FÜR oder GEGEN die Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe?

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Das Ergebnis basiert auf 19 Abstimmungen

JA, ich bin dafür !!! 68%
NEIN, ich bin dagegen !!! 31%
Ich weiss es nicht. 0%

16 Antworten

JA, ich bin dafür !!!

Hallo,

Hier auf gutefrage.net wirst du kaum ein repräsentatives Ergebnis bekommen. Aber ich antworte dennoch.

Ich bin definitiv dafür, da ich nicht verstehen kann, weshalb homosexuelle Paare andere Rechte als heterosexuelle Paare haben sollten. Sie sind genauso sich liebende Menschen wie alle anderen Paare auch. Da ist es nur fair, dass sie auch heiraten dürfen. Eigentlich ist es traurig, dass es so lange gedauert hat, schließlich gilt Deutschland doch sonst als sehr fortschrittlich. Und ob diese Entscheidung aus den richtigen Gründen getroffen wurde, ist auch fraglich. Aber letztendlich ist es egal, weshalb diese Entscheidung getroffen wurde. Das Ergebnis ist das Selbe. Und das ist gut.

Liebe Grüße

inilo1205 01.07.2017, 22:36

Danke für deine Antwort:)

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JA, ich bin dafür !!!

Das Problem ist: Die die dafür sind wollen die selben Rechte für die Gleichgeschlechtliche Ehe. Die die dagegen sind, für die ist eine Ehe etwas, dass nur zwischen Mann und Frau stattfinden darf.

Es gibt dafür schon ein paar Lösungen in einigen Ländern: Die Gleichgeschlechtliche Ehe darf nur als eingetragene Partnerschaft bezeichnet werden, dafür haben sie die selben Rechte, wie die anderen Ehe-Leute.

So z. B.: ist es in Österreich: Da heißt es dann nicht heiraten, sondern sie werden verpartnert. Eine Verpartnerung.

JA, ich bin dafür !!!

Ich kenne viele homosexuelle Paare und wünsche mir für sie die gleichen Rechte wie für mich und meine Partnerin. Wenn zwei Menschen sich lieben, gemeinsam ihr Leben verbringen und eine gemeinsame Existenz als Familie aufbauen möchten, sollte es ihnen offen stehen, diese Entscheidung mit einer Eheschließung zu formalisieren, mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten.

Es braucht nicht Mann und Frau, um Kinder großzuziehen. Und ein Zeugungsakt sollte nicht das Maß der Dinge sein: Ich kenne genug leibliche Eltern, die sich bei der Erziehung und Liebe zu ihren Kindern eine gehörige Scheibe von Adoptiveltern abschneiden können.

Die vorher existierende "eingetragene Lebenspartnerschaft" als (nach langem Gerangel nahezu) gleichwertige Parallelinstitution zur Ehe war zwar schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, bedeutete aber auch eine implizite Identifizierungspflicht der eigenen Sexualität beim Ausfüllen von Formularen. Dadurch, dass es jetzt nur noch eine Institution Ehe gibt, lässt hoffentlich das ewige Kategorisieren und "Unnormalreden" jeder Form von Liebe zwischen mündigen Erwachsenen endlich nach

inilo1205 01.07.2017, 22:44

Danke für deine Antwort! Ich stehe voll hinter deiner Meinung 

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JA, ich bin dafür !!!

Warum sollte eine Liebe zweier Menschen, die zufälliger Weise das gleiche Geschlecht haben, weniger bedeuten als die zweier Heteros?!? Es ist eine genau so große und starke Liebe, wie bei anderen auch. Vielleicht sogar stärker. Einfach ein Unding, dass es so lange nicht legal war. 

Herzlichen Glückwunsch an alle gleichgeschlechtlichen Paare. Ihr habt es euch verdient! So lange warten zu müssen, dass eine Liebe, die wirklich nicht zu unterdrücken ist, endlich auch mal mit dem Bund der Ehe besiegelt werden kann.

Ich hoffe später, wenn ich einmal Standesbeamtin werde, viele von euch trauen kann!

