Für Gott gibt es keine Zeit?

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9 Antworten

Im Grunde ist diese Definition von Gott schon sehr nah am Atheismus. Man spricht auch vom Pantheismus, wenn man das Universum selbst als Gott sieht und in Gott keine bestimmte Person.

Ich würde den Begriff Gott an dieser Stelle einfach ganz weglassen. Damit machst du dir dieses Thema deutlich einfacher.

Zeit existiert und ihren Ursprung hat sie im Urknall. Allerdings kannst du Zeit auch als eine Art vierte Raumebene sehen, nur aus unserer Sicht empfinden wir sie eben wie ein fortlaufender Prozess. Physikalisch sind wir nicht an diese Betrachtung gebunden.

Mittlerweile ist auch die Theorie immer verbreiteter, dass die Zeit kein einheitlicher Strahl in eine Richtung ist, sondern, dass sich das Universum bei jedem noch so kleinen Ereignis in mehrere Universen aufspaltet. Es gibt also für alles, was theoretisch hätte passieren können oder noch in Zukunft passieren könnte ein entsprechendes Universum. Alle existieren gleichzeitig, aber als Mensch nimmst du das nicht so wahr.

Du kannst es dir so vorstellen, dass dein aktuelles Gehirn nur in der Gegenwart existiert. Alle Erinnerungen, die es speichert, gehen auf die Unmittelbare Vergangenheit dieser Momentaufnahme zurück. Wenn sich das Universum in diesem Moment in zwei Universen und du dich damit auch in zwei Personen aufspalten würdest, würdest du es ja nicht merken, weil beide Gehirne beider Versionen von dir sich ja auch jeweils wieder nur an eine Vergangenheit erinnern.

Du siehst: Diese Themen sind sehr kompliziert: Das Universum ist um sehr vieles größer und komplexer, als wir denken und es uns vorstellen können. Sich da einen Gott hinein zu denken, macht nicht viel Sinn und vermenschlicht das Universum zudem unnötig. Außerdem muss am Anfang einer Kette von Ereignissen immer etwas einfaches stehen und nichts Komplexes. Ein Gott wäre in sich bereits komplex und man müsste zwangsweise die Frage nach seiner eigenen Entstehung aufwerfen.

Das Universum existiert nicht unseretwegen, sondern wir entstehen, weil uns das Universum aufgrund einer Reihe komplexer physikalischer Prozesse hervorgebracht hat. Und dass wir ein Bewusstsein haben, ist nichts Göttliches, sondern einfach der Tatsache geschuldet, dass unsere Gehirne extrem komplexe, biochemische Computer sind, die in der Lage sind zu lernen und eigene Schlüsse zu ziehen.

Das ist Pantheismus, ja. Wenn ES über allem steht und auch das Universum und die Zeit geschaffen hat, die ja nur hier existiert, wie ist ES dann entstanden? Was war davor? Weiss ES (Ich nenne es jetzt nicht Gott) wie ES entstand? Hat ES sich selbst erschaffen? Ich erwarte jetzt keine Antworten :) Ich frage mich das sehr oft...

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@Remo9999

Ich denke, dass man eine falsche Vorstellung von den Dingen hat, wenn man sich fragt, was "davor" war. Ich stelle mir das Universum wie eine Zwiebel vor. Jede Schicht der Zwiebel ist eine Zeitebene. Genau so wie das Universum expandiert, ist auch jede Zwiebelschicht ein wenig größer als die darunter liegende.

Ganz in der Mitte haben wir irgendwann einen Punkt, der unendlich klein ist und keine Vergangenheit mehr hat. Sozusagen der Ursprung von Raum und Zeit. Das macht die Frage nach der Zeit vor dem Urknall mehr oder weniger unnötig und erklärt, wie die Zeit durch den Urknall erst anfangen konnte zu entstehen, ebenso wie seit dem Urknall immer mehr Raum entstanden ist.

Und dieses Es macht die Frage wie gesagt unnötig kompliziert. Wir Menschen sind entstanden, weil wir uns aus einfacheren Lebewesen entwickelt haben. Ganz am Anfang gab es nur eine Art von einzelligem und sehr einfach aufgebautem Lebewesen.

Dieses Universum war im Grunde nicht mehr als ein Lipidbläschen, in die ein paar Aminosäuren geraten sind. Dieses einfache Gebilde kann unter den richtigen Bedingungen von selbst entstehen und ist bereits im Stande, eine einfache Evolution in Ganz zu setzen.

