rückgang von 1477 ppm in 800.000 Jahren, das sind nur 0.002 ppm/a.

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@Maarduck

Also ein schlechter Scherz eines Kaberetisten ohne reallen Hintergrund ausser einem billigen Applaus zu holen...

Wie wenig überraschend.

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Wolken haben unterschiedliche Wirkungen.
An ihrer Oberseite reflektieren sie die Sonnenstrahlen und sorgen für Abkühlung am Boden. - Beispiel Inversionswetterlage
Umgekehrt verhindert eine Wolkendecke die nächtliche Austrahlung.

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@watchman

Das ist wahr. Man sollte dazu sagen, dass bodennahe Wolken eher abkühlend wirken und Wolken auf Höhe der Tropospause eher erwärmend.

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@Maarduck

Danke für den Stern. Ich möchte noch einmal erwähnen, dass der User "Grautvornix" hier ein sehr überzeugendes Argument gebracht hat, dass die globale Erwärmung tatsächlich von Menschen verursacht wird: In Sibirien tauen zur Zeit immer wieder gut erhaltene Mammutkadaver auf. Diese können auf ca. 30.000 Jahre geschätzt werden und ihr Zustand zeigt, dass sie während der letzten 30.000 Jahre zwischenzeitlich nicht aufgetaut waren. Da es die Schwankungen der Solarkonstanten und Meeresströme auch schon während der letzten 30.000 Jahre gab, die Mammutkadaver aber erst jetzt auftauen, muss es wohl am Einfluss des Menschen liegen.

Und hier halte ich, nach allem was wir heute wissen, den Einfluss des Luftverkehrs auf Höhe der Tropospause, für die wichtigste Ursache der Erwärmung.

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Ich habe das Gefühl, dass Klimaforscher nicht kritisch genug mit ihren Ergebnissen umgehen oder sogar schon bei der Analyse bestimmte Ergebnisse präferieren.

Gut soweit. Kannst du ja haben, das Gefühl. Die Frage ist, ob du auf Grund deines Gefühls, Entscheidungen triffst, die sich zum Nachteil für dich und deine Mitmenschen, oder deren Nachkommen, auswirken. Oder ob dir, die Sache um die es geht, für dich wichtig genug ist, zu überprüfen ob du dein Gefühl durch Fakten untermauern kannst, oder nicht. Manchmal ist es gut seinem Gefühl zu folgen, manchmal kann es auch lebensgefährlich sein.

Ich denke es ist möglich, sich ein eigenes Bild zu machen, was richtig sein könnte. Für mich ist es keine Frage ob der Klimawandel anthropogen ist, oder nicht. Es passt alles zusammen. Die zu beobachtenden Änderungen, die es seit 30/40/50 Jahren gibt, was die Natur betrifft, stimmen mit den Voraussagen der Wissenschaft überein. Ich kann nicht selbst messen in welchem Wellenlängenbereich Co2, was zurückstrahlt, oder nicht. Aber ich kann mir Filme wie Chasing Ice ansehen. Ich kann mir Berichte über Sibirien ansehen, in denen es darum geht, das der Permafrostboden auftaut, und deswegen eine Flut von Knochen gefunden wird, die tausende von Jahren im Boden eingefroren waren. Auch tausende Löcher die überall in Sibirien, im Boden entstehen, weil der Untergrund taut, und dadurch zusammen fällt, kann ich im Internet finden. Gilt auch für andere Gebiete mit Permafrostböden, da werden Straßen zu Achterbahnen, weil der Untergrund wegtaut.

Ich kann mir Bilder von Gletschern in den Alpen ansehen, wie die vor 100 Jahren aussahen, und wie die jetzt aussehen. Das gleiche gilt, für den immer weiter steigenden Einsatz von Schneekanonen, damit Wintersport überhaupt noch möglich ist, in manchen Gegenden. Ich kann Meldungen finden, das Zugvögel ihre Abflugzeiten und auch die Rückkehrzeiten ändern, weil das Nahrungsangebot sich durch verschobene Jahreszeiten, geändert hat. Veränderungen in den Meeren lassen sich finden, Hurrikans die an Intensität zunehmen, usw.

