Für VW Multivan nicht ausgebaut, brauchen wir eine Batterie die mit 230 V geladen werden kann und auf 12 V geht, und relativ lang hält?

6 Antworten

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Das macht man mit einer sogenannten Zweitbatterie, die während der Fahrt mittels Trennrelais geladen wird. Für den "Standbetrieb" muss dann noch ein sogenanntes Automatik-Ladegerät angeschlossen werden.

Die Batterie sollte eine zyklenfeste Batterie sein, je größer, desto besser.

Die Kühlbox kannst Du eigentlich nur längere Zeit (z. B. über Nacht) über Batterie betreiben, wenn es eine Kompressor-Kühlbox ist. Alle anderen Kühlboxarten brauchen zu viel Strom, als dass man sie längere Zeit per Batterie betreiben kann. Eine Kompressor-Kühlbox kannst Du an einer 100 Ah-Batterie i. d. R. locker 48 - 60 h betreiben.

So ist es. Die Zyklenfeste Batterie nennt man auch Traktions- oder Antriebsbatterie. Ist so was, wie sie zB. in el. Rollstühlen... verbaut werden. Teuer, aber langlebiger.

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Ja das ist im Moment genau der Punkt die der Kühlbox... so wie ich die Erklärung von einem Verkäufer verstanden habe, sollten wir uns einfach eine nehmen die während der Fahrt 20 grad unter der Außentemperatur bleibt und dann wieder auf die genaue Gradzahl runterkühlt sobald wir wieder am Strom sind... die anderen gehen also nicht mit einer Batterie für einen Tag oder? Dann kann man sich das also sparen... ?

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Es ist im Grunde irrelevant was für ein Fahrzeug ihr habt. Wenn ich es richtig verstehe wollt ihr das ganze als Stand-Alone-System machen. Jeder Anschluss an die Fahrzeugelektrik wäre zwar machbar, würde es aber unnötig kompliziert und teuer machen solange ihr mit Sicherheit regelmäßig an 230 V Strom (also eine Steckdose) kommt. 

Ich rede hier jetzt von der simpelsten Variante und berücksichtige mal nicht die Möglichkeiten die den Komfort etwas, aber den Aufwand deutlich erhöhen.

Eine zusätzliche Batterie sollte immer so dimensioniert sein, dass sie maximal zu 50% entladen werden muss um den Strombedarf zu decken, es sei denn, es handelt sich um Lithium-Ionen Akkus oder ähnliches, die in der Dimension aber sehr teuer sind. Das heisst, eine 100 Ah Batterie sollte nur dann gewählt werden, wenn der zu erwartende Stromverbrauch ca. 50 Ah beträgt.

Euer größter Stromfresser dürfte die Kühlbox sein. So wie ich es verstehe handelt es sich um eine thermoelektrische Kühlbox wie sie regelmäßig zum Sommeranfang bei Aldi, Lidl, etc. angeboten wird. Diese kühlen mittels eines Peltier-Elementes. Das ist zwar im Kaufpreis sehr günstig und für den einen oder anderen Fall vielleicht recht sinnvoll, aber eine solche Kühlbox im Stand ohne Motor oder externen Stromanschluss per Akku zu betreiben ist idiotisch. der Energiebedarf ist schlicht zu groß (die Effizienz ist mies). Bei einer thermoelektrischen Box muss man mit 4-5 A rechnen. Das bedeutet dass eine 40 Ah Batterie bereits nach 10 Stunden komplett leergesaugt wäre (was wegen der vollständigen Entladung höchstwahrscheinlich zu Schäden an der Batterie führen würde).

Ihr solltet daher gucken, das ihr ein anderes Kühlsystem organisiert. Nicht ohne Grund sind Absorbersysteme bis heute die Klassiker in der Camper-Gemeinde, da sie sowohl an 12 V, als auch an 230V oder auch mit Gas betrieben werden können. Sie sind zwar nicht so effizient wie Kompresor-Systeme, aber wenn kein Strom in der Nähe ist kann man einfach eine Gasflasche oder Gaskatusche anschliessen. Ein Kompresorsystem ist genauso wie eine thermoelektrische Kühlbox immer auf Strom angewiesen.

