Führerschein wieder nach § 170 Abs. 2 der Spo?

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4 Antworten

Hallo monkeyzz,

nachdem das Strafverfahren wegen

  • Trunkenheit im Straßenverkehr gem. § 316 StGB und ggf.
  • Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB

gem. § 170 (2) StPO eingestellt wurde ist Dir unverzüglich der Führerschein wieder auszuhändigen.

Bezüglich des Unfalles kommt auf Dich wahrscheinlich ein Bußgeldbescheid mit folgendem Inhalt zu:

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Tatbestandsnummer: 103602

Tatvorwurf: Sie fuhren in Anbetracht der besonderen örtlichen Straßen- oder Verkehrsverhältnisse mit nicht angepasster Geschwindigkeit. Es kam zum Unfall.

Ordnungswidrigkeit gem. § 3 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 8.1 BKat; § 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG

Bußgeld: 145,00 Euro plus 28,50 Euro an Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot: Nein

A - Verstoß

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Bist Du noch in der Probezeit hat der A - Verstoß für Dich zur Folge,

  • dass die Probezeit um 2 Jahre verlängert und
  • dass ein kostenpflichtiges Aufbauseminar angeordnet

wird.

Bist Du noch in der Probezeit oder hast das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet würde auf Dich bezüglich des Wertes von 0,33 auf jedenfall ein Bußgeldbescheid mit folgenden Inhalt zukommen:

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Tatbestandsnummer: 424660

Tatvorwurf: Sie haben in der Probezeit nach § 2a StVG als Führer eines
Kraftfahrzeuges die Fahrt unter der Wirkung eines alkoholischen
Getränks angetreten.

Ordnungswidrigkeit gem. § 24c Abs. 1, 2 StVG; 243 BKat

Bußgeld: 250,00 Euro plus 28,50 an Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot Nein

A - Verstoß

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Bist Du aus der Probezeit raus und hast das 21. Lebensjahr vollendet hat der Wert von 0,33 nur dann folgenden Bußgeldbescheid zur Folge, wenn es sich bei dem Wert nicht um Promille sondern mg/l gehandelt hat:

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Tatbestandsnummer: 424600

Tatvorwurf: Sie führten das Kraftfahrzeug mit einer Atemalkoholkonzentration von 0,25 mg/l oder mehr.

Die festgestellte Atemalkoholkonzentration betrug *) 0,33 mg/l.

Ordnungswidrigkeit gem. § 24a Abs. 1, § 25 StVG; 241 BKat; § 4 Abs. 3 BKatV

Bußgeld: 500 Euro plus 28,50 Euro an Verwaltungsgebühren

Punkte: 2

Fahrverbot: 1 Monat

A - Verstoß

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Ist es Dein erster Verstoß gegen die 0,25 mg/l bzw. 0,5 Promillegrenze, kannst Du Dir den Zeitpunkt des einmonatigen Fahrverbots aussuchen. Das Fahrverbot muss aber innerhalb von 4 Monaten nach Rechtswirksamkeit des Bußgeldbescheides angetreten werden.

Schöne Grüße
TheGrow

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$ 170, Abs 2 ist eine vorläufige Einstellung. Da du wahrschnlich noch in der Probezeit bist kommt noch ein Verwarngeld von 145€ + 28,50 Gebühren.

und die Probezeit wird um 2 Jahre verlängert, und du musst ein Aufbauseminar  machen, bzw wird angeordnet. +1 Punkt der 5 jahre stehen bleibt. (Alkohol).

Den Führerschein müsstest du schon erhalten haben.

Ich erspar mir die Aufzählung der ges. Paragraphen.

Solltest,du nicht mehr in der Probezeit (unfalltag) dann kommt nur eine relativ kleine Verwarngeldgebühr, da es sich um einenA-Verstoss handelt.

Mit freundlichem Gruß

Bley 1914

Mit freundlichem Gruß

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Warte doch mal den Bescheid der bussgeldstelle ab

Wenn du den Lappen eh schon 1-2 Wochen los bist, wirst du wahrscheinlich in 2 Wochen Post von der bussgeldstelle bekommen die dir sagen das du vier Wochen Sperre bekommen hast, die aber eine Woche später schon ausläuft... Oder Einfach ein  Bußgeld...theoretisch könntest du auch ne Haftstrafe bekommen, aber da der Staatsanwalt keinen Anlass sieht,meire auch die bussgeldstelle milde gestimmt sein... Das Glatteis entschärft das natürlich auch... Also mach dir keinen Kopf ;)

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Kommentar von melman86c
23.01.2017, 00:20

Wofür ein Bußgeld? Was hat er verbrochen?

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Das bedeutet wie es da steht. Das Strafverfahren was eingeleitet worden ist durch die Polizei, wurde eingestellt. Was prinzipiell gut für dich ist.

Nun wird wahrscheinlich folgendes Passieren, du bekommst wohl irgendwann noch mal ein Schreiben wo du ggf. einen Bußgeld bezahlen darfst und ggf. zur MPU vorgeladen wirst. In diesem Schreiben wir alles mögliche drin stehen können, ggf. auch was deinen Führerschein betrifft.

Warum man Alkoholisiert Auto fahren muss, dann noch bei Glatteis... bleibt wohl ein Rätsel. - Pusten muss man übrigens nicht, man ist dazu nicht verpflichtet.

Und stand im Gerät 0,33 mg/L oder ergab nach der Umrechnung 0,33 Promille?

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Kommentar von melman86c
23.01.2017, 00:19

Warum sollte er zur MPU vorgeladen werden? Und wohin überhaupt?

Wenn das Verfahren bezüglich der Trunkenheitsfahrt eingestellt worden ist, dann wars das. Wahrscheinlich konnte der Unfall nicht auf den Alkohol zurückgeführt werden. Deshalb lag keine relative Fahruntüchtigkeit vor. Deshalb frag ich mich auch, wofür er denn ein Bußgeld bezahlen soll? Bußgeld gibts von 0,5-1,1 Promille.

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