So kann ich mich durch das Internet wühlen und erst einmal Veränderungen finden die mit einem Temperaturanstieg zusammen hängen. Ganz ohne Wissenschaft, bis hier hin.

Dann suche ich nach Aufzeichnungen über die Temperaturen, die an verschiedenen Orten der Welt, in letzten Jahren gesammelt wurden. Da kann man auch eine ganze Menge finden, zum Beispiel beim Deutschen Wetterdienst. Nur die nackten Daten suchen. Für Spitzbergen liegen die zum Beispiel nur ,verlässlich, für die letzten dreißig Jahre vor. Btw. die brechen fast jedes der vergangen 10 Jahre neue Rekorde, so auch dieses Jahr.

So bis hierher soweit gut. Was hab ich dann für Informationen?

Es ist in den letzten 150 Jahren wärmer geworden, und es taut an vielen Stellen der Erde, und da wo es nicht so kalt war, das was tauen kann wird es so warm, das sich andere Veränderungen ergeben.

Jetzt muss ich feststellen ob das in der Erdzeit schon mal so war. Das geht aber nicht ohne Wissenschaft. Jetzt brauch ich mir nur die zwei Lager der Wissenschaftler ansehen, die in diesen Feldern forschen. Da gibt es welche deren Forschungen mit den veränderten Beobachtungen zusammen passen, und diese auch erklären können, und es gibt die anderen die sagen das stimmt alles so nicht. Da ich selbst kein Wissenschaftler bin kann ich auch nicht nachprüfen, ob das was sie sagen stimmt. Könnte ich auch nicht wenn ich einer wäre, da so viele Felder daran beteiligt sind, das es unmöglich ist alle zu beherrschen. Dann kann ich mir die Motivation anschauen die, die beiden Lager für ihre Forschung haben.

Dabei kommt heraus, das, wenn ich denen folge die sagen das wir so nicht mehr weiter machen können, ich mein Leben ändern muss, dafür aber einen ( wenn es nicht schon zu spät ist) Lebensraum bekomme der besser ist als jetzt, und zukünftige Generationen auch davon profitieren. Die wollen also die Welt retten. Nein sie wollen unseren Lebensraum retten.

Folge ich den anderen, kann ich alles so lassen wie es ist, mit der Wahrscheinlichkeit, das ein Sommer in zehn oder fünfzehn Jahren, noch vielleicht 3 bis 5 Grad heißer wird als dieser. Ja was wollen die denn retten? Die müssen gar nichts retten, da nach ihrem Wissensstand (ob die nicht doch was anderes denken, weiß ich nicht, aber glaube schon das es so ist) ja nichts passiert, und wenn doch was passiert, dann können wir eh nichts daran ändern, weil wir nicht dafür verantwortlich sind. Klimaänderungen gab es immer schon.

Jetzt wird es arbeitsaufwendig, denn ich muss nun heraus bekommen, wer was, warum sagt.

Ich kürze das mal ab. Du schreibst das du denkst das : das Klimaforscher nicht kritisch genug mit ihren Ergebnissen umgehen oder sogar schon bei der Analyse bestimmte Ergebnisse präferieren.

Angenommen du hättest recht, dann müssten ca. 30 000 tausend Wissenschaftler unter einem Hut stecken, und darauf verzichten sich gegenseitig Fehler, in ihren Ergebnissen nachzuweisen.

Du hast recht das ist sehr wahrscheinlich.

Wissenschaftler leben von ihrer Reputation, und die ist um so höher, je öfter sie Arbeiten abliefern die nicht anfechtbar sind, oder zumindest nur kleine Korrekturen benötigen.

