Führen Atheisten, per Definition, ein sinnloses/sinnbefreites Leben?

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33 Antworten

Der Sinn ist "gottlos glücklich" zu sein. Für sie ist es ein befreiender Gedanke, ohne göttliche Weisungen leben zu können und ohne Verantwortung und Rechtfertigung vor  Gott  sterben zu können. Der Sinn ihres Lebens ist, im Diesseits so viel zu erreichen, dass sie in ihren Kindern und Kindeskindern "weiterleben".

Aus christlicher Sicht endet der Versuch des Atheisten, sich durch den stolzen Humanismus von Gott unabhängig zu machen, letztlich  als eine bloße Ansammlung von Molekülen und nichts mehr.

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Atheisten glauben, dass Wissenschaft das Gegenteil von Glauben ist. Und da sie den Glauben ablehnen, hängen sie sich an die Wissenschaft. Wissenschaft ist eine tolle Sache, nur taugt sie meiner Meinung nach nicht zum Weltbild. Schon gar nicht für Menschen, die ja ein Bewusstsein und Gefühle haben.

Sie glauben, dass wir uns, biologisch gesehen als Trockennasenaffen, in nichts von den Tieren auf der Erde unterscheiden. Auch wir sind der Evolution unterworfen und aus ihr hervorgegangen.

Evolution kennt kein Richtig und kein Falsch. Evolution kennt keine Lüge und keine Wahrheit. Alles sind nur chemische Prozesse. Geist und Gefühle sind rational erklärbare Phänomene des Gehirns.

Meine Schlussfolgerungen daraus klingen in letzter Konsequenz leider ziemlich dramatisch.

Sie können also ihren eigenen Gedanken nicht (ver)trauen, oder?

Philosophische und Sinnfragen müssen für sie total irrelevant sein. Sie definieren sich letztlich nur über "Bits und Bytes" (im übertragenen Sinne). Gefühle sind irrelevant.

Ein Wertesystem ist immer nur ein lokales Phänomen, oder? Es gibt keine verbindliche, übergeordnete Instanz, kein Vorbild, kein Ideal. Woher kommen dort Ethik und Moral? Und wieso sollten diese subjektiven Werte richtig sein? Wieso ist Mord etwas schlimmes? Passiert im Tierreich doch täglich. Der Löwe, der die alten Nachkommen seiner neuen Flamme umbring.

Ich will hier niemanden beleidigen, aber diese ernst gemeinten Fragen liegen doch nahe und seien mir doch bitte erlaubt.

Außerdem höre ich oft genug, dass man ja einen Glauben, eine Religion nicht beleidigen kann. Gut, dann kann man das ja mit dem Atheismus auch nicht.

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TroIIinger 03.10.2017, 10:09

Atheisten glauben, dass Wissenschaft das Gegenteil von Glauben ist.

das ist falsch. Wissen ist das Gegenteil von Nichtwissen. Wissenschaft ist nur ein Prinzip, das es gestattet, die Irrtumswahrscheinlichkeit bei der Gewinnung von Erkenntnissen möglichst weit zu senken.

Glaube ist etwas ganz Anderes. Glaube ist eine unbegründete oder unzureichend begründete Annahme.

Nichtwissen lässt sich ganz einfach durch Wissen beheben. Bei Glaube funktioniert das nicht, denn viele Gläubige glauben selbst dann weiter, wenn das woran sie glauben, sich als falsch herausgestellt hat.

Wissenschaft ist eine tolle Sache, nur taugt sie meiner Meinung nach nicht zum Weltbild.

Meiner Meinung nach taugt sie auch nicht zum Weltbild. Wissenschaftliche Erkenntnisse können aber Basis eines Weltbildes sein, wenn man ein Weltbild möchte, das sich möglichst an der Realität orientiert.

Sie glauben, dass wir uns, biologisch gesehen als Trockennasenaffen, in nichts von den Tieren auf der Erde unterscheiden. Auch wir sind der Evolution unterworfen und aus ihr hervorgegangen.

das muss man nicht glauben, das kann man belegen und somit wissen.

