Führerscheinentzug Info an Arbeitgeber?

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7 Antworten

Der Fahrzeughalter ist aussen vor, warum lügen, sag gleich die Wahrheit; es kommt doch raus. Meist ist bei solchen Arbeitsverträgen der Verlust mit dem FS mit einer Kündigung gleichzusetzen. Dort mal reinschauen. Vielleicht ist es möglich, für die Zeit eben Urlaub einzuplanen oder einen Fahrer zu engagieren.

Spot1978 15.05.2015, 19:11

Das Fahrverbot ist noch sein geringstes Problem.

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Und wieder ein Fragesteller, der uns hier die Story vom toten Pferd erzählen möchte.

Bei dir wurde aktives THC nachgewiesen!

Der Nachweis von THC-Abbauprodukten ist keine Ordnungswidrigkeit und führt nicht zu Geldstrafe und Fahrverbot.

Dir konnten lediglich keine Fahrauffälligkeiten nachgewiesen werden, sonst hättest Du jetzt bereits ein Strafverfahren am Hals.

Die Polizei informiert nun die Führerscheinstelle über den nachgewiesenen Konsum und diese entzieht dann deine Fahrerlaubnis auf Grund mangelnden Trennvermögens.

Sag deinem Führerschein schon mal "Leb wohl!"

Eine Neuerteilung ist erst nach einer positiven MPU möglich.

Vor der MPU müssen min. 6 Monate Abstinenz nachgewiesen werden. Die Kosten der MPU betragen ca. 1.000 - 2.000€.

Nein, der Halter bekommt keine Kopie des Bußgeldbescheids. Es geht ihn auch nichts an, ob oder warum du ein Fahrverbot hast, du kannst ihm deshalb alles mögliche erzählen – oder gar nichts und stattdessen den Monat Urlaub nehmen. Falls du in den letzten zwei Jahren kein Fahrverbot hattest, kannst du es bis zu vier Monate in die Zukunft schieben.

Du solltest nur nicht erneut unter Einfluss von THC auffallen, denn das nächste Mal sind es drei Monate Fahrverbot oder die Fahrerlaubnis wird dir sogar ganz entzogen.

Was Du beschreibst war allerdings nur der strafrechtliche Teil. Auch wenn Du nicht Führerscheinentzug meinen kannst sondern ein Fahrverbot von einem Monat. Der Entzug kommt erst noch auf verwaltungsrechtlichem Weg auf dich zu.

§ 2 Abs. 12 StVG:

"Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist. Soweit die mitgeteilten Informationen für die Beurteilung der Eignung oder Befähigung nicht erforderlich sind, sind die Unterlagen unverzüglich zu vernichten." 

das heißt es wird je nach Deinen Blutwerten (kein aktives THC und niedriger Abbauwert) entweder erst ein Ärztliches Gutachten gefordert und dann entschieden oder Dir wird gleich der Führerschein entzogen (aktives THC oder hoher Abbauwert) und vor Wiedererteilung eine MPU angeordnet.

Je nach Werten musst Du vor einer MPU 6 bis 12 Monate Abstinenz nachweisen.

Die Führerscheinstelle wird sich bald bei Dir melden denke ich.

Also besser gleich dem Chef beichten (sag halt wegen Alkohol). Wenn der Lappen erst mal weg ist und Du trotzdem noch fährst machst Dich strafbar.

Crack 15.05.2015, 20:29

Was Du beschreibst war allerdings nur der strafrechtliche Teil.

Einen "strafrechtlichen Teil" gibt es hier nicht, es handelt sich um eine OWi.

Der Entzug kommt erst noch auf verwaltungsrechtlichem Weg auf dich zu.

Zuerst kommt einmal das äG. Sollte er dort keine Auffälligkeiten zeigen, denn das dauert ja oft ein paar Wochen/Monate dann passiert nichts weiter. Nur dann wenn durch das äG ein Konsum nachgewiesen wird kommt es zur Entziehung der FE.