Wissenschaftler sind aber auch nur Menschen, und daher gibt es einige denen ihre Reputation nicht so wichtig ist, und die lieber mehr Geld hätten.

Die gehen dann zu den Koch Brüdern, behaupten das alles mit dem anthropogenen Klimawandel ein Schwindel ist, und bekommen dafür viel Geld. Dafür haben die Koch Brüder und andere ca. 900 000 000 Doller gesammelt, und das jedes Jahr, um diese Wissenschaftler zu bezahlen, und weltweit Kampagnen zu finanzieren die den Klimawandel leugnen, oder behaupten das er zwar existent ist aber die Menschen daran keinen Anteil haben, und ihn daher auch nicht mit Gegenmaßnahmen abmildern oder aufhalten können.

Würden die das nicht machen dann müsste sie zum Beispiel das Geld sie in den Abbau von Kanadischem Ölsand gesteckt haben, als verloren betrachten.

Ich denk mal dein Gefühl ist gerade nicht richtig.

Woher ich das weiß: Recherche

heute · Fr, 24. Aug · 20:15-21:00 · 3sat

Die geheimen Machenschaften der Ölindustrie

Beschreibung Zwei Staatsanwaltschaften und mehrere Counties in den USA haben Ermittlungen gegen Exxon und andere Ölfirmen aufgenommen wegen gezielter Irreführung der Öffentlichkeit beim Thema Klimawandel.

Der Film deckt diesen Täuschungsversuch auf und geht Hinweisen nach, dass auch in Deutschland zweifelhafte Studien veröffentlicht wurden.

Seit Donald Trump US-Präsident ist, gibt es eine neue und zugleich alte Sicht auf den weltweiten Klimawandel im Weißen Haus. Gute Zeiten für Ölfirmen wie Exxon und Shell, die seit 60 Jahren wissenschaftliche Studien und Kampagnen finanzieren, die den Klimawandel bis heute kleinreden. Neue Dokumente beweisen: Diese Firmen wussten seit 1957, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe das Klima verändert - eigene, streng geheim gehaltene Forschungen hatten das ergeben.

Die Ölunternehmen in den USA forschten aber nicht nur. Ingenieure von Exxon und Shell nutzen die Erkenntnisse über den zukünftigen Klimawandel schon seit Jahrzehnten für ihre Planungen: Ölbohrplattformen wurden wegen des stetig steigenden Meeresspiegels und der immer heftigeren Stürme höher und stabiler gebaut. Pipelines in der Arktis wurden wegen des schmelzenden Permafrostbodens stärker verankert.

"Der Klimawandel war damals ein Riesending", sagt Geophysiker Edward Garvey, der von 1978 bis 1983 für Exxon als Wissenschaftler arbeitete. Sein Fazit: "Wir hätten schon vor 30 Jahren etwas gegen den Klimawandel tun können!" Stattdessen beauftragten die Firmen Gegenstudien, die über Lobby-Gruppen weit verbreitet wurden.

"Sie finanzierten bewusst Studien, um die eigenen Ergebnisse zu diskreditieren", so Carroll Muffett, Vorsitzender des "Center for International Environmental Law" in Washington, einer Nichtregierungsorganisation, die sich mit Umweltrecht befasst: "Für mich ist das der größte Skandal der Menschheitsgeschichte."

Quelle: TV Browser.

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Man sollte aber auch eingestehen, dass die Erwärmung global betrachtet doch sehr gering ist, und dass selbst die Schwankungen der "Solarkonstanten" noch sehr strittig sind, obwohl sich diese viel leichter messen lässt, als die globale Durchschnittstemperatur in Bodennähe.