Ich freue mich darüber, dass gleichgeschlechtliche Paare nun endlich heiraten dürfen. Ich verstehe nicht, warum das mit der Anerkennung so lange gedauert hat. Was ist denn der Unterschied zwischen einem gleichgeschlechtlichen Paar und einem Heteropaar? Es sind zwei Menschen die sich lieben, warum also nicht?
Dass die Kirche es nicht okay findet mag ja sein - aber warum sollte die auch etwas gut finden, was gegen die Religion an sich ist. Ebenfalls okay. Die kirchliche Ehe bringt einem ja auch absolut nichts außer ner netten Feier, auf das Standesamt kommt es an. Und genau da hat es lange gehapert. Grade in einem so modernen, weltoffenen und fortschrittlichen Land wie Deutschland hätte das schon viel früher passieren müssen!

Jack19X1 01.07.2017, 22:55

Ja, stimmt. Aber die Kirche und die religiösen Führer werden zumindest darum kämpfen, dass es nicht ebenfalls als "Ehe" bezeichnet wird. Denen ist das Wort "Ehe" zu heilig bzw. wichtig. War ja auch in der Vergangenheit schon so oft der Fall.

Vermutlich werden sie es dann so ähnlich wie in Österreich es bezeichnen, als "eingetragene Partnerschaft", wo sie nicht heiraten, sondern verpartnert werden, dafür haben sie die selben Rechte, wie Hetero-Paare.

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soissesPDF 01.07.2017, 23:06
@Jack19X1

Wie mn das hernach nennt ist nicht so relevant, sondern was ist eine Verfassung.
Die lässt sich nicht beliebig ändern, dafür gibt es Regeln die eingehalten werden müssen.
Falls nicht, haben wir bald keine Verfassung mehr (oder 1933 läßt grüßen).

Das BGB ist beliebig änderbar, das ist gerade das was die Politik gemacht hat.
Eine Verfassung ist eine andere Baustelle, eine Hürde die sich die Politik nicht getraut zu nehmen.

Das nennt sich Politikversagen.

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JA, ich bin dafür !!!

Weil es eine rein formale Sache ist.
Wegen des Adoptionsrechts, das zur Zeit auch nur reine Schikane für homosexuelle Paare ist, und ich weiß nicht welcher anderen nichtigen Kleinigkeiten, so einen Affen daraus zu machen, kann ich nicht nachvollziehen.
Die Argumente dagegen kann man alle wiederlegen.

JA, ich bin dafür !!!

Definitiv dafür, weil jeder das Recht zu lieben und zuheiraten wenn er/sie will.

Außerdem hat niemand einen Nachteil davon, daher wäre es unnötig es zu verbieten.

inilo1205 01.07.2017, 22:30

Bin genau deiner Meinung!

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JA, ich bin dafür !!!

Selbstverständlich bin ich dafür. Es spricht ja überhaupt nichts dagegen.

NEIN, ich bin dagegen !!!

Die Frage ist nicht, wer da wen liebt, sondern was Recht ist.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ehe-fuer-alle-bundesverfassungsgericht-koennte-das-gesetz-noch-kippen-a-1155327.html

Das Verfassungsrecht, nur auf das kommt es an, setzt das BverfG und genau nicht Politiker.

Genau das wäre Aufgabe von Schule und Bildung, über den Wert einer Verfassung zu unterreichten, nicht über den Wandel des Zeitgeistes.

Llandyl 01.07.2017, 22:51

Im Grundgesetz steht nur, dass Ehe und Familie unter besonderem Schutz stehen. Nirgends steht dort, dass eine Ehe zwischen Mann und Frau geschlossen sein muss. Somit müsste das Verfassungsgericht m.E. im Zweifel für die Ehe für alle stimmen.

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soissesPDF 01.07.2017, 22:55
@Llandyl

Lies den Link, dann siehst Du klarer wo die Hürden liegen.
Ohne das BverG wird es nicht ausgehen, das setzt die Regeln in fortlaufender Rechtsprechnung.

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Llandyl 01.07.2017, 23:04
@soissesPDF

Habe es gelesen und da steht eben auch, dass:

1. Sofern keine Klage eingereicht wird eine Billigung durch das Verfassungsgericht automatisch erfolgt.

2. Das Verfassungsgericht bei einem Urteil von seinem bisherigen Standpunkt abrücken kann, da sich mit dem Gesetz die präzisierende Gesetzgebung ändern würde (siehe letzter Absatz).

Selbst im Falle einer Verfassungklage durch eine Gruppe ewig Gestriger würde ich hoffen, dass die Mehrheit der Verfassungsrichter den gesellschaftlichen Wandel zur Kenntnis nehmen und als entsprechenden Verfassungswandel in ein Urteil einfließen ließen.