Evolution kennt kein Richtig und kein Falsch. Evolution kennt keine Lüge und keine Wahrheit. Alles sind nur chemische Prozesse. Geist und Gefühle sind rational erklärbare Phänomene des Gehirns.

Und was ist schlimm daran?

Sie können also ihren eigenen Gedanken nicht (ver)trauen, oder?

Wer kann das schon? Niemand kann sicher sein, sich nie zu irren.

Philosophische und Sinnfragen müssen für sie total irrelevant sein.

Wieso? Dafür braucht man doch nicht den Glauben an einen Gott.

Woher kommen dort Ethik und Moral? Und wieso sollten diese subjektiven Werte richtig sein? Wieso ist Mord etwas schlimmes?

Moral ist evolutionär bedingt. Die meisten Spezies haben Hemmungen, Artgenossen zu töten. Ein Fehlen dieser Hemmung könnte den Fortbestand der Art gefährden, wenn die Zahl der nachkommen nicht sehr groß ist. Hätten Menschen und ihre vorfahren nicht Hemmungen gehabt, Artgenossen zu töten, wäre das töten eine ganz normale Art der Konfliktbewältigung gewesen und die Spezies wäre schnell ausgestorben.

Mord ist nicht in allen Kulturen etwas Schlimmes, denkt man nur mal an Ehrenmorde, die in einigen Kulturen akzeptiert werden, oder Menschenopfer, die bei uns als Morde gelten würden.

Über Ethik und Moral denken Menschen immer mehr selbst nach. Deswegen sind Sklavenhaltung, Körperverletzung, Kindesmisshandlung, Todesstrafe und andere Abscheulichkeiten, die nach der Grundlage des Christentums erlaubt sind, in höher entwickelten Gesellschaften verboten.

Die meisten Gesellschaften sind dem biblischen Gott moralisch überlegen. Die eigenen Überlegungen der Menschen sind Basis für ihre Moral und zwar eine viel Bessere.

Selbst Christen haben sich mehrheitlich dazu entschieden, Gotteslästerer nicht mehr zu steinigen, obwohl es ihr Gott eindeutig vorschreibt. Sie entscheiden sich dazu, den Willen ihres Gottes nicht zu befolgen, weil sie es für falsch halten.

Wenn Menschen selbst entscheiden, welche göttlichen Vorgaben sie befolgen und welche nicht, dann ist ihr Gott nicht die Quelle ihrer Moral, sondern sie selbst sind es.

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Toastybeef 03.10.2017, 13:54
@TroIIinger

Richtig von dir - wieder einmal!

Moral ist keine göttliche Vorgabe, wenn man es denn so nennen kann. Es ist eine Sache der Überlegung und von daher, kommt moderne Ethik aus einer völlig anderen Richtung als die Regeln der Bibel, die schwere Verbrechen als normal beschreiben.

Und selbst wenn es nur so etwas einfaches wie Folgendes ist:

Ein Gläubiger entscheidet sich dagegen das Steinigen als "okay" anzusehen, weil er im tiefsten Inneren weiß, dass er selbst es auch nicht als in Ordnung anerkennen würde, würde es bei ihm selbst oder einer ihm nahestehenden Person in Frage kommen.

Er widerspricht seinem Gott durch eine bewusste, in vollkommener Klarheit getroffene Entscheidung zur Sicht auf eine bestimmte Sache.

Moral ist eine Ursache der Evolution die schlicht und einfach reduziert, nur das aussterben der eigenen Art verhindern soll.

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Deine Unterstellungen und Diffamierungen kannst Du Dir sparen. Die sind charakterlich unterste Schublade.

Vielleicht nimmst Du einfach mal zu Kenntnis, daß es im Leben noch einen anderen Sinn geben kann, als an Osterhasen, Weihnachtsmänner und  Bummeluxe zu glauben?

Wie kann ein Leben, in dem man selbst die Verantwortung übernimmt, sinnlos sein?

