Für was braucht man in Städten wie Rostock, Freiburg oder Augsburg eine S-Bahn?

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12 Antworten

Ja, weisst du, gehst mal auf den Bahnhof Winterthur so um 7 Uhr und schaust die S12 nach Zürich an. Die fahren heute mit 12 Wagen Doppelstock. Und du findest nur schwer einen Sitzplatz. Obwohl Winterthur nur 100'000 Einwohner hat.

S Bahn bedeutet in der Schweiz, dichter vertakteter Verkehr und Halbstundentakt. In den Stossszeiten auch schon 1/4 Stundenbetrieb.

Warum brauchts das nun? Nun, schlicht und einfach, weil die Nachfrage da ist. Weil es der Strasse gegenüber konkurrenzfähig ist, weil es schneller ist und weil es billiger ist. 

Und weil du in Zürich für einen Parkplatz mindestens 200 Franken Miete zahlst pro Monat.

https://de.wikipedia.org/wiki/S-Bahn_Zürich

Zürich ist mit 380 km S Bahnlinien einer der grösseren in Europa.

GXleif 03.07.2017, 13:47

Bei der S-Bahn Zürich ist es ja verständlich, schließlich leben da ja im Umkreis auch mal gut 800k oder mehr. Die Frage war eher auf die S-Bahn Innsbruck in Österreich oder die S-Bahn Tessin bezogen.

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Lange würde das Auto bevorzugt. S Bahnen und Straßenbahnen würden durch Busse ersetzt.

Inzwischen merkt man, dass Elektro-Mobilität doch Vorteile hat. Eigenes Gleisbett, weniger Geräusche, keine Abgase, ruhige Fahrt.

Mikkey 02.07.2017, 17:31

weniger Geräusche

Das ist allerdings kein Argument für eine S-Bahn, die verursachen mehr und weiter tragenden Lärm als eine Autobahn.

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S-Bahn ist ja nichts anderes, als ein bestimmter Zug-Standard. Taktverkehr, i.d.R. behindertengerecht... Bahnverbindungen gibt es ja in den meisten Städten. Oft sind die Gleisstrecken ja bereits eh vorhanden. Die S-Bahn Netze beinhalten ja oft auch mehrere Städte.

Verwechselst du dass evt. mit Straßen- oder U-Bahnen? Die lohnen sich dagegen nur in großen Städten, wo ein großer Bedarf an Strecken innerhalb der Städte besteht.

Naja, die Zugverbindungen gibt es zu einem guten Teil ja schon. Wenn bestehende Regionalbahnlinien zu einem S-Bahn-Netz zusammengefasst werden, dann geht es primär darum, sauber durchzuvertakten, Qualitätsstandards bei den Fahrzeugen zu setzen, und teilweise dann auch Takte zu verdichten.

Allerdings wird der Begriff "S-Bahn" inzwischen arg überstrapaziert. Wenn man sich beispielsweise die S4 von der "S-Bahn Mitteldeutschland" anschaut und im Fahrplan sieht, dass die im mittleren Teil nur alle zwei Stunden fährt, dann bekommt man als Großstädter einen Lachkrampf. Gleiches gilt für die Hannoveraner S5, die bis nach Paderborn verlängert ist.

Bei der S-Bahn Rhein-Ruhr gibt es sogar das absurde Phänomen, dass ggü. den Fahrplänen von vor knapp 100 Jahren (wo es durchaus dort schon vertakteten Nahverkehr gab) das absolute Fahrtenangebot sogar heute niedriger, obwohl man mit "S-Bahn" eine Angebotsverbesserung erwarten würde...

In der Schweiz hat der öffentlichen Verkehr einen sehr grossen Stellenwert, so sind über 2.3 Mio Halbtaxabonnemente (entspricht der deutschen Bahncard 50) und über 400'000 GA (Bahncard 100) im Umlauf. Jeder Bahnbenützer entlastet doch die Strassen.

Ich kenne die Verhältnisse in Freiburg im Breisgau recht gut, alle 30 Minuten verkehrt eine S-Bahn mit mehreren 100 Sitzplätzen durchs Höllental hinauf nach Titisee. Die Bahnen sind immer sehr gut besetzt, die S-Bahnen werden in den nächsten Jahren, ua durch die Elektrifizierung nach Breisach, Endingen und Donaueschingen massiv ausgebaut.

Da der Individualverkehr zunehmend die Städte an ihre Grenzen bringt und Autofahrer nur umsteigen, wenn sie wirklich eine bequeme Alternative vorfinden, macht es durchaus Sinn, den ÖPNV auszubauen.

Für was braucht man dort eine so große Zugvertaktung?

Schau Dir mal die vorhandenen Verbindungen an. Die sind zu Stoßzeiten jetzt schon voll bis unters Dach und die Fahrgastzahlen kennen seit Jahren nur einen Trend, nach oben nämlich.

Der öffentliche Nahverkehr muß bundesweit massiv verstärkt werden um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

GXleif 02.07.2017, 21:28

Soweit ich weiß, sinken die Fahrgastzahlen aber Bundesweit, da es immer weniger Leute im geeigneten Kunden Alter gibt und viele mittlerweile die Bahn aufgrund der hohen Preise boykottieren.

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Damit die Städte sauber bleiben. Meist fahren S-Bahnen mit 100% Ökostrom. Z.B. in Hamburg (ist allerdings ne Großstadt).


um die Außenbezirke mit dem Zentrum günstig und schnell zu verbinden!

Dann komm mal nach Rostock und fahre einen Tag lang zwischen Rostock und Warnemünde hin und her.. Und am nächsten nimmste Dein Auto und machst das..

Und wenn Du Dir die Frage danach immer noch stellst, dann her damit.

1. die Verbindung innerhalb der bereits bebauten Bezirke zu verbessern.

2. neue Gebiete sind vielleicht in Planung und diese sollen schonmal erschlossen werden.

3. Zwischenvberbindung von mehreren Zentren, da der Indivdualverkehr dies mehr fordert.

Man will die Autofahrten reduzieren und muss nunmal attraktive Angebote schaffen

In Freiburg ist nicht in Planung, sondern es gibt zwei S-Bahnlinien. Einmal nach Breisach und einmal nach Elzach.

Betrieben werden sie von der Breisgau S-Bahn GmbH. Die Linie nach Breisach führt einmal südlich des Kaiserstuhl nach Breisach und auch nördlich des Kaiserstuhl über Riegel nach Breisach.


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