Fünfjähriger wird im Kindi nicht akzeptiert

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14 Antworten

Ich habe in meiner Kindheit sehr häufig die Schulen gewechselt (schon 4 Grundschulen in den ersten 4 Jahren wg. Beruf  des Vaters) , also knapp älter als Dein Sohn, aber das Problem ist ziemlich gleich:

Bei jedem Umzug trifft man auf eine Gruppe Gleichaltriger, die bereits eine Einheit bilden und die nicht auf einen Neuankömmling warten. Die, die zuerst auf einen zukommen, sind diejenigen, die man nicht braucht, denn es hat einen Grund, dass sie nicht integriert sind.

Das war im Übrigen nicht nur auf der Grundschule so, das war auch im weiteren Leben so. Nach jeder Ortsänderung braucht man - in jedem Alter - ein Dreivierteljahr, bis man wieder seinen Platz gefunden hat. Das ist natürlich eine lange Zeit für einen 5-Jährigen, aber da müsst Ihr beide durch.

Und zum Trost: Sich alleine durchkämpfen zu müssen, stärkt fürs Leben. Das Beste, das Du tun kannst, ist, Deinen Sohn zu lehren, sich mit sich selber zu beschäftigen. Meine Mutter hat das damals getan (ich konnte mit 4 Jahren häkeln und die kleinste Patience legen), das war sicher mühsam, hat aber dazu geführt, dass ich im Leben nie gelangweilt habe - und zum Einzelgänger hat es auch nicht geführt.

user1673 25.03.2011, 08:47

Und fragt Euch mal, warum junge Männer durchschnittlich bis zum 28sten Lebensjahr (!!!) bei Mama wohnen bleiben. Weil Mama immer alles aus dem Weg geschafft hat , was den zarten Bub hätte stören können: Watte statt liebevoller Erziehung.

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Hallo madita, versuche dich mal in deinen sohn hineinzuveretzen: Umzug, Verlust der Freunde und Nachbarn, kein Garten mehr inder Stadt, kein alleine draußen spielen, Mama viel beschäftigt und gestresst ...

Euer neues Leben unterscheidet sich bestimmt sehr von dem vorherigen. Ich kann dein Kind verstehen, dass es zuhause bleiben will und Geborgenheit möchte. Das Problem wirst du nicht durch einen Kita-Wechsel aus dem Weg räumen, da dein Sohn erst über den Abschied von seinem alten, schönen Leben überwinden muss. Das kann dauern, je nachdem wie sensibel oder offen er ist.

Die Tipps mit Einladungen gehen in eine gute Richtung. Du kannst ihn morgens auch etwas eher bringen und in der Kita noch ein oder zwei Spiele machen. Dabei werden sofort einige Kinder mitmachen wollen und Kontakte entstehen. Sprich mal mit der Erzieherin darüber, ob das möglich ist. Sicher ist sie froh über jede hilfreiche Idee.

LG Asssi

Es ist immer schlau, Kontakt zu den anderen Eltern aufzunehmen. So bist Du und auch dein Sohn besser integriert. Habe ein bißchen den Eindruck, daß du nach dem Umzug "auch noch nicht richtig zu Hause" bist. Das macht es dann deinem Sohn nicht leichter.

Bestimmt gibt es das ein- oder andere Kind, das eigentlich ganz nett wäre. Ich würde versuchen, da mal privat, also abseits des KiGas Kontakte zu knüpfen und eins der Kinder mal einzuladen (und wenn es mit dem nix war, dann vielleicht ein anderes).

Oft ist es dann hilfreich, die ersten paar Minuten dabei zu bleiben und den Kindern "auf die Sprünge" zu helfen beim Spielbeginn, dann kann man sie meistens schon bald allein lassen. Gut wäre es, vorher bei der Mutter anzufragen, was denn der Sprössling gern spielt, damit man gleich den richtigen Start hat.