Ums kurz zu machen: Besorgt euch für billig Geld bei Ebay oder sonst wo eine gebrauchte Absorbeikühlbox (neu sind die recht teuer) und verringert euren Strombedarf (selbst unter Berücksichtigung von Handy oder Tablet etc.) um gut 75 %. Dann reicht euch wahrscheinlich eine Batteriekapazität von ca. 30 Ah locker. Dann bleibt aber noch die Frage nach der Art der Batterie.

Es gibt die klassische Autobatterie. Die sind recht billig zu kriegen und vor allen Dingen kann man auch alte Batterien die als Starterbatterien ausgedient haben nutzen (bekommt man oft kostenlos in Werksttätten). Die habe aber das Problem das zum einen "ausgasen". Das heisst dass die Batteriesäure Gase freisetzt die man nicht unbedingt einatmen sollte. Zum anderen können sie zumindest theoretisch (mir selbst ist das nie passiert, aber es ist möglich) auslaufen wenn sie umkippen. Insgesamt sind die Dinger wirklich nur sehr bedingt benutzbar.

Dann gibt es Vlies-Batterien oder auch AGM-Batterien. In dem Fall ist die Batteriesäure in einem Vlies gebunden. Diese Akkus gasen nicht aus und können selbst unter widrigsten Umständen keine Säure verlieren (weil die ja gebunden ist). Die sind etwas teurer als normale Auto-/Starter/-batterien, aber noch recht preisgünstig. Vielfach werden Sie in Wohnmobilen oder Wohnwägen eingesetzt.

Die anderen Batteriesorten stelle ich jetzt mal nicht vor. Zum einen weil ich selbst der Meinung bin, dass AGM-Batterien der beste Kompromiss zur Stromversorgung im Campingfall sind, zum anderen weil wir dann die Sphären dessen verlassen was für euch überhaupt notwendig ist.

Was das Laden angeht: Sobald ihr an einer 230 V Dose seid ladet ihr eure Batterie mit einem stinknormalen handelsüblichen Autoladegerät das ihr in jedem Baumarkt bekommt. Nach Möglichkeit solltet ihr aber nicht gleichzeitig Strom abnehmen weil die Spannung währenddessen evtl. höher sein kann, was sich auf die Lebensdauer und/oder akute Funktionsfähigkeit eurer Geräte auswirken könnte.

jedes stinknormale netzteil für alle gleichstrom-kleinspannungen von 3 bis 24 volt ist ein 220 volt gerät. je höher die ladeleistung (in ampere) von so einem netzteil ist, umso schneller ist eine 12-volt-batterie geladen. kaufe dir eine zweite batterie mit ausreichend kapazität (ca. 40-60 Ah) und schließe sie an das bordnetz an, im parallel-betrieb ist dann genug power für's auto und für beide verbraucher vorhanden.

wenn der bully keinen anschluss für eine externe 12-volt-versorgung hat, dann kann man eine zweite batterie mit starthilfekabeln an der bord-batterie anklemmen.

je länger du vom stromentz unabhängig sein willst (oder musst), je größer muss die zweit-batterie sein (hoher Ah-wert - alledings auch hohes gewicht)

aber auf keinen fall in "reihe" schalten, also immer plus an plus und minus an minus.


60 Ah nenne ich nicht ausreichend,  sondern einen Witz. Im T4 California sind werksmäßig 2x 80Ah oder 1x 140Ah- Batterie als Zusatzbatterien verbaut.

Irgendein ungeregeltes Netzteil würde ich auch nicht zum Laden verwenden, sondern ein elektronisches Ladegerät.

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60 Ah um eine Kühlbox zu betreiben sind viel zu wenig. In der Praxis sollte man eh davon ausgehen, dass man nur 50 - 60 % der Nennkapazität aus einem Bleiakku entnehmen kann.

Die Kapazitäten von Starter- und Zweitbatterie zu addieren macht auch keinen Sinn, da man da sinnvoller Weise ein Trennrelais zwischenschaltet, welche die Batterien im Stand trennt, damit das Fahrzeug immer gestartet werden kann und nicht die Starterbatterie im Stand entladen wird.

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