Führerschein früher bekommen? Hirntumor-OP hinter mir?

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10 Antworten

Erst einmal ... ich sehe bei dir kein Hindernis, einen Führerschein zu bekommen.
Zweitens aber ... es wird einige Zeit dauern.

Du hattest diese Art von Epilepsie. Du wurdest operiert, die Sache scheint damit also behoben zu sein. SO weit meinen Glückwunsch, das freut mich sehr für dich. Nun ist es aber so, dass es auch gewisse Richtlinien gibt. Um den Führerschein zu bekommen, musst du "anfallsfrei" sein.

Und jetzt kommt der wichtige Punkt: Es reicht auf keinen Fall aus, wenn du selbst sagst, die Sache ist weg und geheilt - und das nach so kurzer Zeit schon. Dazu brauchst du quasi den Nachweis, dass du einen Zeitraum (und der ist in Monaten oder Jahren angegeben) ohne Anfall warst. SInd Medikamente verordnet, so muss auch gewährleistet sein, dass diese eingenommen werden. Es geht auch ohne Medikamente, wenn dies vom Arzt so OK ist, und die Anfallsfreiheit über einen vorgegebenen Zeitraum bestätigt werden kann.

Hälst du dich an die Auflagen, hast du die Geduld zu warten, dann bekommst du auch sicher deinen Führerschein. Dann hätte ich auch keinerlei Bedenken, mich jederzeit als Beifahrer zu dir zu setzen und mich ganz beruhigt fahren zu lassen. Mit deiner jetztigen Einstellung aber, die du in deiner Frage zeigst, da kann ich auch die Antwort verstehen, in der jemand sagt, er möchte dir lieber nicht im Straßenverkehr begegnen. Deine eigene Einschätzung und Selbstsicherheit nach dieser kurzen Zeit ist doch noch etwas unrealistisch, das kann noch nicht als sicher angenommen werden. Was mir bei dir am emisten Sorge macht, das ist die Tatsache, dass du auch hin und wieder die Tabletten weggelassen oder vergessen hast. In diesem Punkt klingeln dann auch bei mir die Alarmglocken. Die MEdikamente solltest du zu 1000% rregelmäßig nehmen wie angeordnet.

Der Grund, warum du den Führerschein haben willst, der spielt hier überhaupt keine Rolle.

Ich wünsche dir viel Glück.

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Was mir jetzt nicht ganz klar ist. Hattest du direkt vor der OP denn Anfälle? Für mich klingt das gerade nicht danach, denn du hast ja mitm Führerschein schon angefangen gehabt. Oder wolltest du nur die Theorie schon "abarbeiten" Arbeiten in der Klinik auf Epi spezialisierte Ärzte? Denn meines Wissens ist es schon möglich die Dauer nach einer OP zu senken, es kommt aber drauf an, wie hoch das Rezidivrisiko gesehen wird. Wenn die Ärzte davon ausgehen, dass die Anfälle allein durch den Tumor ausgelöst wurden, ist eine Herabsetzung meines Wissens in einem gewissen Spielraum möglich. Das nichts passiert ist, als du mal die Medis vergessen hast, muss kein positives Indiz sein, man hat ja einen gewissen Spiegel im Blut und bekommt auch nicht unbedingt sofort einen Anfall, wenn man ein Medikament mal vergisst. (Umgekehrt kann das gegen eine Herabsetzung sprechen, denn da wird dann oft verlangt, dass man Provokationsfaktoren vermeidet)

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Das ist natürlich eine doofe Situation. Als Experte, würde ich Dir empfehlen, auch wenn Du selber das Gefühl hast, dass diese Anfälle nicht so schlimm sind, können sie schlimme Auswirkungen haben. Du sitzt gerade vor dem Steuer und erleidest durch Zufall doch so einen Anfall und auch wenn Du noch die Körperkontrolle hast, die Konzentration senkt sich enorm.Du gefährdest nicht nur Dich, sondern Deine Mitmenschen... Das weißt Du ja sicherlich und das ist keine neue Weisheit, aber ich würde es trotzdem langsam angehen lassen. Ich kenne die Entfernung zu Deinen Eltern zwar nicht, aber sicherlich sind sie vielleicht mit dem Fahrrad oder Bus und Bahn zu erreichen, so dass Du eine vernünftige Lösung findest. Gib Deinem Körper noch etwas Zeit und sei erstmal dankbar, dass der Tumor entfernt werden konnte.Ich schätze das liegt auch im Sinne deiner Eltern...

