führerlose Flugzeuge - Stirbt der Beruf Pilot aus?

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8 Antworten

Ja, irgendwann schon. Schließlich wäre es heute ja schon technisch möglich, vollautomatisch zu starten, zu fliegen und zu landen. Also kann es durchaus ein Flugzeug geben, welches nur noch über einen "Purserknopf" ein- und ausgeschaltet wird, wenn alle Paxe an Bord sind oder das Flugzeug verlassen haben. 

Da aber komischerweise gerade in den letzten Tagen schon mehrfach Fragen zu dem Thema gestellt wurde (schreibt da einer vom anderen ab?), bleibt meine grundlegende Antwort (fast) gleich: 

Die Fragen waren u. a. "Wie wahrscheinlich ist es, dass(Fracht) Piloten durch Maschinen ersetzt werden?" und "Braucht man in Zukunft ( 2030-2050) noch Piloten für Flugzeuge" und hier meine Antwort. 

Auch wenn rund 70 % aller Flugunfälle auf menschliches Versagen (meistens Pilotenfehler) zurückzuführen sind, wird es - vorläufig - noch Piloten geben. 

Erstens kann auch die Technik versagen und zweitens ist den meisten Menschen wohl unwohl bei dem Gedanken, nur von einer Automatik abhängig zu sein, obwohl ja auch beim Auto sich der einzelne Fahrer überschätzt und für den besten der Welt hält. Das Ganze ist also mehr eine Sache der Psychologie. 

Ich glaube aber, dass die Kombination von Mensch und Maschine ein guter Kompromiss ist. Trotzdem muss man vorsichtig mit einer Beurteilung sein. 

Airbus treibt ja die Automation schon sehr weit. Hier ist der Pilot nicht mehr der Herrscher der Lüfte (mit Lederkappe, Pelzjacke und Seidenschal), sondern eher Systemmanager. Das erfordert ein ganz anderes Denken, gerade, wenn die Maschine widersprüchliche Daten liefert, die vom menschlichen Gehirn verarbeitet werden sollen (und müssen). 

Nehmen wir den GWI-Absturz. Niemand hätte das (in Europa) für möglich gehalten, aber ein Mensch hat es geschafft, die Technik zu überwinden. Die Frage wäre jetzt, ob ein Roboter (ein Computer oder was auch immer) es zugelassen hätte, dass Menschen zu Schaden kommen durften. 

Es wird mikrowellen- und laserunterstützte Landesysteme geben. Kameras für den nahen und weiten Infrarotbereich oder im UV-Spektrum erkennen Hindernisse auf der Bahn, Induktionsschleifen im Boden lenken die Bugradsteuerung (ist ja auch schon in der Erprobung). 

Hier kommt jetzt der Science-Fiction-Leser von Isaac Asimows "Robotergesetzen" zum Zug, nach denen (es gibt drei Gesetze) eine Gefährdung des Menschen durch Roboter absolut unmöglich ist und sich auch ein Roboter selbst schützen muss. Da wäre, von der Logik her, (ausgenommen ein technischen Versagen wirklich aller Systeme), nichts passiert. 

Das spricht für die Technik, speziell die KI, aber Asimows Robotergeschichten spielen auch weit in der Zukunft. 

Würde ich mich in ein vollautomatisches Flugzeug setzen? Der Verstand sagt ja, aber ganz ganz hinten im Kopf sagt jemand: "Mmh, warte mal noch 200 Jahre." 

Zwei Nachteile sehe ich: 

1. Wo bleibt der Kapitän, der bei einer Bombendrohung eigenständig das Flugzeug durchsucht und immer weiß, ob er den blauen oder den roten Draht zuerst durchschneiden soll? 

2. Das Aufschluchzen der Damenwelt: Der große, schlanke, grauhaarige Pilot mit den Händen, die so zärtlich streicheln, aber im Kampf mit den Elementen auch hart zupacken können, geht endgültig in Rente. Und dann? 

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Wie "gut" das mit den fahrerlosen Autos funktioniert, hat man ja gesehen. Eines dieser Autos hat einen weißen Lastwagen übersehen, der quer über die Straße stand. Ergebnis: Ein Todesopfer, das war der Passagier, einer der Entwickler dieses Systems. 

Also wenn ein Flugzeug dann einen Berg nicht erkennt, weil Schnee drauf liegt ... wäre es vielleicht doch besser, wenn noch ein oder zwei Piloten mit an Bord wären.