Als Argument für eine natürliche Ursache gilt oft die Sonnenstrahlung. Die Solarkonstante beträgt nach jüngsten Messungen ungefähr 1370 W/m².

http://www.geo.fu-berlin.de/v/pg-net/glossar/solarkonstante.html

Der Beitrag in der deutschen Wikipedia geht noch von früher gemessenen Werten aus und gibt 1367 W/m² an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Solarkonstante

Noch früher wurde der Wert mit 1365 W/m² angegeben, wurde dann aber 2013 auf 1360 W/m² korrigert (also verringert!).

http://www.bayceer.uni-bayreuth.de/bayceer/de/aktuelles/html/119773/Bayceer-Koll_2013-12-02-JohannesLueers.pdf

>Die aktuellen Messungen der NASA mit Hilfe des SORCE-Satelliten (Solar Radiation and Climate Experiment) belegen, dass der seit Jahrzehnten bekannte Basiswert von 1365.4 W mí2 auf einen niedrigeren Wert von 1360.8 W mí2 korrigiert werden muss. Die TSI ist eine kritische, fundamentale Variable im Erdklimasystem. Selbst kleine Variationen der Energiemenge, die die Erde von der Sonne erhält, können Klima und Wetter der Erde beeinflussen.

Hat die Sonnenstrahlung denn jetzt in den letzten Jahrzehnten zu- oder abgenommen? Weiß ich nicht, ist strittig. Weiß man denn wenigstens, dass mehr Sonnenstrahlung auch mehr Hitze bringt? Selbst das wird von den Wissenschaftlern noch untersucht, denn die Intensität der Sonnenstrahlung beeinflusst über ihren Partikelstrom auch die Wolkenbildung.

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@Maarduck

Du bist doch der Meinung, das der Flugverkehr einen größeren Anteil hat als, ihm in einigen zugerechnet wird. Sollen wir warten bis wir das ganz genau berechnen können, oder reichen die Daten die wir haben um ihn einzuschränken. Ich weiß jetzt nicht genau wie lange die Mammuts in Sibirien schon eingefroren sind , ich schätze mal so um die 40 000 Jahre. Wenn die zwischendurch mal auf getaut gewesen wären, dann würde man das bestimmt feststellen können. Das bedeutet dann doch, wenn sie in den letzten 40 000 Jahren gefroren waren, war die Sonneneinstrahlung wohl niemals so schwankend das es zu Temperaturen führt die wir jetzt haben. Also muss die Ursache wo anders liegen. Ich denke wenn wir die Chance haben, durch unser Verhalten dem ganzen entgegen zu steuern, dann sollte wir das auch machen. Hast du schon mal von einem Nichtraucher gehört, der sich aufregt, das er ja hätte rauchen können, da er nun mit 45 doch an Krebs stirbt? Du hast genug Wissen um zu beurteilen das es, wenn wir noch länger warten, egal ist was wir machen und wie viel wir dann einsparen, es wird zu spät sein. Von Menschen die lebendig begraben wurden weiß man das die versucht haben, mit ihren Fingernägeln den Deckel auf zu kratzen. Die haben auch nicht gesagt ich brauch erst mal Infos wie dick der Deckel ist, um abschätzen zu können, ob es überhaupt Sinn macht sich die Fingernägel auch noch zu ruinieren. Was haben wir zu verlieren, wenn wir nach Lösungen suchen, unseren Lebensraum besser zu behandeln, damit der so lange wie möglich hält? Kann auch sein das ein Asteroid im Anflug ist, den wir noch nicht entdeckt haben, dann war alles umsonst. Aber das wissen wir nicht. Und wenn wir es wüssten, dann würden wir auch alles unternehmen um ihn abzulenken oder zu zerstören, auch wenn unsere Berechnungen sagen das es keinen Sinn hat. Da fragt dann garantiert keiner wie hoch die Kosten sein werden, und was wir mit den Geld alles sonst machen könnten.

