Für immer tot?

12 Antworten

Ja, man sollte Angst vor dem Tod haben.

Dein ganzes Wissen, deine Identität, alles was du bist ... das ist mechanisch in Form von Synapsen, die Position, die Verschaltung usw. gespeichert.

Das ist also ein elektrochemischer Prozess der da stattfindet und die Daten werden durch die Lage der Synapsen entsprechend gespeichert.

Du kannst dir das so vorstellen dass man von seiner Geburt an unentwegt aus Streichhölzern ein Gebilde aufbaut, es immer wieder mal etwas verändert und somit einen mechanischen Konstrukt erschafft.

Wenn dieser mechanische Aufbau, also die Materie (Eiweißverbindungen) zerstört werden, dann sind auch alle Informationen weg.

Wenn du geboren wirst, dann bekommst du eine winzige Basisausstattung die es dir ermöglicht Dinge nachzuahmen und zu lernen. Du saugst in den ersten Lebensmonaten massenweise Informationen aus deiner Umgebung auf.

Du hast wahrscheinlich die Hoffnung dass das Wesen eines Menschen irgend wie weiter existiert. Ist aber nicht der Fall. Wir Menschen sind etwas besser als der Bakterienfilm in der Innenseite eines Wasserrohres. Wir können komplexere Dinge machen und haben auch eine gewisse Vorstellung davon wer wir sind und was um ins drumrum passiert.

Dieses sterben und neu erschaffen, das ist der Entwicklungsprozess der es uns ermöglicht unsere Physiologie auf sich ändernde Umweltveränderungen fortlaufend anzupassen.

Wenn man dich jetzt in die Zeit von vor 100.000 Jahren gesetzt hätte, dann wärst du sehr wahrscheinlich nicht angepasst genug um in der Umgebung effektiv zu überleben. Mit irgend welchen technologischen Hilfsmitteln vielleicht schon.

Es kann ja nicht sein das man einfach weg ist.

Warum??? Nur, daß man sich was anderes wünscht macht das noch lange nicht zur Realität.

Und mal ehrlich... die Vorstellung ewig (das kann sehr, sehr lange sein) in den Himmel oder die Hölle oder das Wasauchimmer einer bestimmten Religion gezwungen zu werden... vielleicht sogar einer ganz absurden die aber zufälliger Weise richtig lag... das finde ich auch erschreckend. Hier mal humorvoll was dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=MV5w262XvCU

Angst... eher vor dem Sterben. Das kann ziemlich doof sein, zu früh passieren und trotzdem lange weh tun. Vor dem Tod? Nein. Klar würde ich gerne (sehr) lange (möglichst gesund) leben... aber wenn ich mal weg bin, dann bin ich halt weg und die Welt geht ohne mich weiter. So wie es schon Milliarden Menschen vor mir ging.

Ich glaube an ein Wiedersehen im Himmel. Ich glaube an die Auferstehung. Ich bin Christ, ich glaube an ein ewiges Leben nach dem Tod. Ich habe keine große Angst vor meinem Tod. Das ich keine große Angst habe, das liegt an meinem Glauben. Ich bin daher der Ansicht, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist.

Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott und ein ewiges Leben nach dem Tod gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Richtig. Man wird nicht einfach weg sein. Von der Erdoberfläche erstmal schon, aber es wird ein Leben nach dem Tod geben.

Richtig auch, dass das Universum nicht schon immer da war. Gott hat es durch den Urknall erschaffen.

Ich finde es gut, dass du dich mit solchen Fragen beschäftigst.

Angst schon... Auf der anderen Seite kann ich mich davon nicht lähmen lassen. Denn sterben werden wir alle irgendwann, es gibt bis heute keine Methode einen wirklich Toten wiederzuerwecken. Und selbst wenn, würde er trotzdem irgendwann sterben. Vielleicht kann man in 500 Jahren Eingefrorene zurückholen und diese sind dann auch sie selbst (da gibts philosophische Ansätze zu), aber das würde denen nichts bringen, solange der Zelltod nicht unumkehrbar ist. Und dann stellt sich im Endeffekt die Frage:

Wozu? Wozu soll ich ewig leben? Das würde mir nur was bringen, wenn die Menschen um uns herum auch ewig leben würden. Ich find jetzt schon den Gedanken Scheiße, dass irgendwann ich oder meine Freundin alleine sein müssen weil einer von uns vermutlich vor dem anderen stirbt. Ganz zu schweigen von meinen Eltern, Großeltern, Geschwistern, Freunden, Bekannten... Darum würde mir das nur Freude bereiten ewig zu leben, wenn alle mit mir ewig leben dürfen.

Das geht aber nicht. Wir bekommen derzeit weder Krebs noch Alzheimer, ja nichtmal ein beschissenes Coronavirus in den Griff. Von ewig leben sind wir noch Jahrhunderte entfernt. Und deshalb mache ich das Beste aus der Zeit die ich habe, für mich. Es bringt mir nichts mich einzuigeln und drüber nachzudenken, ob ich in 50,60,70 Jahren tot umfalle. Oder dass bis dahin vermutlich 85% der Menschen die ich kannte und liebte schonmal vorgegangen sind, wohin auch immer.

Diese Frage nach dem "was kommt danach" kann auch niemand beantworten, es kam noch nie einer zurück. Entweder ist es nicht möglich, man ist weg oder es ist dort so schön, dass niemand zurück will. Oder man weiß es einfach nicht. Letztens kam mir die Idee, was wäre wenn wir eigentlich Energiewesen sind die irgendwo im Universum leben, die sich aber per Quantenverschränkung in biologisch aufwachsende Avatare einklinken. Als Forschungsprojekt, als Spiel, whatever. Finde die Variante auf jeden Fall cooler als das was die Bible sagt ;) Und wenn man "stirbt" ist das Projekt/Spiel vorbei, und man tauscht sich dann dort über seine Erfahrungen aus, sucht seine früheren Ingamefreunde/-Familie und startet dann die nächste Session. Und wacht ohne Erinnerung daran als chinesischer Fließband Arbeiter auf.

Fänd ich cool.

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