Natürlich ist das auch keine Garantie, daß es dann im KiGa besser klappt, aber ich würde es einfach mal versuchen, vielleicht ergeben sich ja doch ein paar nette Freundschaften.

Meine Schwester arbeitet als Kindergärtnerin. Ja, sie ist froh, wenn sie sich um ihre Arbeit (viele Kinder) kümmern kann und nicht ständig mit Eltern (1Kind, haben immer recht) diskutieren muß.

Allerdings solltest du dich weniger mit der Erzieherin beschäftigen, sondern eher mal mit anderen Eltern austauschen. Und fang das bitte positiv an, nicht mit irgendeiner negativen Aussage über den Kindergarten. Wenn du Kontakt mit den anderen Eltern hast, vielleicht auch Freizeitkontakt, dann ergeben sich auch weitergehende Kontakte zwischen den Kindern und dein Sohn findet leichter in eine Gruppe.

maditaaa 25.03.2011, 08:29

Das habe ich schon versucht, entweder die Eltern können kein Deutsch, haben fünf Kinder und sind überfordert oder sind einfach nicht an einem Kontakt interessiert weil berufstätig und wenig Zeit (wie ich übrigens auch) :(

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reiterhexe 25.03.2011, 08:36
@maditaaa

überforderte Mütter?? Prima .. die werden sich vielleicht auch freuen wenn sie eines ihrer Kinder mal jemand andres anvertrauen können. Nutze das, nimm Dir nachmittags mal frei und pass zusätzlich noch auf ein anderes Kind auf. Das ist dann quasi gezwungen Kontakt zu Deinem Sohn aufzunehmen... :-) Man könnte schon fast meinen dass man Wildtiere aneinander gewöhnen muß ;-)

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magni64 25.03.2011, 08:57
@reiterhexe

naja, Wildtiere... hm... ja, kommt hin :-)))

Aber wenn die Eltern sich querstellen, dann kanns bei den Kindern nicht anders sein. Und da nehm ich dich nicht aus, maditaaa. Da muß man sich eben die Zeit nehmen. Beim Abholen z.B.

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an deiner stelle würde ich mir eine andere einrichtung suchen! schau dir doch mal verschiedene kindergärten in eurer nähe an, besprich mit den erziehern die probleme und lass dich beraten ob er vlt in einer anderen einrichtung bessere chancen hat

versuche Kontakte zu knüpfen zu anderen Müttern aus dem Kiga und das die Kinder mal privat zusammen spielen.Dann hat er Freunde die auch im Kindergarten mit ihm spielen.Ich wünsche euch alles gute es wird schon werden!

Kindi?? Ich vermute mal Kindergarten (KIGA)

Wenn Du Dein Kind in einen anderen KIGA steckst wird er nur lernen schnell aufzugeben. So schwer das auch fällt.

Hilf ihm und mach einfach mal ein kleines Fest (nach dem Umzug ist das doch eine gute Einführung in die Nachbarschaft) und ladet andere Kinder und deren Eltern zu Euch nach Hause ein. Kaffee und Kuchen, Luftblasen, Gartenspiele, Fackeln und sowas. Der Jackoo Katalog hat auch Leihpakete für kleine Feiern mit Spielsachen.

Bring Deinen Sohn möglichst selbst zum Kindergarten, unterhalte Dich mit den anderen Eltern, knüpfe Kontakte, macht gemeinsam was aus (spazieren gehen, Spielplatz treffen usw) In Deiner Nähe wird sich Dein Kleiner vermutlich sicherer fühlen und auch etwas auftauen.

Vielleicht könnten ihm auch Bachblüten helfen. Stress ist so ein Umzug + neuer KIGA ja allemal.