Das Universum mit all seinen Sternen wiederum ist ja nichts weiter als eine Ansammlung von Energie und Materie, die miteinander reagiert und Schwerkraft ausübt. Das gesamte Universum lässt sich mit einer Hand voll einfachsten Naturkonstanten erklären. Und am Anfang war dann halt der Urknall.

Dieses Modell entspricht dem aktuellen Kenntnisstand und wird von allen Messungen und Erkenntnissen, die wir mit modernster Technik über das Universum gewinnen, gestützt. Dass dieses Modell der Wahrheit extrem nahe kommen muss, zeigt sich auch dadurch, dass aufgrund dessen Vorhersagen über Dinge wie das Higgs-Teilchen oder Gravitationswellen gemacht werden konnten, die sich im Laufe der Zeit bestätigt haben.

Das Tollste daran ist aber, dass es lückenlos erklärt, wie aus etwas sehr einfachem selbstständig etwas sehr Komplexes wie das Leben entstehen konnte, ohne, dass es dazu eine bereits bestehende Intelligenz, einen Gott oder einen Schöpfer gebraucht hätte.

Grundsätzlich muss nämlich jeder, der die Welt erklärt mit etwas einfachem anfangen und ein Gott, der alles geschaffen hat, kann aus Prinzip keine Lösung sein, weil es dann einen weiteren Gott braucht, der diesen geschaffen hat. Der erste Gott muss also zwangsweise durch irgendeine Art Evolution entstanden sein. Aber du merkst, dass das Problem hierdurch unnötig kompliziert wird und ohne Gott hingegen so einfach und einleuchtend erscheint.

Ein Gott, der sich selbst erschaffen hat, ist keine Option, denn - und das wissen wir - Komplexität und Intelligenz (Und ein Gott müsste zwangsweise sehr komplex und intelligent sein), entstehen nicht plötzlich, sondern schleichend und nach und nach aus einfacheren Dingen. Ebenso unmöglich erscheint ein ewiger Gott, da es viel mehr Fragen aufwirft als es beantwortet, warum der Anfang von allem, etwas Komplexes, Intelligentes sein soll, das einfach so da war und nichts so einfaches und geordnetes, wie der Urknall, der quasi erklärt, wie aus dem Nichts etwas werden kann.

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Nicht für Gott, sondern bei Gott gibt es keine Zeit...

Gott schöpft und erschafft immer wieder Neues und beobachtet, wie sich alles entwickelt...

Gott ist zwar Allmächtig, aber nicht Allwissend...

Gott ist kein Kinderschänder und auch nicht für einen Atombombenabwurf verantworltich etc.pp...denn eine jede Seele ist ein Wesen mit Freiem Willen und Bewusstsein. Gott nimmt zwar über die energetische Verbindung zu einer jeden einzelnen Seele deren Energien wahr, ist aber weder die eine noch die andere Seele selbst und somit auch nicht verantwortlich für die Gedanken und Handlungen eines jeden einzelnen Seelenwesens...

Dass es nur ein einziges Leben gibt, ist ebenso ein Irrtum, den das Christentum wissentlich verbreitet, ansonsten würde sie somit einen Machtfaktor verlieren: Mitglieder resp. Anhängerschaft...

wenn sie von einer Seele und den Re-Inkarnationen Kenntnisse besäßen...

Gruß Fantho

Ich sehe Gott als ein ewiges Wesen, welches existiert. Um zu existieren, braucht es Raum und Zeit. Was es aber nicht existenziell braucht, ist Vergänglichkeit. Daher sage ich: Für Gott gibt es Zeit, aber keine Verhänglichkeit.

Da es "vor" dem Urknall weder Zeit noch Raum gab, gab es dann auch keinen Gott?

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@Termobar

Das steht analog zu der Frage, da es vor der Programmierung einer virtuellen Realität in dieser noch keinen virtuellen Raum und keine Zeit gab, gab es da auch noch nicht das Wesen, welches diese virtuelle Realität programmieren würde?

Die Antwort wäre zu beiden Fragen zumindest von der logischen Basis her dieselbe.