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Kommentar von roboboy
18.01.2017, 23:21

Diese Dinge sind beim Flugzeug weniger das Problem. Ein Flugzeug kann heutzutage ja schon komplett autonom fliegen. Nur noch Starten muss der Pilot, sobald das Flugzeug im Steigflug ist, kann der Autopilot alles machen. Bis hin zur perfekten Landung. Anders würde man ein Flugzeug im Nebel gar nicht landen können. Oder generell bei schlechtem Wetter.

Jedoch werden die Piloten aus einem anderen Grund im Cockpit bleiben:

Falls ein Flugzeug doch mal abstürzt, so können die Flugzeughersteller sich rausreden. So werden teuere Zahlungen vermieden.

LG

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Ich kopiere hier mal ganz frech jenen Text hinein, denn ich schon die Tage zum gleichen Thema zum besten gegeben habe:

Kaum. Es gibt einen Umstand, der beim Thema Pilotenversagen bis dato nicht ausreichend diskutiert wird. Etwa 90% dieser Abstürze in den letzten Jahren gehen auf das Versagen der Crew zurück auf einen Systemausfall adäquat zu reagieren!Hätte bei der Air France im Südatlantik ein Computer die Fluglagekorrekt interpretiert und ensprechend reagiert? Niemand aber weiss, wieviele Abstürze durch das Eingreifen der Crew in spinnende Technik effektiv verhindert wurden.

Dazu kommt, das es heute keine statistisch relevanten Absturzursachen mehr gibt. So zynisch es tönt, aber es stürzen schlicht nicht genug  Flugzeuge ab, um eine so sichere Datenlage zu erhalten, als dass man mit dem Finger auf jemanden oder etwas zeigen könnte. Wir haben heute fast ausschliesslich sogenannte freak accidents, also Unfälle deren Ursachenketten so abtrus und unrealistisch erscheinen, dass niemand vorher in einer Risikoanalyse darauf kommen konnte. Wenn man etwas aber nicht voraussehen kann, kann man auch keinen Rechner der Welt darauf programmieren. Das war schon der Denkfehler, dem HAL9000 im Film 2001: a Space Odyssey aufgesessen ist: er konnte nicht so perfekt sein, wie er dachte, da er von fehleranfälligen Menschen konstruiert und gebaut wurde.


Dazu kommt: Flugzeuge haben im Gegensatz zu einer U-Bahn oder selbst einem selbstfahrenden Auto einen entscheidenden Nachteil; man kann nicht eben mal rechts ran fahren! Wenn die Technik aussteigt, ist ohne Crew definitiv Ende Gelände. Ich empfehle dazu die Lektüre über das Thema Swiss-Cheese-Model:

https://en.wikipedia.org/wiki/Swiss\_cheese\_model

Nicht selten ist eben auch die Crew die sichernde Scheibe Käse. Es gibt aber keinen rationalen Grund dafür, aus dem Sicherheitssystem Luftverkehr eine wichtige Scheibe Käse zu entfernen. Nur Kostengründe sprechen dafür.


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Kommentar von roboboy
19.01.2017, 16:36

Hätte bei der Air France im Südatlantik ein Computer die Fluglagekorrekt interpretiert und ensprechend reagiert? Niemand aber weiss, wieviele Abstürze durch das Eingreifen der Crew in spinnende Technik effektiv verhindert wurden.

Sowas würde ich aber mal auf die wirklich bescheuerten Sidesticks von Airbus zurückführen. Der Unfall hätte mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit verhindert werden können, wenn es eine Boeing gewesen wäre. Die Verwirrung wäre dank den Yokes gar nicht da gewesen. Denn wenn der Pilot drückt, muss der Copilot auch drücken und anders herum. Man kann keine 2 sich widersprechende Befehle geben.

Wir haben heute fast ausschliesslich sogenannte freak accidents, also Unfälle deren Ursachenketten so abtrus und unrealistisch erscheinen, dass niemand vorher in einer Risikoanalyse darauf kommen konnte. Wenn man etwas aber nicht voraussehen kann, kann man auch keinen Rechner der Welt darauf programmieren. Das war schon der Denkfehler, dem HAL9000 im Film 2001: a Space Odyssey aufgesessen ist: er konnte nicht so perfekt sein, wie er dachte, da er von fehleranfälligen Menschen konstruiert und gebaut wurde.

Da ist was dran :)

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Unwahrscheinlich, jedoch wird sich das Berufsbild ändern und es werden sicherlich auch nicht mehr so viele Piloten benötigt.

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Führerlos ? Alles klar und mit wem spricht die zentrale im Ernstfall? Absturz ? Mit den Kellnern die da arbeiten und nichts können ?

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Könnte soger sein 😨

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Eventuell. Das wird aber lange Dauern. 

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kann sein muss aber nicht 

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