Ansonsten: ab in den Turnverein, Fußball, KLJB, Pfadfinder, Lerngruppen für Frühförderung

Irgendwo wird sich schon ein Freund für Deinen Sohn finden. Und wo einer ist warten noch mehr :-)

Einfach selbst den Mut nicht aufgeben, wenn die Kindergärtnerinnen sich offensichtlich so raushalten einfach mal einen Termin mit der Leiterin ausmachen. Nicht schimpfen sondern anregen und fragen. Frag ruhig auch andere Mütter um Hilfe. Das Mutter-sein verbindet doch die meisten Mamis.. da hat sicher eine ein offenes Ohr und hilft gerne.

Sonst: Jungs sind vor allem in Gruppen ziemlich rauh, vielleicht täte sich Dein Kleiner mit einzelnen Kindern nicht so schwer. Zumindest anfangs

maditaaa 25.03.2011, 08:38

Danke für die gute Antwort aber ich bin überhaupt nicht der Typ der ne große Gartenparty für die Nachbarschaft schmeisst.

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reiterhexe 25.03.2011, 10:32
@maditaaa

Verstehe ich gut aber wenns vielleicht Deinem Sohn hilft??

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Ich würde einen anderen Kindergarten suchen.Klar dauert es lange bis ein neues Kind akzeptiert wird aber wenn die Kindergärtnerinen deinem Sohn beim intekrieren nicht helfen,wird es auch nichts.

Wie alt ist dein Sohn?

Kommt er noch dieses jahr oder erst später in die Schule?

Falls er erst nächstes Jahr in die Schule kommt, würde ich ihn ab September in eine Schulvorbereitende einrichtung geben. Dort sind die gruppen kleiner und die Erzieher können besser auf die bedürfnisse der einzelnen Kinder besser eingehen.

Kommt er noch dieses jahr in die Schule, würde ich mit der Kindergartenleitung oder dem Träger des Kindergartens reden.

Kommt er weder dieses noch nächstes jahr in die Schule, würde ich mir für das neue kindergarten Jahr einen anderen Kindergarten aussuchen.

Keinen falls würde ich ihn unter dem Kindergartenjahr heraus nehmen, da er in einen neuen Kindergarten bestimmt die gleichen probleme haben könnte.

schlumpfine66

maditaaa 25.03.2011, 08:35

Unser Sohn wird im Mai fünf. Was ist eine schulvorbereitende Einrichtung?? Weiß nicht ob es so etwas bei uns gibt. Er kommt nächstes Jahr in die Schule.

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Rede mit den Gruppen Elternrat. Tut euch zusammen, hast ja alleine versucht.

Die Erzieherin müsste da reagieren, nicht alles auf die Zeit schieben. Und ein Jahr ist nicht wenig. Nächstes jahr wird er 6 und geht in die Schule, gerade das letzte Jahr ist wichtig.

Er kann ja in die Gruppe mit den grossen Kindern rein. Versuche Du auch Kinder die in der Nähe wohnen zu euch einzuladen. Nimm konntakt auf mit deren Eltern.

 

Bei der nächsten Elternratsitzung bringt es zur Sprache, dass ihr als Eltern euch ausgeschlossen fühlt.

Wechsle den Kindergarten wenn du kannst.

Ein Kindergartenwechsel scheint mir der beste Weg zu sein, alternativ dazu wäre es möglich ihn bis zum Schulbeginn zu Hause zu lassen. Lieber gar kein Kindergarten als so ein Krampf.

reiterhexe 25.03.2011, 08:38

als berufstätige Mutter? und was lernt das Kind dabei? Aufgeben.. es ist schlimm.. dann baut sich doch nur noch mehr Angst auf

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jens79 25.03.2011, 08:48
@reiterhexe

Die Berufstätigkeit geht aus der Frage nicht hervor.

Das Kind lernt, dass man eine schlechte Situation auch ändern kann, indem man aktiv wird und Alternativen sucht. Es ist wichtig das Kind jetzt aus der Rolle herauszubekommen, die ihm von den Anderen gegeben wird. Ein Neuanfang in einer anderen Einrichtung oder in der Schule können da helfen. Dem Kind sollte vermittelt werden, dass es woanders besser sein kann. 

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am besten direkt Kindergarten wechseln

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