Für was habt ihr euch entschieden kaiserschnitt oder normale Geburt ?

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9 Antworten

Warum stellt sich dir überhaupt die Frage, "wählen" zu müssen?

Theoretisch gibt es keine ICD Diagnose "Wunschkaiserschnitt", die die Krankenkasse bezahlt. Die (Mehr-)Kosten müssten also von der Patientin selbst getragen werden. In der Praxis "findet" aber fast jede Klinik eine "medizinische" Notwendigkeit (und damit die Abrechnungsmöglichkeit mit der Kasse) um die Patientin als Kundin zu binden, in dem Wissen: "Wenn wir es nicht machen, macht es die nächste Klinik".

Auch wenn die modernen Techniken und der hohe Hygienestandard den Kaiserschnitt zu einem relativ problemlosen Routineeingriff hat werden lassen, gibt es Nachteile und Risiken gegenüber einer Spontangeburt:

Das Kind wählt seinen Geburtstag nicht selbst, kein Geburtserlebnis, Wund- und Narbenschmerzen nach der Operation (bis zur vollständigen Heilung vergehen rund sechs Wochen), rund einen Tag lang nicht aufstehen können, auf Hilfe angewiesen sein bei der Versorgung des Babys, Urin-Katheter und eventuell eine Drainage für die Narbe, längerer Klinikaufenthalt.

Es besteht ein höheres Risiko für eine Thrombose oder Embolien. Das häufigste Problem nach der Operation ist eine milde Darmträgheit, gelegentlich gibt es Probleme bei der Entleerung der Blase, eventuelle Blasenentzündungen müssen behandelt werden, nach einer Operation kann es zu Wundinfektionen kommen.

Eine weitere, seltene Gefahr ist ein möglicher hoher Blutverlust bis hin zur Gebärmutterentfernung, in seltenen Fällen werden während der Operation andere Organe wie die Blase oder der Darm verletzt, was eine weitere Operation nach sich ziehen würde.

Als mögliche Spätfolgen nach einem Kaiserschnitt sind wie nach jeder Operation die Risiken von Wucherungen und Verwachsungen gegeben, die zu ständigen Unterbauchschmerzen führen können.

Die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Kaiserschnittes, einer Plazenta praevia oder einer manuellen Plazentalösung in der nächsten Schwangerschaft ist höher.

Gelegentlich wird das Kind beim Kaiserschnitt verletzt und hat häufiger Atem- und Anpassungsstörungen. Kaiserschnitt-Kinder von Müttern mit bekannten Allergien haben ein siebenfach erhöhtes Risiko, ebenfalls eine Allergie
zu haben.

Außerdem stärkt die natürliche Geburt das Immunsystem des Kindes, da der Darm des Babys, der bis zur Geburt keimfrei ist, dabei (im Gegensatz zum Kaiserschnitt) mit immunologisch wichtigen Bifidus- und Lactobazillen aus dem Geburtskanal der Mutter besiedelt wird.

Neue Studien belegen, dass Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kamen, ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Typ 1 Diabetes haben als Kinder, die spontan entbunden wurden.

Schau auch mal unter

http://www.frauenarzt.de/1/2008PDF/08-06/2008-07-06-schneider.pdf

Aus ganzheitlicher Sicht wird vom Kaiserschnitt abgeraten, da man die Wehen als Vorbereitungsphase für den Eintritt ins Leben sieht.

Auch der psychologische Faktor einer natürlichen Geburt ist für eine Frau nicht zu unterschätzen. Seine eigenen Kräfte zu erkennen und sagen zu können "Das habe ich geschafft" ist unglaublich bereichernd.

Der Kaiserschnitt ist eine sehr gute Alternative für Notfälle unter der Geburt, wenn Gefahr für Mutter oder Kind besteht. Die WHO schätzt, dass dies in etwa 10 bis 15 Prozent der Schwangerschaften zutrifft und hält deshalb eine Kaiserschnittrate in dieser Höhe für vertretbar.