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soissesPDF 01.07.2017, 23:15
@Llandyl

Der Punkt ist der, das BverfG hat die alleinige Kompetenz das Verfassungsrecht zu setzen, nicht der beliebige Standpunkt von Politikern.

Ob und wie das BverfG urteilen wird bleibt abzuwarten, das ist keine Frage für den Boulevard.
Entscheidend ist der Respekt vor der Verfassung.
Ohne diesen würde sie beliebig (zuletzt geschehen 1933).

Alles was die Politik jetzt in Szene gesetzt hat ist Rechtsunsicherheit.
Karlsruhe lässt ich nicht vor Fakten stellen und zwingen, weil es seine Aufgabe ist das Grundgesetz zu schützen.

Gerade und ausdrücklich bei den Artikeln 1-20, sind die zu nehmenden Hürden gewaltig, aus gutem Grund.

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Parquet 02.07.2017, 02:29
@Llandyl

In der Tat: im GG steht nur "Ehe". Es steht dort nicht, dass das nur eine solche zwischen Männlein und Weiblein sein darf. Es steht dort aber auch nicht, dass eine Ehe nur zwischen zwei und nicht etwa drei oder mehr Beteiligten geschlossen werden kann oder dass der, der bereits verheiratet ist, am Abschluss einer weiteren Ehe gehindert sein soll.

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soissesPDF 02.07.2017, 03:27
@Parquet

Ändert nur alles nichts daran, das nur das BverfG darüber urteilen kann, nicht der Zeitgeist und nicht nicht juristische Laien.

Das Recht ist gewöhnlich codifiziert, weshalb es Gerichte braucht, die Dinge auszuurteilen.

Die Politik hat nur das BGB geändert, da sie die Verfassung nicht nach belieben ändern kann.
Im Ergebnis hat sie ein grundgesetzwidriges Gesetz geschaffen, nichts weniger als Rechtsunsicherheit.

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Parquet 06.07.2017, 07:12
@soissesPDF

Genauso ist es. Die lieben Kollegen vom BVerfG entscheiden (ich bin nämlich alles andere als ein juristischer Laie). Und die müssen sich mit genau der Problematik auseinandersetzen, dass der Ehebegriff des GG, wenn er nach den beteiligten Geschlechtern geöffnet würde, auch in allen anderen bisherigen Begriffsmerkmalen, die immer auch Grenzen sind (in Definition steckt nun einmal Finis - die Grenze), geöffnet werden müsste. Denn warum sollte man die Schwulen den Bisexuellen, die Mann und Frau gleichzeitig haben wollen, oder den islamischen Paschas, die ganz viele Frauen und einen Lustknaben gleichzeitig haben wollen (Religionsfreiheit!) vorziehen und die Paschas und Bisexuellen dadurch diskriminieren.

Wie bei allen linksliberalen Zeitgeistquerschüssen fehlt auch bei der Ehe für alle das konsequente Durchdenken bis zum bitteren Ende.

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Tarsia 01.07.2017, 22:55

Hast du eigentlich auch gelesen, was in dem Artikel steht?

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soissesPDF 01.07.2017, 22:59
@Tarsia

Genau das ist das Problem.
Die Politiker kennen die Regeln die einzuhalten sind, der s.g. Zeitgeist erweist sich als hartnäckig nicht informiert.

Das Recht setzt allein das BverfG und nicht das Wahlkampfgedöns der Parteien.
Eine Verfassung ist kein Spielzeug.

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NEIN, ich bin dagegen !!!

Dagegen ! Ein Gebilde aus Mann und Frau ist Ehe.Stimmen die Zutaten nicht ,muß ein anderer Name dran.Wie die rechtliche Stellung ist,ist mir egal.Es wäre mir auch lieber gewesen,es würde ohne soviel Aufsehen gegangen sein.Noch lieber wäre mir ,man würde sich mal um Qualhaltung von Nutztieren,Gift in der Umwelt,die Sicherheit im Land  oder Altersarmut kümmern .Das sind auch wichtige Sachen?Oder nicht?

hydrahydra 02.07.2017, 03:57

"Ein Gebilde aus Mann und Frau ist Ehe." --- Und in Zukunft sind das auch Gebilde aus zwei Männern oder zwei Frauen.

"Wie die rechtliche Stellung ist,ist mir egal" --- Offensichtlich nicht, sonst wärst du ja nicht dagegen.

