Für die, die es interessiert wie es heute weiterging bzgl. dem Kleinen

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3 Antworten

Hallo Quasimo,

recht turbulent geht es bei euch zu, da hast du Recht. Kannst du dich für die Zukunft damit abfinden, dass es schlimmstenfalls nicht viel besser werden wird? Erst wenn sich die Mutter mit der Situation abgefunden hat und sich einigermaßen arrangiert, kann Ruhe und Regelmäßigkeit eintreten.

Ihr müsst euch, bevor ihr das Kind zu euch nehmen wollt, genau überlegen, was ist das Beste für das Kind und könnt ihr ihm auf Dauer Unterstützung, Liebe, all das was ein Kind benötigt, geben? Könnt ihr die Unstimmigkeiten mit der Mutter mit all ihren Konsequenzen (Gericht, Polizei, Jugendamt) auf Dauer aushalten? Wie sieht es mit der finanziellen Seite aus?

Unterhalt kann man zwar einklagen, aber nur, wenn was zu holen ist. Was ist wenn die Mutter arbeitslos wird? Ich glaube, dass dann das Jugenamt den Unterhalt bezahlt. Da müsst ihr euch nochmals erkundigen.

Von einer Familienhelferin halte ich aus Erfahrung nicht sehr viel, weil diese nur stundenweise eingesetzt werden. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.

Die Mutter arbeitet mit allen Mitteln, Verzicht auf das Sorgerecht, gegen eine finazielle Unterstützung. Ihr liegt nicht sehr viel am Kind, eher am Geld. Davon kann man eigentlich ausgehen dass das Kind auch in Zukunft nicht besser von ihr betreut werden wird. Gut wäre das schriftliche Dokument darüber, aber auf jeden Fall notieren. Die schlechteste Lösung ist eingentlich, dass das Kind zur Mutter zurück geht.

Es gibt die Möglichkeit einer Pflegefamilie. Das Kind wird vom Jugendamt bei, Gefahr in Verzug, von der Mutter in einer Kurzzeitpfegefamilie untergebracht, bis eine Pflegefamilie für die Dauer gefunden wird.

Diese Pflegefamilie könnte auch die Familie der Großeltern sein, also ihr. Ihr würdet vom Jugendamt die finanzielle Unterstützung bekommen, das Umgangsrecht würde geregelt werden, das Jugendamt holt sich ggf. den Unterhalt von der Mutter wieder zurück. Regelmäßiger Kontakt zum Jugendamt besteht, wird aber mit der Zeit immer weniger.

Ich würde in eurem Fall, wenn deine Frau hinter dir steht und ihr bereit seid, gemeinsam für das Kind zu sorgen (der Sohn ist ja auch noch da und sollte seine Vaterrolle übernehmen), das Kind als Pflegekind in die Familie aufnehmen.

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Quasimo 25.03.2014, 17:32

Danke für Deine ausführliche und interessante Meinung!

Allen voran sieht es in der Tat so aus das, das Kindeswohl an erster Stelle und nicht von finanziellen Aspekten abhängig ist. Es spielt keine wirklich Rolle ob nun Unterhalt ja oder nein oder ob andere Leistungen vom Staat gewährt werden.

Allen voran ist der Kleine ein Stück von uns in einer nächsten Generation und so banal das klingen mag, genau so ist es. Die Frage nach Liebe und Zuwendung ist eine berechtigte, wobei da eher ich der bin der zu kurz kommt wenn der Kleine, wie momentan, bei uns ist :) Auch hier sehe ich kein wirkliches Problem.

Problematisch wird das ganze aber im Bezug auf die Mutter, heute eine finanzielle Unterstützung und der Verzicht auf das Sorgerecht .. ok... und morgen?

Es mag sein das die Mutter damit keinen Rechtsanspruch mehr hat, nur was hilft dieser wenn man das Kind nicht zur Ruhe kommen lässt?

Die Kernfrage die sich uns zurzeit stellt ist also nicht ob wir dem Kleinen das geben können was er braucht, von der Zuwendung über die notwendige Liebe bis hin zu wirtschaftlichen Gütern und / oder Kosten für Aus- und Weiterbildung, was wir bei Dreien wie wir finden erfolgreich geschafft haben werden wir auch bei einem 4. sicher hinbekommen, dafür steht schon alleine meine Frau zu 1.000% und natürlich auch ich.

Schwierig wird das ganze mit dem Verhalten der Mutter, lässt sie sich auf Dauer auf solche Vereinbarungen ein oder wird sie nach einer Zeit xy vor der Türe stehen mit neuen Forderungen oder mit Druck gegen den Kleinen?

