Für was lebe ich eigentlich?

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11 Antworten

Liebe Marie!

Gratuliere dir erstmal zu deinem Eintrag - er ist wirklich sehr mutig. Du scheinst ein sehr intelligenter und interessanter Mensch zu sein!

Ich kann deine Gefühle sehr, sehr gut nachvollziehen. Ich werde nächstes Jahr 30 und ich hatte in meinen Jugendjahren genau dieselben. Und ich möchte dir verraten: Manche von ihnen sind bis heute noch nicht ganz weg. Ich frage mich immer wieder mal, was das alles überhaupt soll! Damit will ich dir aber überhaupt keine Angst machen, sondern dir lediglich sagen: Bis zu einem gewissen Punkt ist das ganz normal. Es ist nicht immer alles eitel-Wonne-rosarot, und es gibt eben Zeiten, da fragen manche Menschen sich, was sie hier eigentlich tun, warum sie (scheinbar) niemand lieb hat, sie fühlen sich alleine, unverstanden und sinnlos.

Schwierig wird es dann, wenn solche Gedanken beginnen, unseren Alltag zu beeinträchtigen. Wenn wir das Gefühl haben, nicht mehr aus dem Bett zu kommen, weil wir auf nichts Lust haben, oder wenn wir plötzlich so wütend sind, dass wir am liebsten irgendetwas kaputt machen wollen. Du hast geschrieben, dass du auf dein Kuscheltier eingestochen hast. Ich finde das grundsätzlich eigentlich noch nicht bedenklich. Wenn jedoch solche "Ausbrüche" sich wiederholen, du immer wieder mal von einer Welle der Wut überrollt wirst und nicht weißt, wohin damit, könnte sich das längerfristig vielleicht in irgendeiner Form negativ auswirken, auch, wenn du versuchst, die Wut zu kontrollieren oder zu unterdrücken.

Für den Akutfall gibt es Tricks, die dabei helfen können, solche plötzlichen Gefühlsausbrüche etwas zu mildern. Du kannst dich zum Beispiel irgendwie sportlich betätigen oder eine kalte Dusche nehmen. Das klingt sicher komisch, funktioniert aber tatsächlich!

Außerdem kannst du dich - zumindest in deiner Freizeit - auf Dinge konzentrieren, die dir gut tun. Magst du Musik? Gehst du gerne spazieren? Ich finde es zum Beispiel großartig, dass du deine Gedanken aufschreibst. Auch das Schreiben kann ein sehr, sehr gutes und hilfreiches Ventil für negative Gemütszustände sein.
(Hast du denn eigentlich schon eine Idee, was du nach der Schule gerne machen möchtest?)

Wenn du nun aber über einen längeren Zeitraum den Eindruck hast, dass deine Gefühle für dich selbst oder jemand anderen in irgendeiner Form gefährlich werden könnten, würde ich dir sehr raten, mit jemandem darüber zu sprechen. Du schreibst, deine Besuche beim Psychiater haben überhaupt nichts gebracht... vielleicht war dieser Arzt einfach nicht "der richtige" für dich? Ich habe selber schon ein paar PsychotherapeutInnen ausprobiert, mit denen ist es wie mit allen anderen Menschen im Leben... manche findet man sympathisch und andere mag man eben nicht. Da ist es oft gar nicht so leicht, die passende Person zu finden! Wichtig ist jedenfalls, dass du dich bei der Person, mit der du sprichst, sehr wohl fühlst, dass du ihr alles, wirklich alles anvertrauen kannst und niemals das Gefühl hast, verurteilt oder nicht ernst genommen zu werden!

Ich weiß, das alles ist furchtbar, furchtbar anstrengend. Aber ich verspreche dir: Das Leben hält so viele wunderschöne, aufregende, spannende, lustige, romantische, überraschende und lebenswerte Momente bereit - und genau für die lohnt sich der ganze Sche*ß dazwischen!

Ich wünsche dir alles, alles Gute und schicke dir ganz viel Kraft!

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Kommentar von LK2904
10.11.2015, 15:00

Schön geschrieben.