Viele Grüße, Bruce

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Zunächst muss durch einen Arzt geklärt werden, inwieweit Du überhaupt noch Kraftfahrzeuge führen darfst. Dazu müssen auch gegenüber der Behörde Angaben gemacht werden, andernfalls kann eine erteilte Fahrerlaubnis wieder eingezogen werden. Bekommst Du am Steuer einen epileptischen Anfall, kann das dich und andere Verkehrsteilnehmer in ernsthafte Gefahr bringen. Das Ganze solltest Du nicht auf die leichte Schulter nehmen

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Hallo. Du musst leider mindestens 12 Monate anfallsfrei sein und alle 3 Monate zum EEG und Blutspiegelbestimmung. Ist dann alles OK, darfst du den FS machen. Eher nicht. Aber Theheorie hast du nun, ich denke, das wird später auch angerechnet und du brauchst nur die Fahrstunden zu machen.

Jetzt geht das noch nicht. Durch die OP können sich auch Narben im Hirn bilden, die wiederum Anfälle auslösen können.

Bist du 1 Jahr anfallsfrei, wird ohnehin ein MRT gemacht um sicher zu gehen, dass sich eben keine Narben gebildet haben. Erst dann bekommst du grünes Licht zum FS.

Hast du sie und du fährst dann, musst du unbedingt regelmäßig deine Medis nehmen, wenn du noch welche brauchst, da man wie schon erwähnt, alle 3 Monate den Blutspiegel bestimmt wird. Schwankt der und man vermutet, dass du die Medis unregelmäßig ein nimmst, kann man dir dann die Fahrerlaubnis so wieder entziehen.

Verantwortung muss du tragen, nicht nur dir selbst gegenüber, sondern allen Verkehreteilnehmern. Passiert doch mal was, bezahlt das nämlich keine Kasse, Versicherung. Denke mal du fährst Jemanden an der sein Leben lang eine Beeinträchtigung davon trägt. Das musst du dann selbst zhalen dein Leben lang.

Musst du selbst ins KH, zahlt die Kasse auch nicht den Aufenthalt. Das zählt aber nur wenn du keine Fahrerlaubnis hast.

Hast du die FE, und es passiert in einigen Jahren doch mal was, weil du einen Anfall hattest, kannst du nichts dafür. Nur dann musst du widerum sogar 3 Jahre warten, bis du wieder Fahren darfst. Mit Pech den FS ganz wiederholen und auch voll bezahlen.

Nun warte bis nächtest Jahr April, spreche es mit deiner Fahrschule durch, ob die Theorie bestehen bleibt, und gehe regelmäßig zur Kontrolle zu deinen Neurologen.

Solange musst du wie viele andere Kranke mit Bus, Bahn usw fahren.

Dass, du dich um deine Eltern kümmern willst, finde ich gut, aber das geht auch sicher ohne Auto für die paar Monate. Denn sie werden sich auch sorgen, wenn du einfach fährst, dass aber ja nicht geht. Keine Fahrschule würde dich auf nehmen, ohne Nachweis, dass du auch Fahren darfst.

Dein Neuorloge kann dir im April 2014 ein Attest geben. Das reicht dann aus. Ich hoffe für dich, dass alles gut geht und du nie wieder einen Anfall bekommst. Und die paar Monate schaffst du dann auch noch. Bist ja nicht der einzige. Autogurt

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Du musst normal eine längere Zeit Anfallsfrei sein um überhaupt in ein Auto steigen zu dürfen. Ich finde alleine schon deine eigene Einschätzung als Verantwortungslos anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber.

Und diesen Satz finde ich persönlich eigenartig: Sie gingen höchstens 5 sek. (was selten war) und ich hatte immer die volle Körperkontrolle.