Wir wollen und werden im Falle des Falles den Umgang mit der Mutter auf keinen Fall unterbinden, einen solchen halten wir wenigstens für genau so wichtig wie ein behütetes Zuhause für den Kleinen. Aber was eben kann passieren wenn die Mutter versucht den Kleinen zu einem Zeitpunkt xy für sich zu gewinnen, wenigstens den Kleinen aber stark verunsichert oder beeinflusst?

Das sind die eigentlichen Fragen die es abschließend zu klären gilt und für die man einen Weg finden muss um diese im Falle des Falles in den Griff zu bekommen, wohlgemerkt im Interesse des Kleinen.

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KittyCat2909 26.03.2014, 03:06
@Quasimo

Aber was eben kann passieren wenn die Mutter versucht den Kleinen zu einem Zeitpunkt xy für sich zu gewinnen, wenigstens den Kleinen aber stark verunsichert oder beeinflusst?

Ihr macht euch zwar aus gutem Grund Gedanken darüber, was evt mal passieren kann. Aber .. so leicht geht das nach einer gewisen Zeit bzw wenn ihr das Fürsorgerecht für das Kind bekommt, denn das könntet ihr bekommen, falls das Jugendamt so entscheidet bzw letzendlich ein Gericht, daß es zb zu einer Pflegefamilie kommen muß und ihr euch bereit erklärt es aufzunehmen- dann ist es soweit ich weiß nicht mehr so leicht es wieder wegzunehmen.

Erkundigt euch doch rechtzeitig beim Amt, wenn es soweit ist, wie es aussieht.

Die Frage ist eig, ob überhaupt ein Sorgerechtsentzug erwirkt wird, denn auch wenn die Mutter ( wobei immernoch zwei (!) dazu gehören und nicht nur ein Elternteil ) das Kind vernachlässigt - und oder mit dem Kleinen überfordert ist, bedeutet das nicht gleich, daß das Kind ( richterlich ) zwingend entzogen werden muß, auch wenn man das selbst evt anders sieht.

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Quasimo 26.03.2014, 17:46
@KittyCat2909

Wieder muss ich Dir Recht geben, genau auf den Standpunkt stehen wir auch und sehen natürlich den Schimmer der Hoffnung das die Mutter zur Vernunft und voll und ganz zu ihrem Sohn zurück findet, man wird sehen. Das in der ganzen Sache der Vater, unser Sohn, ganz klar keinen Deut besser einzuschätzen ist tut zwar weh, weil es der eigene Sohn ist, allerdings würden wir uns auf der anderen Seite selber in die Taschen lügen wenn wir das Gegenteil vertreten würden. Nun unser Sohn lebt bei uns, wie der Kleine momentan auch und wir nicht nur vom Kleinen, sondern auch von meiner Frau (seiner Mutter) gewaltig in die Pflicht genommen, gut so finde ich.

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Volkerfant 28.03.2014, 15:49
@Quasimo

Hallo Quasimo,

erstmal danke für den Stern.

Ihr müsst versuchen, eine gute Basis für Gespräche mit der Mutter und eine vernünftige Regelung für das Umgangsrecht mit dem Kleinen zu schaffen. Das passiert zusammen mit dem Jugendamt. Die Mutter und ihr müsst euch an diese Regelungen halten.

Es ist jedoch nie ausgeschlossen, dass die Mutter versucht, ihr Kind auf ihre Seite zu ziehen. Wenn sie anfänglich meint, dass ihr Schuld habt, dass ihr das Kind entzogen wurde, wird sie mit der Zeit einsehen müssen, dass das Kind bei euch besser aufgehoben ist, als bei ihr oder bei einer fremden Pflegefamilie.

Die Mutter wird mit der Zeit auch erwachsener und vernünftiger, und wenn nach einer gewissen Zeit Ruhe und Regelmäßigkeit eingetreten ist und die Wogen sich geglättet haben, lässt sie auch leichter mit sich reden und verhandeln. Sie hat dann einsehen, dass ihr nichts Böses mit ihr vorhabt und dass die Erziehung ihres Kindes in sehr guten Händen liegt.

Seid für Gespräche mit der Mutter bereit, zeigt ihr, dass ihr sie ernst nimmt, sie wird merken, dass sie auf einem Konfrontationskurs nicht weiter kommt, dass sie kooperativ sein muss, sie wird lernen euch als Unterstützung zu sehen.

Mit der Zeit kann man ja auch das Umgangsrecht lockern, wenn ihr seht, dass es angebracht ist, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Ich bin mir sicher, dass ihr nach guter Überlegung die richtige Entscheidung treffen werdet. Viel Glück und viel Kraft hierbei.

