Fuehrt zucker zu diabetes?

6 Antworten

Hey

Diabetes ist keine einheitliche Erkrankung, es gibt zwei Typen!

Diabetes Typ 1 ist eine chronische Erkrankung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Ganz vereinfacht gesagt heißt das, dass der Körper nicht mehr zwischen fremden, schädlichen Zellen und körpereigenen unterscheiden kann und darauf die eigenen Zellen angreift und zerstört. Dadurch kommt es beim Typ 1 im Endeffekt zum völligen ausbleiben der Insulinproduktion. Die Ernährung sowie das Gewicht spielen bei diesem Typ keine Rolle!

Beim Typ 2 Diabetes wirken mehrere Faktoren zusammen: Genetisch bedingt sowie in Folge von Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel verstärkt sich die Insulinresistenz immer mehr.

Zu Beginn einer Insulinresistenz kann der Körper die geringere Insulinwirksamkeit zunächst noch kompensieren, indem er immer größere Mengen Insulin herstellt und in den Blutkreislauf abgibt. Früher oder später reicht aber auch die Mehrproduktion von Insulin nicht mehr aus. Die Körperzellen nehmen aufgrund der stärker werdenden Insulinresistenz weniger Zucker auf und der Glukosespiegel im Blut steigt auf krankhafte Werte an.

Man kann also durch einen gesunden, aktiven Lebensstil sein generelles Risiko für den Typ 2 senken, aber die Krankheit nicht in jedem Fall verhindern.

Beim Typ 2 Diabetes gibt es also eine Wechselwirkung aus Genen, Ernährung und Bewegungsfrequenz. Der einfache Rückschluss, Zuckerkonsum = Typ 2 Diabetes ist also falsch.

Gruß, Dana (Seit 33 Jahren Typ 1 Diabetikerin).

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Wenn du Kohlehydrate zu dir nimmst, also Zucker, Getreide, Obst und Gemüse, werden diese Kohlehydrate bei der Verdauung in einzelne Zuckermoleküle aufgespalten. Haushaltszucker besteht nur aus 2 Molekülen, da geht die Aufspaltung schnell, je komplexer die Struktur des Kohlehydrats ist, desto länger dauert es.

Das einzelne Zuckermolekül geht durch die Darmwand ins Blut und verbindet sich mit dem Insulin, das die Bauchspeicheldrüse erzeugt. Nur durch diese Verbindung kann das Zuckermolekül zu den Zellen gelangen, wo es in Energie umgewandelt wird.

Nimmst du ständig zu viel Zucker zu dir, passieren zwei Dinge. Einmal muss deine Bauchspeicheldrüse Unmengen an Insulin produzieren, was ihr auf Dauer schadet. Schlimmstenfalls wird zu wenig oder gar kein Insulin mehr produziert, dann bist du Diabetiker und musst für den Rest deines Lebens Insulin spritzen. Zum anderen verbraucht dein Körper zur Energiegewinnung zuerst mal den schnell und leicht zur Verfügung stehenden Zucker, bei dem zur Verdauung auch weniger Kalorien verbraucht werden, als z. B. für Fett. Was darüber hinaus an Kalorien übrig ist, wird für schlechte Zeiten mit wenig Nahrung in Fettdepots angelegt. Da funktioniert unser Verdauungssystem immer noch so wie zur Steinzeit - da gab es auch nicht jeden Tag Mammut satt. Da wir aber täglich mehr Kalorien zu uns nehmen als unser Körper verbraucht, werden die Fettpolster immer grösser.

Umgekehrt heisst das: Wenn du kein Übergewicht hast, dann verbraucht dein Körper zur Energiegewinnung nicht nur den Zucker, sondern auch Fett und Eiweiss.

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und fett schwächt das insulin ab

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Erstmal ist die Frage ob du vielleicht eine genetische Disposition dafür hast. Also gibt es Diabetes in deiner Familie? Und ja, Kohlenhydrate - vor allem in Kombination mit zu viel Fett sind in zu hohem Maße gefährlich.

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