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Du bist doch erst 15 und hast Dein ganzes Leben noch vor dir. Es muß doch einen Grund geben, das du so einsam und traurig bist. Ich glaube Dir gern wenn du schreibt, "du willst keinem weh tun". Ausreißen bringt dir auch nichts. Das Leben holt dich immer wieder ein. Ich war selbst auch an einem Punkt wo ich nicht mehr weiter wußte und konnte. Meine Frau ist seit vielen Jahren unheilbar Nervenkrank und wird daran sterben. Die Pflege ist nicht immer einfach. Ich selbst habe nach 45 Jahren Schichtarbeit auch so meine Probleme. Unsere Freunde sind fast alle nicht mehr da. Man fühlt sich dann irgendwie allein gelassen. Ich weiß also ungefähr wie es Dir geht. Ich habe mir einen Hund gekauft. Das war das beste was ich mir antun konnte. Er hört mir zu, spielt mit mir und wir gehen zusammen an die Luft. Vielleicht wäre das auch was für Dich. Du bist noch so jung. Geh raus und unternehm was.
Bleib nicht zuhause sitzen. Das ist das schlechteste was du machen kannst. Ich wünsche Die alles Gute

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Ich kann dich sehr gut Verstehen, denn ich mache gerade theoretisch gesehen ungefähr das gleiche durch. (Allerdings eher schwächer, in dem Sinne, dass sich z.B keine Schädigungsgedanken anderer Leute in mir bilden und ich auch relativ weiß, wofür ich genau Lebe). Das Problem ist, dass andere dir nur Teilweise helfen können. Ich sehe das Leben so: Du triffst Entscheidungen, erfüllst deine Träume, hast einfach Spaß am Leben und genießt es. Es kann dir keiner leider zu 100% helfen, das habe ich selbst schon erfahren. Du musst dir selbst helfen. Du musst selbst aufstehen. Du musst dich selbst ändern. All dies ist natürlich auf keinen Fall leicht, denn seine Gewohnheiten etc. zu ändern ist eine sehr schwere Sache, die ich selbst noch nicht zu 100% geschafft habe. Also wenn du dich selbst ändern willst, dann musst du es auch selbst tun. Psychiater etc. können dir wie gesagt nur teilweise helfen, dich auf den richtigen Weg zu bringen. Sie können dir einen Weg zeigen - Aber gehen musst du ihn selber. Tut mir leid, falls ich dir mit meinem Text nicht helfen konnte und ich hoffe das beste für dich.^^

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Okay ich  habe den Text bis zum Ende gelesen.
Also ich bin ja nicht grade ein Psychiater. Trotzdem Versuch ich dir mal ein Rat zu geben. Das dir dein Familie nicht wichtig ist, stimmt nicht. Wenn du dir mal für ne Sekunde vorstellst das sie nicht mehr da währen, wirst du anders denken. Denn wenn du wirklich nich viele Freunde hast und keine Familie m, wärst du ja ziemlich allein.  Das ist aber kein Grund sein Leben aufzugeben. Jeder hat irgendwann eine Plan für die Zukunft und auch du wirst ihn finden. Mein größter Wunsch z.B währe es nach Amerika auszuwandern am besten mit der Freundin und dort in New York eine Restaurant mit döner und Bratwurst und so aufzumachen. Auch du wirst deinen eigen Traum für die Zukunft finden. Das du so emotionslos bist, und du das gefühl hast, das du keinen Freunde brauchst, kommt daher, weil du selber nie von Freunden das Gefühl bekommen hast selber gebraucht zu werden. Dagegen hilft eigentlich nur ne Beziehung. Ich bin zwar ein Kerl und deshalb nicht so sentimental aber es gibt eigentlich nichts schöneres als wenn du einen Partner hat der dich liebt und der dir das Gefühl gibt das du was wichtiges in seinem Leben darstellst. Auch du wirst so jemanden finden.

Zum Abschluss kann ich dir nur sagen:
Reiß dich zusammen und höre auf an dir selber zu Zweifeln. Wenn du einen anderen Mensch sein willst dann Versuch es doch einfach. Sei der der du sein willst. Niemand wird dich hindern. Und wenn du anfängst dich für Leute und ihr Leben zu interessieren werden es die Leute auch bei dir.

Kopf hoch das wird schon werden :)

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Ich (16, m) kann dich vollends verstehen. Glaub mir, mit deinen Gedanken bist du nicht allein!

Für was lebst du eigentlich? "Deine Geschichte hält dich am Leben" (drastisch ausgedrückt)? Ach, so ist das. Das nennt sich dann wohl Hobby, Kreativität oder viel eher das Ausleben der eigenen Persönlichkeit. DAS ist zweifelsfrei einer der vielen Gründe, für den du lebst, wenn dir diese so wichtig ist. Daran ist absolut nichts lächerlich.

Ich habe auch keine Freunde außerhalb des Internets. Außer einen, den ich zehn Mal im Jahr sehe und auch keine ernsten Gespräche führe - joa, seems legit.

Den Grund, weshalb du lebst, dein Weltbild, das liegt ganz allein bei dir. Lebe für dein Hobby, lebe für die Liebe, lebe für das Helfen, lebe für den Spaß. Habe Freude an dem, was du tust, und der Rest kommt meist von allein. Das Leben ist eine Einbahnstraße und du wirst im Prinzip dazu gezwungen. Es steht außer Frage, dass du neue Leute kennen lernst, neue Ideen aufnimmst, sich deine Interessen wandeln und dein Welt sich ggf. verändert.