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Als Mutter von zwei kleinen Kindern (4,2 Jahre) kann ich Sie nur bitten das Kind zu behalten! Da ist keine Mutterliebe, wenn auch nur die Hälfte stimmt! Wie kann man sein Kind mit zwei Jahren irgendwo absetzen in der Hoffnung (oder der Gleichgültigkeit?!) das alles gut geht?? Schenken Sie Liebe! Woanders scheint das Kind sie ja nicht zu bekommen... da blutet einem das Herz!

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Quasimo 25.03.2014, 23:36

Ich danke auch Dir für Deine Meinung!

In der Tat ist das wohl wichtigste für so Kleine die Wärme und Liebe die sie normal in erster Linie von der Mutter aber auch vom Vater erwarten dürfen.

Ich glaube zwar nicht das der Kleine bei der Mutter nicht willkommen wäre, ich glaube aber das sie sich selber noch nicht gefunden und gefestigt hat, der Kleine leider wohl oft ein Glotz am Bein ist. Natürlich darf das nicht sein, aber die Mutter verteufeln glaube ich wäre nicht fair ihr gegenüber, unterm Strich ist auch sie ein Mensch mit Hoffnungen, Sorgen, Problemen und Fehlern, wie wir alle halt.

Natürlich wird der Kleine die nächste Zeit nicht bei der Mutter leben und dann wohl ein Gericht entscheiden wo er bleiben wird. Auf jeden Fall und egal wie die Entscheidung fällt werden wir, meine liebe Gattin und ich, immer ein wachendes Auge auf ihn haben und wenn es sein soll auch ein behütetes Zuhause (auch wenn er mir jeden Tag das Bad unter Wasser setzt :) ).

Ich kann hier Dir und allen anderen versprechen das uns nichts entgehen wird was den Kleinen anbelangt und nun auch die Kindesmutter weis, das wir mit Argusaugen über ihn wachen werden.

Ich würde ja gern mal ein Bild einstellen um zu zeigen wie er bei uns umhaut, also sein Kind sein genießt, werde mir das aber verkneifen da man das bekanntlich ja nicht machen soll.

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Da ihr vor allem zum Wohle des Kindes wie es aussieht die defintiv beste Lösung seid, würde ich keine Sekunde fackeln und den Kleinen zu mir nehmen.

Die Möglichkeiten habt ihr wie es aussieht, um dem auch gerecht zu werden.

Auf den Sohn/ Mutter einwirken scheint doch nichts zu bringen, wenn ein kleines Kind verwahrlost und nicht einmal ausreichend ernährt wird- geschweige die daraus entstehenden Beschwerden bemerken.

Warum nun die Eltern deinen Enkel so schlecht bzw nich vernünftig umsorgen ist ein anderes Thema. Aber das würde ich doch erst einmal ausser acht lassen- hier ist das Kind ( Euer Enkel ) wichtig.

Was Unterhalt betrifft wäre mit weiterem unnötigen Ärger zu rechnen, sollte man da auch nur von irgend etwas ausgehen- dann doch lieber darauf verzichten und dafür den Kleinen ganz zu sich nehmen wie ein eigenes Kind.

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Quasimo 25.03.2014, 00:44

Hmm... hmm.... hmm.... schluckt

Ich denke Du hast mit Deiner Meinung den Nagel auf den Kopf getroffen, allen voran meiner Frau aber natürlich auch mir nicht wirklich minder geht es ausschließlich darum das der Kleine alles bekommt was er braucht und wenn es sein muss ein klein wenig mehr. Wen man den "Stinker" sieht ist es eh um einen geschehen. Geld war nie ein Thema das zur Debatte stand, was soll man auch einer Mutter, einem Menschen nehmen der ohnedies nichts hat. Es geht wie Du schon schreibst um den Kleinen und wenn er zu uns kommen sollte, was wir nicht zu entscheiden haben aber dazu bereit sind, dann wäre es unser eigener Sohn im Herzen auch wenn wir den Umgang mit der Mutter nie unterbinden würden.

Danke für Deine Meinung!

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KittyCat2909 25.03.2014, 00:52
@Quasimo

Bitte gerne.

Dass ihr allgemein bereit seid, eurem Enkel die eig Eltern bzw die Mutter weiterhin den Umgang zu ermöglichen finde ich sehr gut und auch wichtig.

Sowohl dem Kind- als auch natürlich der Mutter ( wenn auch eine Rabenmutter ) sollte das Kind nicht vollständig entzogen werden.

Trotz allem würde es bei euch doch am besten aufgehoben sein- habt ihr doch selbst genug Erffahrung ein Kind groß zu ziehen, was man deutlich daran merkt, daß das Problem des Kleinen schnell von euch auf die Spur gekommen war.

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