Anscheinend muss man Frauen nur lang genug einreden, dass sie nicht gebären können, denn in Deutschland schwankt die Kaiserschnittrate der einzelnen Kreise zwischen 17 und 51 Prozent (im Schnitt kommt also fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt auf die Welt).

Alles Gute für dich!

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Die Entscheidung einer Sectio sollte nur im Raum stehen,wenn Komplikationen bei der Geburt abzusehen sind. Eine gute Klinik und behandelte Ärzte werden auch immer darauf hin weisen. Alles Gute 

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Meine Frau (eher zierlich) sagte gleich zu Anfang, daß sie einen Kaiserschnitt möchte. Sie hatte Angst, daß das Kind nicht durch's Becken passt.

Bei der Kreißsaalführung haben wir ganz kurz mit dem Chefarzt gesprochen. Der sagte, daß Allergien bei Kaiserschnitt-Kindern wesentlich häufiger auftreten. Außerdem, daß das Risiko einer Wochenbett-Depression deutlich höher ist.

Diese Argumente haben meiner Frau gereicht.

Zudem ist ein Kaiserschnitt eine Operation. Warum soll man sich aufschneiden lassen, wenn's nicht unbedingt nötig ist?

Klar, als Mann habe ich leicht reden - aber täglich werden tausende Kinder auf normalem Weg geboren.

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Also ich bin ein Mann. Aber normale geburt ist viel besser. Wenn man ein kaiserschnitt macht. Kann man nur (soweit ich weiß) 2 Kinder bekommen.

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Ich hatte bisher 2 Hausgeburten - sprich "natürliche Geburten" ohne PDA und Schmerzmittel.

Ein Kaiserschnitt steht für mich gar nicht zur "Wahl".

Ein Kaiserschnitt sollte nur dann erfolgen wenn es medizinisch notwendig ist.

Ich finde es traurig, dass es heutzutage "normal" ist sich ohne medizinische Grundlage für einen KS zu entscheiden.

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Wenn medizinische Gründe vorliegen, wird man sich für einen Kaiserschnitt entscheiden, ansonsten nicht.

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3 x natürliche Geburt, ein Kaiserschnitt sollte nur zur Wahl stehen wenn es medizinisch notwendig ist. 

Und ich hatte keine leichten Geburten, würde diese Erfahrung aber nicht missen wollen. Das beste was ich je erlebt habe

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Normale Geburt, weil Mutter Natur das nun einmal so vorgesehen hat.

Aus meiner Sicht ist ein Kaiserschnitt nur mit medizinischen Gründen zu rechtfertigen.

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2x für einen geplanten Kaiserschnitt. 

Warum? Weil es sicherer für Mutter und Kind ist. 

Die meisten hier haben wohl nicht sonderlich viel Ahnung. Sollten sich mal die deutschen Leitlinien und alle aktuelle Studien vor Augen halten. 

Vorteile fürs Kind beim wks:

- geringere Sterblichkeit 

- kein Sauerstoffmangel und daraus resultierende spätfolgen 

- weniger Infektionen 

- weniger Verletzungen (nervenschädigungen, Knochenbrüche, Prellungen etc.) 

- seltener Blutvergiftungen 

- seltener hirnblutungen

- weniger Stress 

Vorteile für die Mutter:

- geringere Sterblichkeit 

- seltener Blutverlust 

- keine intimverletzungen 

- seltener Verletzungen der blase

- höhere Zufriedenheit bezüglich Geburtserlebnis 

- keine spätere Inkontinenz, Beckenbodenschäden 

- kein verändertes Sexualleben 

- weniger Wochenfluss 

Angebliche Risiken des Kindes, welches durch ks mehr krank sein soll, wurde in aktuellen Studien widerlegt. Wenn es erst ab 39ssw geholt wird auch nicht mehr anpassungsprobleme. 

Nachteile des wks? Ich kenne keine, selbst in nachfolgenden Schwangerschaften ist das Risiko von Totgeburt, Eileiter-ss und Fehlgeburt geringer nach wks als nach vaginaler Entbindung. 

Es sollte in jeder Studie zwischen geplanten ks und sekundären ks unterschieden werden. 

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