Lebe aber, um dies mitzuerleben.

Gegenfrage: Wozu bist du tot?

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Kommentar von GlassySky
09.11.2015, 00:58

Was wenn meine Geschichte ein Ende findet? Ich wüsste nicht was ich dann noch soll, ich versuche weiter zu schreiben, jeden Tag, schon seit einem Jahr. Wie lange soll ich warten bis sich 'meine Welt verändert'? Soll ich am Ende nach Jahrzehnten enttäuscht aus dem Leben gehen ohne das etwas passiert ist während ich gewartet habe? Das wäre umuso enttäuschender für mich. Wozu ich tot bin? Diese Frage kann ich dir leider nicht ganz beantworten. Aber eines möchte ich sagen.. Viele meinen das Leben ist kurz, kann sein, und vielleicht weiß ich das nichtmal zu schätzen da meines nur wie ein grauer lang gezogener Film an mir vorbeizieht. Ich weiß das es Leute gibt die traurig währen wenn ich nichtmehr da bin, aber warum interessiert es mich nicht andere traurig zu machen? Mir ist bewusst was ich aufgebe, und vielleicht werfe ich sogar vieles weg was mir hätte helfen können. Hier und dort stirbt mal einer, und mir kommt es vor das Menschen nur geboren sind um irgendwann zu sterben. In diesem Falle wäre ich tot zu nichts. Genauso wie ich zu nichts Lebe. Diese Geschichte wird irgendwann ihr Ende finden. Ich brauche etwas reales, etwas was mir die wirkliche (wie alle sagen) 'schönheit' dieser welt zeigt, und nicht die, die ich mir in meinen Gedanken erschaffe.

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Deine Geschichte macht mich traurig :'( sehe das Leben als Geschenk, mach was drauß! Hab Spaß, mach das auf was du Lust hast. Egal was! Dich kann keiner hindern! Das ist dein Leben, Und man lebt nur einmal. Wie gesagt, unternimm was! Das motiviert dich bestimmt wieder!

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Kommentar von GlassySky
09.11.2015, 00:30

Für mich ist das Leben mehr Hölle als Geschenk..Ich weiß nicht woran ich Spaß habe, vermutlich sogar daran anderen weh zu tun. Ich weiß nicht was ich will und tun möchte. Ich brauche einfach einen Anfang um das ganze zu ändern...irgendwie..

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Bin zwar M/15, aber mir gehts genauso. Freunde sind sowieso alle keine richtigen, emotionlosigkeit hoch 10 und eine normale Familie.
Hoffe auch das sich was ändert wenn die Schulzeit erstmal vorbei ist, bis dahin Musik hören und (bei mir zumindest) animes schauen.
Wünsche dir viel glück!:D

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Fühl mich fast genau so ... Können ja mal auf whatsapp schreiben hätte paar Tipps für dich bin ebenfalls 15

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Dieses innere Loch , was du hast , das hat Gott eingebaut in dich , damit du ihn suchst . Wenn man auch alles hat im Leben ,aber Gott nicht , dann bleibt dieses Loch . Bei einem Leben als echter Christ wirst du eine Sinnerfüllung erleben , daß du strahlst und ganz verändert wirst.

 Du möchtest aus deinem beschriebenen Zustand heraus kommen , weil du merkst , daß das alles öde ist   Der kürzeste Weg das zu finden geht über die Bibel . Lies das Neue Testament im heutigen deutsch übersetzt ,dann wird dir zuerst mal der Sinn deines Daseins klar . Dann weißt du , woher du kommst und wohin dein Ziel ist .. Hilfe ist auch : www.gottkennen.com   Auch ich bin bereit , dir Fragen zubeantworten . Ich wünsche mir sehr , daß du Antwort findest auf alles , was (un-) ausgesprochen ist

 .Ich weiß nur eine Lösung : Werde Christ . Nicht eine Konfession , sondern ein Nachfolger Jesu . Dann werden deine Fragen beantwortet sein . Du gehst dann geliebt und geborgen durch das Leben , wirst für andere eine Hilfe sein !

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Wie wärs wenn du dir ein Ziel machst? Zb so zu leben das dir andere danken?

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Hast du freunde, essen einen platzt zum schlafen ?

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Kommentar von GlassySky
09.11.2015, 00:27

Wie gesagt, ich würde sie nicht wirklich Freunde nennen, aber ich habe das Gefühl das ich nichtmal welche brauche.. Ich habe essen und einen schlafplatz - ja :)

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