"Das sind auch wichtige Sachen?Oder nicht?" --- Klar... soll man deshalb andere Sachen vernachlässigen? Kann man sich jetzt nicht mehr darum kümmern? Was hat das überhaupt miteinander zu tun?

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NEIN, ich bin dagegen !!!

Klingt alles plausibel: jeder sollte den, den er liebt auch heiraten können; Liebe sollte nicht diskriminiert werden ...

Außer emotionalem Gewäsch ist das aber kein Argument. Warum sollte dann nicht auch die Vielehe möglich sein, oder die Hochzeit mit einem Tier, die Hochzeit mit einer Sache.

Auch bei der Vielehe lieben sich die Beteiligten und für einen gutverdienenden Mann kann es aus steuerlichen Gründen überdies äußerst attraktiv sein, über ein vervielfachtes Ehegattensplitting seine Steuerlast zu reduzieren. Warum sollte ein Mann und sein Harem von fünf Frauen nicht eine wunderbare Erziehungsleistung erbringen können?

Es gibt zoophile Menschen, die ihren Hund mehr lieben als jeden anderen. Werden die durch die aktuelle Rechtslage, die ihnen die Heirat mit ihrem Hund unmöglich macht, nicht unsäglich diskriminiert? Können solche Menschen nicht auch hervorragend für Adoptivkinder sorgen - zumal es auch sonst viele Alleinerziehenden gibt?

Wer einmal die Schleusen öffnet, um reinen Gefühlsregungen zu folgen, der sieht such irgendwann der brachialen Durchschlagskraft des Art. 3 GG ausgesetzt. Es gibt nämlich keinen Grund, eine Beziehung mit drei oder mehr Partnern einer solchen mit nur zwei Partnern vorzuziehen, oder es einem Menschen unmöglich zu machen, parallel zwei eheliche Beziehungen zu verschiedenen Menschen zu führen, denn auch bei solchen mehrpoligen Beziehungen ist Liebe im Spiel und geht es darum, füreinander einzustehen.

Gleiches gilt für den, der seinen Hund ehelichen will.

hydrahydra 02.07.2017, 03:54

Warum sollte dann nicht auch die Vielehe möglich sein, oder die Hochzeit mit einem Tier, die Hochzeit mit einer Sache. --- Weil Tiere und Sachen keine rechtsfähigen Subjekte sind, die einer Ehe zustimmen können (Stichwort: 'Ja, ich will!'). Unter den dummen und hirnrissigen 'Argumenten' gegen die Eheöffnung ist das nun wirklich das dümmste und hirnrissigste.
Und wenn dir wirklich kein anderes Argument gegen Mehrehen einfällt als 'Aber Homos dürfen doch auch nicht!', sollte man sich wirklich fragen, warum man das nicht einführt.

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Parquet 02.07.2017, 04:26
@hydrahydra

Es wird mittlerweile auch über die Rechtsfähigkeit von Tieren diskutiert.

Und warum sollte es nicht auch möglich sein, eine juristische Person zu ehelichen, also eine Stiftung oder eine GmbH?

Auch so kann man Steuern sparen. 

Das hirnrissige ist, zu verkennen, dass hinter dem klassischen Ehebegriff ein gesellschaftliches Ordnungsprinzip steht. Wenn dieser Begriff an einem Merkmal aufgelöst wird (hier: Partner verschiedenen Geschlechts), besteht kein Grund, es an den anderen nicht auch zu tun (nur zwei Partner; Exklusivität; auf gegenseitiger Liebe beruhend; nur natürliche Personen als Partner; ...). Damit aber ist die Ordnung passé und Art 6 GG wegen der Entgrenzung der ihm zugrunde liegenden Begriffe obsolet. Die Ehe könnte - was auch richtig wäre - komplett abgeschafft werden und dort, wo es erforderlich ist, könnte auf die Bedarfsgemeinschaft zurückgegriffen werden, die rein faktisch ohne darauf gerichteten Willen entsteht. Man könnte sich das überflüssige Ehegattensplitting ebenso sparen wie die ganzen dubiosen Zeugnisverweigerungsrechte.

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Parquet 02.07.2017, 04:50
@Parquet

Übrigens: Nirgendwo steht in der Verfassung geschrieben, dass Tiere nicht rechtsfähig sein dürfen. Drei kleine Worte in § 1 des BGB eingefügt und alles flutscht.