Der Sinn des Lebens aus evolutionsbiologischer Sicht ist es zunächst einmal, die eigene Art zu erhalten. Dieser Aufgabe muß man sich nicht zwangsläufig stellen, aber sie ist für das eigene Leben allemal sinnstiftender als irgendein mittelalterlicher Götzenglaube.

Im Übrigen ist das Universum Dir gegenüber nicht verpflichtet, einen Sinn zu ergeben. Wenn Du damit nicht klarkommst, ist das Dein Problem - nicht das der Atheisten.

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Toastybeef 03.10.2017, 13:59

Soweit denkt doch kaum jemand der solche Fragen stellt...

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Man kann sein Heil bzw. seinen Lebenssinn nicht allein in der Religion finden - sondern den Sinn seines Lebens schließlich auch einfach selbst definieren.

Nur weil man nicht an Gott glaubt, ist man nicht zwangsläufig, egoistisch, materialistisch, nur auf die eigene Befriedigung ausgerichtet.

Einige dieser nicht-religiösen Perspektiven habe ich hier schon einmal in einer unvollständigen Liste zusammengestellt:

https://www.gutefrage.net/frage/wo-kriegen-die-leute-heutzutage-den-sinn-des-lebens-her-wenn-nicht-ueber-die-religion?

Es gibt also verschiedene Möglichkeiten ein sinnvolles Leben zu führen, ohne einen Gottesglauben zu haben, oder auch nur religiös zu sein.

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mulano 02.10.2017, 20:45

Nur Gläubige führen ein sinnvolles Leben auch über den Tod hinaus. Bei Atheisten endet der Sinn des Lebens mit ihrem Tod.

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Garnet72 02.10.2017, 20:49
@mulano

Bitte vermeide solch pauschalen Aussagen, da du für ein Leben nach dem Tod keinerlei wissenschaftlichen Beweise hast...

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Enzylexikon 02.10.2017, 20:50
@mulano

Nur Gläubige führen ein sinnvolles Leben auch über den Tod hinaus. Bei Atheisten endet der Sinn des Lebens mit ihrem Tod.

Der Tod hat seinen Sinn, sogar ganz materialistisch.

Würde es keinen Tod geben, gäbe es eine Überbevölkerung, schwer kranke Menschen würden nicht von ihrem Leiden erlöst...

Außerdem bekommt das Leben auch durch seine Endlichkeit einen besonderen Wert, der durchaus geschätzt wird.

Nicht jeder Atheist lebt nach dem Spaßprinzip "Man lebt nur einmal" (YOLO), sondern gerade wegen der Endlichkeit will er sinnvolles tun.

Wenn es keine weitere Existenz nach dem Tod gibt (wovon Atheisten ausgehen), ist dieses Leben durchaus sinnvoll.

Das "Leben nach dem Tod" ist eine religiöse Vorstellung und wer diese nicht hat, benötigt auch keinen den Tod überdauernden Sinn.

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3125b 02.10.2017, 21:12
@mulano

Nur Gläubige *denken* sie führten ein sinnvolles Leben auch über den Tod hinaus. Ich bin nicht so vermessen. 

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3125b 02.10.2017, 21:13
@Enzylexikon

Betrachtet man die menschliche Natur, so gäbe es doch keine größere Hölle als ewiges Leben - auch in einem Paradies. 

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mulano 02.10.2017, 20:56

Wenn man irgendwann einfach nur stirbt und alles ist zu Ende, dann hätte das Leben keinen Sinn gehabt.

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Garnet72 02.10.2017, 21:01
@mulano

Wieso das - das Leben hat den Sinn, den du ihm verleihst, wenn der Sinn des Lebens allerdings im ewigen Leben/im Jenseits liegt, warum dann überhaupt ein endliches, diesseitiges Leben, d.h. ein Leben vor den Tod?

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Enzylexikon 02.10.2017, 21:03
@mulano

Wenn man irgendwann einfach nur stirbt und alles ist zu Ende, dann hätte das Leben keinen Sinn gehabt.

