Kann man bei einer Führerscheinsperre einfach einen neuen machen?

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7 Antworten

Entgegen aller anderen Meinungen hier ist es tatsächlich möglich die MPU durch den Erwerb eines EU-FS zu umgehen!

Dazu müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:

Die Sperrfrist muss beendet sein. Der "Proband" MUSS definitiv in dem Land legal angemeldet sein in dem er seinen FS neu erwerben will und zwar mehr als 185 Tage (also dort gemeldet sein und auch seinen Lebensmittelpunkt dort haben). Eine einfache Meldeadresse allein reicht nicht aus.

Was viele hier nicht verstehen:

Wenn ein EU-Land einem Bürger eine FE gibt so ist das allein deren Sache. Darauf hat D keinerlei Einfluss! Sobald ein EU-FS regelkonform/legal erworben wurde MUSS D diesen hier anerkennen (d.h., es darf auch in D damit gefahren werden).

Viele deutsche Polizisten sind darüber nicht oder nur teilweise informiert und so kommt es oft zu Anzeigen wegen FoF, die aber wieder zurückgezogen werden. Den Ärger, Zeit und evtl. Geldausgaben hat man dann trotzdem...

Darum sollte man sich gut überlegen ob man sich das Prozedere wirklich antun will oder den ggf. "leichteren" Weg einer MPU wählt.

Für alle die sich mit dem Thema etwas näher befassen wollen:

http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?showtopic=116340

Dort schreiben "Leute vom Fach" und es sind noch weitere Themen dieser Art zu finden... ;-)

Gruß Nancy

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GANZ BLÖDE IDEE!

Aber von vorne:

Es ist legal, sich umzumelden und nach 185 Tagen im EU-Ausland dort eine neue Fahrerlaubnis zu erwerben.

Aber: Diese neue Fahrerlaubnis berechtigt NICHT zum Fahren in Deutschland. Siehe FEV §28 Abs. 4 Nr. 3

http://www.gesetze-im-internet.de/fev\_2010/\_\_28.html

Der Führerschein wird also bei einer Kontrolle eingezogen und ein Verfahren gegen ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eröffnet.

Jetzt kommt aber noch hinzu, daß er sich zwar einen Wohnsitz im Ausland gemeldet hat, aber offensichtlich nicht dort lebt. 

Er verstößt also gegen div. Meldegesetze. In Deutschland ist das "nur" eine Ordnungswidrigkeit. die mit einer Geldbuße bis zu 10.000€ belegt werden kann, in anderen Ländern kann das hingegen als Straftat gewertet werden..

Und falls dein "Kumpel" einer geregelten Arbeit nachgehen sollte, dann kommt es noch schlimmer: Bei einem Auslandsaufenthalt von 185 Tagen und mehr ändert sich auch der Wohnsitz für die Besteuerung seines Einkommens - er muß also Steuern an seinem neuen Wohnort entrichten.

Problem: Das Arbeitgeber führt aber alle Steuern an den deutschen Fiskus ab und wird ihm nicht eine Bescheinigung über den Auslandsaufenthalt ausstellen.

Entweder er zahlt also die Doppelbesteuerung aus eigener Tasche oder er hat ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung am Hals.

Wie Du siehst: GANZ BLÖDE IDEE!

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Auch unter Einhaltung der Meldegesetze sind diese Führerscheine NICHT in Dland nützlich. Die MPU ist eine innerstaatliche Bestimmung; nach 15 Jahren kann er wieder ganz legal fahren.

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Wenn in Deutschland eine MPU angeordnet wurde, ist jeder ausländische Führerschein - egal ob innerhalb der EU oder außerhalb der EU erworben - hierzulande ungültig.

Da gibt es auch keine Ausreden oder einen Handlungsspielraum der Behörden.

Die Gesetzeslage ist eindeutig - dankenswerterweise.

Das war vor einigen Jahren noch anders, wurde aber geändert.

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Kommentar von ponyfliege
15.12.2015, 02:25

sprich - er darf in deutschland nicht fahren.

und wenn ihm nachgewiesen wird, dass er an der gemeldeten adresse im ausland nicht wohnt, ohoh...

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Das kann er schon machen aber fahren darf er in D damit nicht solange eine MPU-Anordung gegen Ihn besteht. 

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Wie wärs wenn er nicht mehr mit Betäubungsmitteln im Blut fährt? ..

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wie oft denn noch???

Man verliert nicht den FÜHRERSCHEIN, sondern die FAHRERLAUBNIS

Der Führerschein ist lediglich ein Dokument, mit dem du die Fahrerlaubnis nachweist!

Mit KEINEM ausländischen Führerschein kannst du nachweisen, was du nicht hast. die Dinger sind ein wertloses Stück bedrucktes Papier

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Kommentar von peterobm
15.12.2015, 10:41

in den anderen Ländern darf er durchaus fahren. Der FS wurde legal erworben.

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