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Garlond 02.07.2017, 07:26

Weil es bei der Ehe darum geht, füreinander einzustehen, mit einer Ehe sind auch Pflichten verbunden, es geht nicht nur darum, dass man es Ehe nennen darf.

Es geht außerdem darum, dass für gleiche Menschen gleiches Recht gelten soll und kein Unterschied gemacht wird.

Dass auch mehr als zwei Leute eine Ehe eingehen können wird auch noch kommen, denn es gibt auch dagegen keine sinnvollen Argumente.

Was erwartest du denn, was sich schreckliches Ändern soll mit der Ehe für alle? Es gibt Länder, da geht das schon seit etlichen Jahren und die sind auch noch nicht untergegangen.

Polygamie geht nicht, weil man nicht mit zwei Ehepartnern den gleichen Ehevertrag erfüllen kann. Es spricht ja auch nichts dagegen, dass die drei Personen weiter für eine gemeinsame Ehe streiten.

Für all das was du Vorschlägst, kann man Streiten und mittels vernünftigen Argumenten abwägen ob es sinnvoll ist oder nicht.

Aber wie willst du der Welt klar machen, dass dein Kugelschreiber dich liebt? Wie soll er seine Meinung dazu abgeben, vielleicht hasst er dich ja in Wirklichkeit und du würdest ihn zur Ehe zwingen. Wer soll für ihn unterschreiben, hat er etwa einen Vormund? Was bringt diese Ehe? Geht er arbeiten und zahlt Steuern, so das ein Ehegattensplitting sinnvoll wäre? 

Diese deine Trotzreaktion, zeigt doch nichts anderes, als dass du keine sinnvollen Argumente gegen die Eheöffnung hast. Zwei Menschen gehen unter freiem Willen in gegenseitigem Einverständnis einen Vertrag ein, einen gemeinsamen Haushalt zu führen und füreinander einzustehen. Warum sollte das einigen Menschen vorenthalten bleiben?

Wenn es dir wirklich darum geht, dass auch einzelne Personen, die doppelt benachteiligt werden, weil sie zum einen für einen Haushalt alleine aufkommen müssen und zum anderen keine steuerlichen Vorteile haben. Warum streitest du dann nicht für die, sondern versuchst Personen, die in ihrem Streit um eine gerechtere Sache bereits etwas erreicht haben wieder etwas zu nehmen?

Ist es Neid, oder Missgunst? Was ändert sich dadurch für dich? Du wirst nicht besser wenn du andere Menschen schlecht machst.

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Parquet 06.07.2017, 07:33
@Garlond

Tja, und schon wieder begreifen die kranken und vernunftbefreiten Zeitgeisthirne nicht, dass die Ablehnung einer bestimmten politischen Entscheidung keine Ablehnung der davon begünstigten Personen darstellt.

Nur weil die Steuern nicht gesenkt werden liegt darin doch kein Hass gegen die Steuerzahler.

Ich bin selbst homosexuell und lebe mit meinem Freund zusammen. Deswegen muss ich aber nicht für die Ehe für alle sein. 

Und: niemand hindert Homosexuelle, zusammen zu leben, sich beizustehen, sich gegenseitig als Erben einzusetzen, etc. Der Eingehung einer Ehe bedarf es dazu nicht.

Übrigens: Warum soll Polygamie nicht gehen? Wer es sich finanziell und von der Libido leisten kann, sollte doch das Recht haben, sich eine über die Ehe legitimierte Mätresse leisten zu dürfen. Wenn Menschen in mehreren parallelen Arbeitsverhältnissen leben können, dann doch wohl auch in mehreren Ehen, zumal dann, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. Und wenn nicht: Scheidung geht immer.

Letzthin ist die Doppelehe nichts anderes als die Vielehe.

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Parquet 06.07.2017, 07:38
@Parquet

Es ist wie mit den Veganern und Vegetariern, obwohl der Mensch von Natur aus ein Allesfresser ist, gibt es doch tatsächlich Menschen, die sich entblöden, kein Fleisch zu essen.

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Garlond 06.07.2017, 09:05
@Parquet

Nein, wir wissen alle, dass keiner etwas gegen die Homosexuellen hat.

Nein, es geht auch nicht um eine Steuersenkung, es geht um die Gleichbehandlung aller Steuerzahler. Und ja, dass könnte man auch durch die völlige Abschaffung der staatlichen Ehe erreichen. Ich vermute aber es wird um einiges aufwändiger, bestehende Ehen zu anulieren, als nach und nach andere mit in das Eherecht zu integrieren.

