Für was spenden die Deutschen am meisten?

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8 Antworten

Für die großen Spendenaufrufe stehe ich nicht mehr zur Verfügung, da von den Spenden leider nur ein sehr geringer Teil auch dort ankommt, wofür sie eigentlich gedacht sind. Wenn ich spenden möchte, suche ich mir regional eine Institution/Organisation, von der ich weiss, dass meine Spende auch dem eigentlichen Zweck zugeführt wird (z. B. Patenschaft für Kinder in Not).

Ich würde sagen, wenn es um Kinder oder Tiere geht. Zu Weihnachten diese Spendenshows (meistens für arme Kinder in Afrika, UNICEF oder ähnlich) scheinen immer sehr gut zu funktionieren.

Ich kaufe immer ein paar Dosen Katzen- und Hundefutter mehr und gebe sie dann in die Spendenbox von unserem Tierheim. Eine Bekannte fährt regelmäßig in ausländische Kinderheime. Denen gebe ich dann u.a. Spielsachen und Kleidung mit. Ich spende grundsätzlich nur noch direkt und in Materialien. Das kommt wenigstens an und verschwindet nicht im Verwaltungsapparat der Organisationen.

Zwar weiss ich nicht sicher, wofür "die" Deutschen spenden, aber ich habe z.B. eine Patenschaft für ein Mädchen (weil Mädchen in Entwicklungsländern besonders schlechte Chancen haben) in einem Land, das und dessen Einwohner mir sympathisch sind.

Bei diesen Projekten geht es grundsätzlich um die Verbesserung der Infrastruktur für einige zigtausend Menschen, womit ich mich gut identifizieren kann.

Durch die persönliche Patenschaft bekommt das Projekt ein „Gesicht“, obwohl das Patenkind im Rahmen des Projektes sicher nicht mehr gefördert wird als die anderen Menschen auch.

Sicher könnte ich dasselbe Geld auch ohne besondere Bindung stiften, der Kontakt zum Patenkind und die Berichterstattung über die Fortschritte des Projekts machen mir die Trennung davon aber leichter.

Zusätzlich stifte ich etwa für die Christoffel-Blindenmission, die für lächerliche Beträge Blinden durch Operationen wieder zum Sehen verhilft und sehr geringe Verwaltungskosten hat.

Blinde in Entwicklungsländern sind in einer Form vom Leben ausgeschlossen und benachteiligt, wie wir uns das hier in Deutschland kaum vorstellen können, Blindheit kann dort tödlich sein.

Die Hilfsorganisationen haben das Geld natürlich am liebsten ohne jede Zweckbindung, damit sie damit machen können, was sie wollen.

Trotzdem stifte ich nur mit Zweckbindung, denn wenn ich im Katastrophenfall gezielt für Thailand stiftete, dann wäre ich überhaupt nicht damit einverstanden, wenn das Geld stattdessen etwa im Libanon landete!

Da ich persönlich keine „Sozialbehörde“ bin und nicht verpflichtet, für gleiche Lebensumstände in allen Teilen der Welt zu sorgen, egal wie sympathisch oder unsympathisch mir die Menschen dort sind oder wie ich ihre „Mitschuld“ an den Problemen dort bewerte, werde ich auch in Zukunft überwiegend zweckgebunden spenden.

Mit den Blinden kann ich demosthenes nur zustimmen.

Habe ich selbst auf den Philippinen erlebt. Dort haben Blinde ihr Lebensunterhalt mühsam mit Musik am Strand erarbeitet. Und Hilfen wie hier in Deutschland gibt es dort nicht.

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Wir spenden nur noch, wenn wir wissen, das das Geld auch wirklich ankommt.

Letztes Jahr brauchte eine Verwandte von meiner Schwägerin aus den Philippinen dringend Schulgeld für ihren 16jährigen Sohn. Dort haben wir dann Geld hingegeben, weil das Geld wirklich gut angelegt ist. Der Junge will eine Ausbildung machen und hat uns schon mehrere Dankesbriefe geschrieben. Die sind uns mehr wert als irgendwelche Spendenquittungen von großen Organsiationen, wo letztendlich viel Geld in der Verwaltung versickert.

Ich spende einmal im Jahr für die hiesige freiwillige Feuerwehr. Da weiß ich, dass das Geld gut angelegt ist.

Ich kann Dir leider nur sagen wofür am wenigsten: Für die Bedürftigen im eigenen Land und in der Eigenen Stadt. :-(

Lieber für den örtlichen Tierschutzverein als z.B.für Brot für die Welt.

Habe diese Erfahrung gemacht.

Leider

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