Gut, es gibt viele Arten der Epilepsie aber das geht irgendwie nicht. Und das du deine Tabletten regelmäßig nicht nimmst ist dabei nicht hilfreich und zeigt eigentlich das du keine Verantwortung dir oder anderen gegenüber bewusst übernimmst.

Tschuldigung, aber dir möchte ich nicht auf der Straße begegnen.

Gruß Nino

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Kommentar von Kamerad2
01.09.2013, 14:06

Lies die Frage doch mal gründlich durch was gibst du ne Antwort ohne zu wissen um was es geht

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Wenn die vom Krankenhaus meinten daß du erst nächstes Jahr weitermachen kannst, hast du keine Chance, weil die nämlich bestätigen müssen, daß du dazu in der Lage bist. Außerdem sind 1 1/2 Monate nicht wirklich aussagekräftig. Du mußt dich leider etwas gedulden.

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nehm die tabletten bitte weiter. wenn die ärzte sagen, dass du ihn erst nächstes jahr machen kannst, dann hör auf die ärzte. außerdem, falls doch etwas passieren sollte, was ich nicht hoffe, bekommst du wahrscheinlich stress, weil du dich nicht an die aussage der ärzte gehalten hast. warum hast du vor, auf deine eltern aufzupassen, wenn i fragen darf?

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• Nach einem einmaligen Gelegenheitsanfall (keine Epilepsie) wird die Fahrerlaubnis nach 3 bis 6 monatiger Anfallsfreiheit erteilt.

• Nach einem einfach-fokalen Anfall ohne Bewusstseinsstörung, ohne motorische, sensorische oder kognitive Beeinträchtigung erhält man eine Fahrerlaubnis nach mindestens einem Jahr Anfallsfreiheit.

• Bei Anfällen, die unmittelbar nach einer Hirnoperation oder –verletzung aufgetreten sind, erhält man die Fahrerlaubnis nach einer 3 monatigen Beobachtungszeit, bei Epilepsiechirurgie nach 12 Monaten.

• Bei einer erst seit kurzem bestehenden Epilepsie erhält man eine Fahrerlaubnis nach einer einjährigen Anfallsfreiheit.

• Bei einer langjährigen therapieresistenten Epilepsie erhält man eine Fahrerlaubnis nach einer zweijährigen Anfallsfreiheit.

• Während der Reduktion der Dosis bzw. in den ersten drei Monaten vor und nach Absetzten des letzten Antiepileptikums sollte kein Kraftfahrzeug geführt werden.

• Kommt es bei bestehender Fahrerlaubnis zu einem Anfall nach Absetzen der Medikation erfolgt in der Regel über 6 Monate lang eine Fahrtunterbrechung.

• Ausschließlich schlafgebundene Anfälle erfordern für die Fahrerlaubnis eine anfallsfreie Beobachtungszeit von 3 Jahren.

Das sind leider die verbindlichen regelungen, an die man sich halten muss. Und achja: Die 5-sek anfälle lässte dann mal besser unter den tisch fallen!

Ich hoffe aufjedenfall, dass du bald den Führerschein wieder bekommst, und immer unfallfrei an dein Ziel ankommst!

MFG

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Mit Epilepsie sollte man überhaupt nicht Autofahren. 5 Sekunden reichen völlig, um Dich an einen Brückenpfeiler zu setzen oder andere Menschen zu gefährden. Du spielst nicht nur mit Deinem Leben, sondern auch mit dem anderer.

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Kommentar von Kamerad2
01.09.2013, 14:03

Die anfälle sind weg

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Kommentar von minausberlin
02.09.2013, 12:38

man darf auto fahren, allerdings erst dann, wenn man richtig eingestellt ist u man eine frist einhält in der man logischerweise keinen anfall mehr hat. diese frist ist bei einigen anfallsarten unterschiedlich. ich habe auch epileptische anfälle, habe sie mit meinem tabletten sehr gut im griff. lediglich in den schwangerschaften hatte ich anfälle, wegen den ganzen hormonen aber ansonsten zum glück anfallsfrei mit tabletten.

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