Für welchen Sockel muss ich einen Kühlkörper kaufen?

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1 Antwort

Ein 40 x 40 - Element müsste je nach exakter Angabe von U-Max ( Spannung ) und "I-Max" ( Strom ) für eine Wärmeableitung um etwa 100 bis 150 Watt auf der Warmseite konzipiert sein. 

Die Besonderheit bei einem Peltierelement liegt aber in dem Umstand, dass es zwischen Warm- / und Kaltseite rein theoretisch nur eine gewisse Temperaturdifferenz von etwa 30 bis 60 Grad je nach Elementleistung direkt an den Keramik-Platten erzeugen kann. 

Je nach verwendeter Kühlpaste ( Wärme-Leitfähigkeit ) reduziert sich diese nutzbare Temperaturdifferenz nochmals um etwa 10 bis 15 Kelvin.

Je stärker der Kühler auf der Warmseite also ist und entsprechend Wärme abführt, umso besser ist das für die Kaltseite. 

Aktuelle CPU-Kühler ( Luftkühlung ) schaffen es im offenen Aufbau auf maximaler Lüfter-Drehzahl eine CPU mit ~ 140 Watt TDP unter Vollast auf etwa 30 Kelvin über Raumtemperatur zu halten. Bei 20 Grad Raumtemperatur wären damit auf der warmen Keramik-Platte bei einem 125 Watt PE in etwa 45 bis 50 Grad je nach Wärmeleitpaste möglich. 

Für solche Kühler werden dann aber auch 40 Euro + fällig. 

Da Du auf der Kaltseite des Peltierelements aber auch einen Kühler benötigst, muss sich das Ganze auch irgendwie zuverlässig miteinander verschrauben lassen . 

Meine ersten Versuche mit einem PE ( 125 Watt Nennleistung an 15,xx Volt....Betrieb bei etwa 13,5 Volt mit Bleilader ) beinhalteten auf der Warmseite ungefähr sowas :

http://www.mercateo.com/p/115-17559305/Kuehlkoerper_200_mm_0_3_K_W_schwarz_eloxiert.html

( rein als näherungsweises Beispiel ) .... ich hatte so einen ( noch etwas massiveren Kühlkörper ) aus früherer Ausschlachtung von Hifi-Elektronik rum liegen. 

Für die Kaltseite hatte ich erst einen alten originalen Kühler für meine AMD Athlon 64 x2 - 5200 +. 

Auf beiden Kühlern waren Lüfter montiert....aussen sogar ein starker Industrielüfter. 

Für die Verschraubung tauschte ich die originale AMD - Halteklammer gegen einen Metallbügel mit links und rechts je einer Bohrung für eine Durchsteck-Verschraubung zum Hauptkühler. 

Also bis hier her schon recht grosser Kühlaufwand bei einem 125 W PE , wenn Du die Brocken nicht bereits daheim in Deinen Rumpelkisten liegen hast. 

Für einen CPU-Kühler bedeutet das übertragen etwas Leistungsstarkes mit einer TDP von mindestens 200 bis 250 Watt + , wie es das z.B. erstmalig für AMD's Sockel AM 2+ bis 3+ gab ( Phenom 9950 / Phenom II x4 965 ( oder höher ) und Phenom II X6 1100 T BE , bzw. Intels Sockel LGA 775 ( Pentium IV - 680 ) oder LGA 1366 ( Core i7-990x ) .

Damit dürftest Du Dein PE zumindest schon mal auf der Warmseite unter der kritischen Temperatur bei etwa 60 - 80 Grad halten können...je höher die Kühler-TDP > 125 Watt, umso besser also.

Mein 2. Versuch war allerdings DEUTLICH besser mit Erfolg gekrönt  : WASSERKÜHLUNG im DIY von Schrottplatz und Baumarkt. 

Von einem alten Citroen BX hatte ich noch ein altes Wärmetauscher-Register der Heizungsanlage ( Innenraum ) mit etwa 350 × 150 x 50 mm zu liegen, das ich zusätzlich mit meinem Industrielüfter ( 230 Volt / 18 Watt / 12000 U/min &100 mm Flügelrotor ) durchlüftete. Vom Baumarkt zu etwa 15 Euro eine "Mini-Teichpumpe" , zzgl. 1/4" Aquariumschlauch und Verbindern. 

Wasser-Kühlaufsatz konnte ich mir selbst in Aluminium aus dem "Vollen" drehen und befräsen an der Bodenplatte für mehr Abstand zu Gunsten der Isolation. 

Im Inneren meines "Peltier-Kühlschranks" kam dann erstgenannter Hauptkühler für die Warmseite ohne Lüfter zum Einsatz. 

Mein "Kühlschrank" war auch selbst gebaut aus einer Innenwandung mit 5 mm Standard-Glas ( Plexiglas oder Acrylglas wären besser ) und aussen verkleidet mit 25 mm Styrodur. ( Hartschaumplatten ) 

Alle Ritzen in der Innenverglasung und dem Hartschaum gründlich mit Silikon abgedichtet. 

Die Fronttür war eine selbst gebaute Doppelverglasung mit Dichtung für Unterdruck im Kühlraum und zusätzlich noch eine Hartschaum - Frontabdeckung. 

Erfolg der Sache waren bei etwa 25 Grad Raumtemperatur bis zu etwa - 12 Grad im Inneren des Kühlraumes von etwa 20 Litern. 

Wie gesagt, hatte ich bis auf das Peltierelement, die Mini-Teichpumpe, Hartschaum und Schläuche alles bereits parat. 

Das Peltierelement schaffte ich mir seinerzeit auch nur an, um meine damalige AMD Duron 600 mit dem "Silber-Leitlack" - Trick Kaltwassergekühlt über 1000 Mhz zu bringen. 

Das Risiko möglicher Leckagen war mir für diesen Einsatz dann jedoch dennoch zu hoch....weswegen ich diesen Gedanken unausgeführt wieder verwarf. Zudem viel zu energieaufwendig für solche Zwecke. ( misste meinen Strom ab 16 Lenzen wegen meines Rechners und meiner Basteleien bereits [ freiwillig ] selber zahlen 😎 ) 

Wenn Du immer noch an einer Peltier-Kühlbox basteln möchtest, gebe ich Dir auf Anfrage hier aber gerne weitere Tips. 🤗

TheExpert13 03.08.2017, 09:04

Na klar mache ich dran weiter, ich wollte eigentlich nur wissen, welche Größe für 40x40 passt, ich will mir eine all in One Wasserkühlung holen.

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Parhalia2 03.08.2017, 20:31
@TheExpert13

Dann empfehle ich Dir für die Warm-Seite als AiO etwas mit 120 x 240 - Radiator und 2 x 120 mm Lüftern wie z.B. die Arctic Liquid Freezer 240 mit Intel LGA 115x - Montagekit.

Für die Kalt-Seite wählst Du dann einen einfachen CPU-Kühler mit TDP-Auslegung bis etwa 95 - 125 Watt ebenfalls für LGA 115x und Intel- "Push-Pin" - Montage. Dann kannst Du die Push-Pins entfernen und durch passende Zylinderschrauben ersetzen um das "Sandwich" vernünftig miteinander zu verschrauben. 

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