Für immer einsam sein... warum kann ich nicht einfach glücklich werden?

9 Antworten

Du schreibst, du fühlst dich "zum Autisten abgestempelt". Eine Diagnose zu bekommen sollte eigentlich eine gewisse Erleichterung sein, weil es dir (und anderen) sagt, dass du nicht spinnst oder einfach nur blöd bist oder was man sonst so Grausames über sich selber denkt. Außerdem kann man nur dann therapeutisch ansetzen, wenn eine Diagnose da ist. Also, lass dir helfen. Such einen Therapeuten, der sich mit Asperger auskennt, und versteht wie ihr tickt. Rede mit deinen Eltern.

So wie du schreibst, wirkst du sehr intelligent, klar und konzentriert. Ich sage immer zu meinem Sohn (auch Aspie), jeder Mensch hat 100 % bekommen, aber die Gewichtung der Begabungen ist sehr unterschiedlich. Niemand kann alles gleich gut. Ich bin sicher, dass du 1000x besser beobachten kannst als alle deine Klassenkameraden. Und dass du analytisch klarer denkst, logischer, genauer als andere. Es gibt viele verschiedene Arten von Intelligenz, und lass dir ja nicht einreden, du hättest da Defizite, nur die Gewichtung deiner Begabungen ist anders als bei Normos.

Es gibt da draussen jede Menge kluge Leute beiderlei Geschlechtes mit allen Nuancen von viel Aspie zu kaum Aspie zu gar kein Aspie aber mit Herz und Hirn....

Die Pubertät ist eine schwierige Zeit, für alle, aber danach wird es glaub ich leichter (bei uns war es so), weil die Leutchen um dich rum auch nicht mehr so albern und blöd bleiben. Dann findest du eher Zugang. Und ganz ehrlich: Wenn einer behauptet, er habe 254 Freunde, dann kann ich nur traurig finden, dass einer so doof ist, dass er Klicks mit Freundschaft verwechselt.

Ich wünsch dir alles Gute!

Als Autist "abgestempelt" zu sein kann dir in vielen Dingen helfen. Mir fing es auch erst nach meiner Diagnose an besser zu gehen. Vor etwa einem halben Jahr war ich genau in deiner Situation, die in meinem Fall dann auch noch in Gewalt endete. Danach bin ich in eine spezielle Autisten-Klasse gekommen, die mir schon sehr geholfen hat. Am liebsten hätte ich ja, dass alle Autisten diese Möglichkeit haben, da ich gemerkt habe, wie positiv das auf die Autisten wirkt. Leider gibt es in Deutschland nur zwei Schulen, in denen es sowas überhaupt gibt. Ich habe einige gute Freunde und auch meinen Freund in so einer Klasse kennengelernt. Doch ich denke, wenn du wahre Freunde finden möchtest, solltest du deinen Interessen nachgehen (in Clubs oder Kursen zum Beispiel). Dort kannst du einige Gleichgesinnte finden. Andere Autisten können dein Leben, z.B. durch ihre Erfahrungen, sehr bereichern. Du kannst bei ihnen, sowie bei deinen Eltern Hilfe suchen, um später ein selbstständiges Leben zu führen. Ob es nun Behördengänge, die Jobsuche oder das Bedienen einer Waschmaschine ist, was dir schwer fällt, denke ich, dass dir deine Eltern da beistehen werden. Du kannst ja auch eine Hilfe für Autisten für dich beantragen, da wird dann alles, worin du noch unsicher bist, mit dir besprochen und bearbeitet (im Sinne von "trainiert" oder "geübt"). Die Schulzeit ist immer am schwersten, wenn es dann ins "Erwachsenenleben" geht, wo man sich sein Umfeld mehr oder weniger aussucht, wird es wahrscheinlich einfacher. Meine Mutter sagte ja immer "Was sind 18 schlechte Jahre gegen 70 gute?"

"Abgestempelt" heißt in diesem Kontext, dass du falsch aufgeklärt wurdest (blöde Ärzte...). Mit Autismus wird man nicht abgestempelt, im Gegenteil, man wird per Diagnose über seine Besonderheiten informiert und kann sich in Foren und Büchern weiter schlau lesen.

Deine Autismus-Diagnose sollte der Anfang einer geistigen Suche sein - und zwar einer Suche nach dem eigenen richtigen Weg, nach der eignene Art fern abseits des Mainstreams, dem optimalen Beruf außerhalb der ausgelatschen Massenberufe, den richtigen (autistischen) Freunden.

Denn ein Autist ist weder besser noch schlechter als andere Menschen. Nur eben anders. Vermutlich bist du in manchen Bereichen besser als die Mitschüler, in anderen (Soziales, Sport und so) dafür etwas schlechter. Darum strebst du wohl auch keinen Beruf mit Menschen an, sondern eher eine Wissenschafts- oder Technikerkarriere, oder einen stillen Bürojob.

Dass du unter den NTs (den "Normalen") keine Freunde findest, ist eigneltich sogar ganz gut. Findest du deren Art wirklich so toll? Nichts gegen NTs, ich hab inzwischen ein paar NT-Bekannte ... aber andere Introvertiere und/oder Autisten würden sich besser mit dir verstehen, ihr könntet mit mehr Tiefgang vernünftigen Hobbys nachgehen.

Vielleicht gibt es in eurer Nähe eine Selbsthilfegruppe. Ansonsten schau dir mal ein paar Aspie-Foren an. Dort findest du die Leute mit denen du vernünftig reden kannst ohne schief angeglotzt zu werden.

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