Für Mehrehen sehe ich auch kein Hindernis, allerdings unter der Voraussetzung, dass alle beteiligten Personen damit einverstanden sind, also unter der Vorausetzung, dass alle Personen eine gemeinsame Ehe eingehen und nicht, dass eine Person Ehen mit verschiedenen anderen eingeht.

Das Argument mit den Veganern und Vegitariern würde dann greifen, wenn du für Nicht-Veganer/Vegitarier andere rechtliche Grundlagen schaffst als für Veganer und Vegitarier.

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Parquet 06.07.2017, 13:27
@Garlond

Die Ungleichbehandlung ist aber von der Verfassung so gewollt, denn die Ehe ist zu fördern, Art. 6 GG. Und die Ehe im Sinne des Grundgesetzes ist die ausschließliche Einehe zwischen Mann und Frau und gerade keine Beziehung zweier Männer oder zweier Frauen. In einem anderen Sinne hat der Verfassungsgeber, zu dessen Zeiten § 175 StGB aF noch galt die Ehe weder verstanden noch normiert. Und in genau diesem Sinne begreift das BVerfG die Ehe: "Allerdings kann die Ehe nur mit einem Partner des jeweils anderen Geschlechts geschlossen werden, da ihr als Wesensmerkmal die Verschiedengeschlechtlichkeit der Partner innewohnt (vgl. BVerfGE 10, 59 <66>) und sich nur hierauf das Recht der Eheschließungsfreiheit bezieht.", 1 BvR 1/01 - Verfassungsmäßigkeit des LPartG.

Wer nunmehr ohne formelle Verfassungsänderung den Bedeutungsgehalt des grundgesetzlichen Ehebegriffs abändern will, beugt das Verfassungsrecht. Wer am Grundgesetz vorbei durch Abänderung des BGB das Verfassungsrecht ungeht, handelt nicht anders wie einst Hitler, der sich um die formell weiter geltende Weimarer Reichsverfassung einen Dreck gekümmert hat. Und genau das ist der Vorwurf: Wenn, dann muss die Verfassung geändert werden mit all dem erforderlichen Aufwand und den notwendigen qualifizierten Mehrheiten (die man ggf. auch nicht erreichen kann).

Es ist so, als würde man den Eigentumsbegriff per Änderung des BGB so abändern, dass anders als nach dem (bisherigen) Verständnis des Grundgesetzes das Eigentum nicht mehr nur an Sachen, sondern auch an Menschen möglich wird. Und im GG steht in der Tat nur etwas von Eigentum, nicht aber von Sacheigentum! Folglich dürfte das Eigentum an Menschen von Art. 14 GG geschützt sein.

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JA, ich bin dafür !!!

Ja ich bin dafür

Jeder sollte die Person lieben können, die er liebt

Dafür. Nicht weil ich explizit der Meinung bin, dass "jeder den lieben und heiraten sollte, den er/sie BLABLABLABLA"

sondern weil es mir schlicht sche**egal ist wer mit wem und mich die ganze Thematik nervt.

JA, ich bin dafür !!!

...weil in einem demokratischen Staat nunmal alle Menschen gleiche Rechte haben müssen.

wabco24 01.07.2017, 22:30

Tja...Du weißt aber, dass selbst in Deutschland (das ja nun mal für Demokratie steht) auch nicht alle die gleichen Rechte haben?

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hydrahydra 01.07.2017, 22:32
@wabco24

Klar... sagt ja auch niemand, dass mit der Eheöffnung nun alles perfekt ist. Aber nur weil es an der einen Stelle noch Defizite gibt, heißt das ja nicht, dass man die an anderer Stelle nicht beseitigen sollte.

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Also wenn Menschen heute immer noch auf ihre Sexualität reduziert werden und das im 21 jh in DEUTSCHLAND wo ja ,,jeder so gleichberechtigt'' ist das schon arm das zu verbieten!

Ich gebe hier keine Meinung ab zu einem beschlossenen und durch das Bundesparlament abgesegnetem Gesetz.Da könnte man ja alle Gesetze nach einer Meinung hinterfragen..Diese Frage ist irrelevant.Die Frage ist,welche Auswirkungen dieses Gesetz nach sich ziehen wird-In Sachen Adoption zB.

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