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@JTKirk2000

Das passt nicht. der Programmierer ist ausserhalb der virtuellen Realität. Jedoch, wenn du annimmst Gott braucht Raum und Zeit, nun, beides hat einen klaren Anfang. Wo war Gott somit "vor" dem Urknall? Da gab es Raum und Zeit nicht. Entweder ist also deine Definition das gott Raum und Zeit braucht falsch, oder auch Gott müsste bei dir einen Anfang haben.

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@Termobar

Das passt sogar besser, als Du offenbar glauben willst. So wie die Realität gegenüber einer menschgemachten virtuellen Realität übergeordnet ist, wäre das ewige Dasein, in welchem Gott existiert, gegenüber dem uns bekannten Universum übergeordnet, mit jeweils eigenem Raum und eigener Zeit.

Folglich gehen Deine Schlussfolgerungen ins Leere, weil Du schon die Basis nicht akzeptieren kannst oder willst, und das obwohl es mit dem Sinnbild bzw. Vergleich mit der VR eigentlich so klar es wie nur irgendwie möglich sein könnte.

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@JTKirk2000

So wie die Realität gegenüber einer menschgemachten virtuellen Realität übergeordnet ist, wäre das ewige Dasein, in welchem Gott existiert, gegenüber dem uns bekannten Universum übergeordnet, mit jeweils eigenem Raum und eigener Zeit.

Klar, definieren kann man wie man will, nur der Nachweis fällt aus. Kann Gott inerhalb seiner "Dimenasion" dann auch sterben und gibt es noch eine Ebene drüber, oder definierst du ihn willkürlich als Endpunkt?

Folglich gehen Deine Schlussfolgerungen ins Leere, weil Du schon die Basis nicht akzeptieren kannst oder willst, und das obwohl es mit dem Sinnbild bzw. Vergleich mit der VR eigentlich so klar es wie nur irgendwie möglich sein könnte.

Meine Schlussfolgerungen sehen anders aus, da ich nicht nach belieben definiere bis es passt. Ich versuche nah an der beobachtbaren Realität zu bleiben. Da verbieten sich halt unfundierte adhoc Metaversumshypothesen.

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Absolut, keine Zeit und keinen Ort. Wir erschaffen die Universen mit unseren Gedanken, das sind die Bausteine, die Energie allerdings dafuer stellt der alte Herr bereit. Von nix kommt nix.

Es gibt nur ein Leben und das dauert ewig, also ist immer Jetzt gerade das Leben am machen und tun und wir schauen zu und wundern uns.

Wir glauben zwar, dass wir das alles machen, aber das ist eine Einbildung unseres Verstandes, der uns laufend an der Nase herumfuehrt, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn du erfaehrst, dass du das Eine bist, was sich durch Leben ausdrueckt, dann bist du durch, der Herr Tolle ist schon gestorben, da ist niemand mehr, deswegen weiss er was Sache ist. Er ist ueber das persoenliche hinausgegangen und hat das Eine erfahren.

Bei Gott gibt es keine Zeit. Er braucht auch keine. Gott hat aber die Zeit erschaffen.

Was du aber am Anfang geschrieben hast. Oha. Völlig falsch liegst du damit. Was Gott bei dir alles ist. Das ist pure Blasphemie.

Die Frage ist an sich eigentlich sogar überflüssig, da man nicht weiß ob es Gott gibt. Ich glaube als überzeugter Atheist nicht daran, aber SO kann dir die Frage hier keiner direkt beantworten.

Ich denke dass alles was existiert Gott ist

Da kriegt man ja ein schlechtes Gewissen, wenn man einen Stein zerklopft.

Ich denke, dass Gott die Zeit, die Materie und den Raum überhaupt erst erschaffen hat und dass für Ihn die Zeit gleichermaßen abläuft oder vor Augen ist. Für uns sind diese Dinge aber nur schwer vorstellbar. Gott können wir m. E. erst ergründen, wenn wir einmal im Paradies bei Ihm sein werden und Er uns seine Weisheit, Kraft, Allmacht und Größe zeigen wird.

Was für uns eine lange Zeit ist, ist für Gott nur sehr wenig: "Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!" (2. Petrus 3,8).

Gott ist Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: "Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige" (Offenbarung 1,8)..

Was ich eigentlich meinte:
Gibt es für Gott so was wie Fortschritt?
Kann er sagen: Hey, jetzt schaffe ich mal ein Universum mit Dreihundert Zeitdimensionen und 18 Raumdimensionen und gehe in den Formes dieses Universums auf.
Oder hat er das und alles was möglich ist bereits hinter sich.

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