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clemensw 16.05.2015, 16:35
@Crack

Ich widerspreche mal: Bußgeld und Fahrverbot belegen, daß aktives THC nachgewiesen wurde. Folge: Direkter Entzug der FE, ohne äG oder MPU vorher.

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Wegen Abbauprodukten im Blut übersieht man keine rote Ampel oder fährt zu nah auf. Möglicherweise geschieht das, wenn Du unter dem aktiven Einfluss von THC fährst, nicht aber, wenn Du unter inaktiven Abbauprodukten von THC stehst. 

Deinen Chef würde ich nicht über die Sache informieren. Womöglich weiß dieser noch weniger als Du über Cannabis im Straßenverkehr.

Sofern Du Dich umfänglich informieren willst, empfehle ich die Lektüre von http://www.gruene-hilfe.de/2012/12/13/cannabis-und-fuhrerschein-1-nach-der-polizeikontrolle/ (zwei Artikel zum Thema auf der Webseite)

Hallo Gaudimanderl

Aufgrund von Abbauprodukten vom THC im Blut bei einer Verkehrskontrolle , wird mein Führerschein für einen Monat eingezogen.

wegen THC-COOH Werten wird kein Führerschein eingezogen!

nur wenn der aktive THC Wert über 1,0ng/ml, oder in einigen Bundesländern ab 2,0ng/ml liegt wird ein Fahrverbot angeordnet

dein aktiver Wert ist also überhöht gewesen und nicht dein Abbauwert

der Abbauwert ist für die weitere Vorgehensweise der Fsst interessant, wie hoch war denn der?

über 75ng/ml wird deine Fahrerlaubnis entzogen, und zwar ohne Sperre, und die bekommst du erst wieder wenn du die MPu in ca. 1 Jahr bestanden hast.

unterhalb 75ng/ml wird ein ärztliches Gutachten angeordnet, dafür werden dann 2 Abstinenznachweise verlangt

ich möchte es mal so sagen, das Fahrverbot von 1 Monat ist dein kleinstes Problem

clemensw 16.05.2015, 16:37

Mein liebes sprechendes Fischerdorf,

ich gehe eher davon aus, daß der Nachweis von aktivem THC direkt mit Entzug der FE geahndet wird. Fehlendes Trennvermögen und so. Da ist der THC-COOH-Wert nebensächlich.

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ginatilan 16.05.2015, 16:41
@clemensw

ich gehe eher davon aus, daß der Nachweis von aktivem THC direkt mit Entzug der FE geahndet wird.

eben

der Fragesteller schrieb aber, dass durch die Abbauwerte das Fahrverbot entstanden ist

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clemensw 16.05.2015, 17:30
@ginatilan

Nach einem kurzen Blick in den Bußgeld Katalog dürfte der Fragesteller hier nicht die ganze Wahrheit sagen.

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Gaudimanderl1 17.05.2015, 18:09

Hallo vielen Dank für die Antwort. Bei der Blutuntersuchung wurde ein Wert von 1,8 ng/ml gemessen . Soweit ich das richtig verstanden habe, besteht in Bayern eine Grenze von 2,0ng/ml. Was wiederum bedeutet dies konkret bzw. Komm dann wirklich eine MPU auf mich zu ? ..

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Der Fahrzeughalter wird natürlich nicht informiert.

Bevor Du Dich beim Arbeitgeber um Kopf und Kragen lügst, nimm lieber 4 Wochen Urlaub wegen familiärer Angelegenheit oder .... na ja, Krankschreibung.

Letzteres ist aber eher unfair.

Spot1978 16.05.2015, 19:54

Und dann nochmal 6 Monate bis 1 Jahr Urlaub^^ Spaß beiseite, kommt eh raus. Ihm bleibt eigentlich nur noch dem Chef ne Story über besoffen gefahren zu erzählen wenns Drogen nicht sein sollen, sonst wirds schwer die Führerscheinlose Zeit zu erklären.

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