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@Grautvornix

Das überzeugt mich jetzt. Du schreibst:

>Ich weiß jetzt nicht genau wie lange die Mammuts in Sibirien schon eingefroren sind , ich schätze mal so um die 40 000 Jahre. Wenn die zwischendurch mal auf getaut gewesen wären, dann würde man das bestimmt feststellen können. Das bedeutet dann doch, wenn sie in den letzten 40 000 Jahren gefroren waren, war die Sonneneinstrahlung wohl niemals so schwankend das es zu Temperaturen führt die wir jetzt haben.

I

Ich habe gerade mal nachgesehen. Mammuts starben vor 4000 Jahren aus, die tiefgefrorenen, die jetzt hochkommen, haben vor ca. 30.000 Jahren gelebt. Bei einigen kann man mit Sicherheit sagen, dass sie zwischenzeitlich nicht aufgetaut waren. Also hast du Recht, dass es in den letzten 30.000 Jahren in der sibirischen Tundra nicht so warm war wie zur Zeit, also kann die (schnelle) globale Erwärmung nicht auf natürliche Ursachen zurück geführt werden.

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@Maarduck

Danke dir, besonders da ich weiß wer das sagt.

Wenn ich das Potential an freiwerdenden Stoffen, die da schlummern, bedenke wird mir ganz schlecht. Das geht von riesigen Mengen Methan, bis zu wieder aktiv werdenden Milzbranderregern, die vor wenigen Jahrzehnten in, daran verendeten Tieren, eingefroren wurden. Hat auch schon Todesfälle deswegen gegeben.

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Danke für die tolle Antwort, finde ich genial :-)

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Nein, Klimaforscher sind kritisch genug.

Nunja, wenn ein Kind auf einer Straße spielt, auf dem mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 % ein Auto angerast kommt und die Umstehenden darüber diskutieren, ob es doch nicht auch anders sein kann, dann kann ich schon verstehen, dass dem einen oder anderen auch mal der Hut hochgeht. Da wird ja nicht über ein Monopoly-Spiel diskutiert - und genau das scheint einer Menge Leute nicht bewusst zu sein.

Einem halbwegs klar denkenden Menschen sollte die bloße Möglichkeit einer solchen unumkehrbaren Gefahr ausreichen, um sie mit allen Mitteln zu minimieren. Währenddessen können wir hoffen, dass es 'nicht so schlimm' ist - aber einfach weiter zu machen, nur weil ein letztendlicher Beweis aussteht, das grenzt für mich schon an Schwachsinn. Wie kann man sowas überhaupt zur Glaubenssache machen?

Fakt ist, dass die Möglichkeit besteht, dass wir uns auf eine unvorstellbare Katastrophe zu bewegen. ein weiterer Fakt ist, dass es möglich ist, dass wir diese Entwicklung mit unseren Eingriffen auslösen. Und dieser Möglichkeit muss man doch begegnen - sonst wird ja auch immer gejammert, dass 'immer erst etwas passieren muss, bevor die Behörden reagieren. Aber wenn es um unseren Lebensraum geht, hat die Wirtschaft den Vorzug?

Nichts gegen Kritikfähigkeit, aber bei diesem Wahnsinn ist mir auch schon das eine oder andere Mal die Idee von meistbietend versteigerten Ohrfeigen gekommen. Keine Ahnung, was manchen Menschen im Kopf rumgeht, aber einen Bezug zur Wirklichkeit hat das nicht. Null.

Und sollte sich herausstellen, dass die Mehrzahl der Wissenschaftler recht behält - und sollte es dann zu spät sein, um noch einwirken zu können, dann sehen zukünftige Generationen unvorstellbaren Katastrophen entgegen - und das ist die Verantwortung derer, die es zugelassen haben. Auch wenn nicht sicher ist, dass wir es abwenden können - dass lieber diskutiert und gezaudert und weitergemacht wird, das ist eine Verantwortungslosigkeit, dass mir einfach die Spucke wegbleibt.

Sollte sich die Prognose der meisten Wissenschaftler bestätigen, dann wird nicht deren Kritikfähigkeit im Focus stehen, da bin ich ziemlich sicher.

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