Doch sicher - man hat womöglich viele positive Dinge geschafft, im Idealfall vielleicht sogar die Welt "ein Stück besser gemacht".

Wenn man dem Leben einen Sinn gibt, dann hat auch das endliche Leben, das mit dem Tod vorbei ist, schließlich seinen Sinn erfüllt.

Danach ist eben Ende - wie für Tiere und Pflanzen die gleichfalls vergänglich sind und sterben. Das ist der natürliche Lauf der Dinge.

Außerdem wird man als Leiche wiederum zur Lebensspender für andere Lebewesen wie etwa Insekten oder Mikroorganismen.

Auch auf diese Weise macht das Leben bzw. der Tod einen Sinn.

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mulano 02.10.2017, 21:03

Das Leben ist eine Prüfung, darum.

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mulano 02.10.2017, 21:09

Auch wenn ich positives bewirkt habe, so bin ich am Ende doch tot (nach Atheistenglauben).

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Ich glaube nicht an Gott und die Liebe, Gesellschaft bzw. die Mitmenschen und die Kunst betrachte ich als meinen Sinn im Leben. "Den Sinn" gibt es garnicht...nur für eine Person selbst. Vielleicht ist der Sinn des Lebens den Sinn des Lebens zu finden, etwas was wir eigentlich doch alle (egal ob religiös oder nicht) tun, oder?

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CulchaMik3000 02.10.2017, 22:18

"die Kunst ist mein Sinn im Leben"

könntest du vllt ein wenig mehr darüber erzählen? Ich finde das ziemlich interessant, auch weil ich (M18) selbst noch auf "Sinnsuche" bin

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Deine Frage ist in mehreren Punkten fehlerhaft:

  • "frei von" ist nicht gleich "davon befreit"
  • Gottesglaube ist nicht sinnstiftend
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Nein, das ist nicht automatisch so.

Man kann Atheist sein und trotzdem an den Sinn des Lebens glauben. Ich denke auch, dass die meisten das tun, denn sonst könnten sie kaum leben. Man kann sich als idealistischer Humanist sehr für die Menschen und die Welt einsetzen, das hat Sinn!

Auf einem anderen Blatt steht, dass der Humanist dann genau das macht, was Gott möchte, auch wenn er nicht an Gott glauben kann. Auch nach der Gerechtigkeit Gottes, soweit wir diese aus Jesu Gleichnissen kennen, ist aber nicht entscheidend, was einer glaubt und dann doch nicht befolgt, sondern was einer tut. (Mt 21, 28-32)

Nur wer zusätzich behauptet, das Lebe habe keinen Sinn, hat sich diesen selbst genommen ... wenn es nicht einfach ein verkappter Hilferuf ist, ihm das zu widerlegen.

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Was ist besser, religionsfanatisch Hexen zu jagen oder nicht zu glauben, daß es Hexen gibt?

Was ist besser, religionsfanatisch um ein Wunder zu beten, oder nicht an Wunder zu glauben und stattdessen der Logik vertrauend selbst das Bessere herbeizuführen?

Betrachtet man auch Unsinn als eine Form von Sinn, dann führen Atheisten tatsächlich teilweise ein "sinnbefreites" Leben, was jedoch nicht ausschließt, daß sich Unsinn ersatzweise auch an anderen Stellen des Denkens einnisten kann.

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mulano 02.10.2017, 21:36

In der Bibel steht nichts von Hexen und ich glaube auch nicht das die "Hexen"verfolgung sich durch religiöse Schriften begründen ließe.

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Dxmklvw 02.10.2017, 21:39
@mulano

Das zeigt an, daß du die Bibel nicht vollständig gelesen hast. Allerdings gab es zur Zeit der Bibelschreiber auch andere Begriffe für dieselbe Sache, z. B. "Zauberer".

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Machtnix53 02.10.2017, 21:37

Auch als Atheist möchte ich kein total unsinnbefreites Leben führen. Dafür ist Unsinn doch manchmal einfach zu schön !

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Dxmklvw 02.10.2017, 21:41
@Machtnix53

Stimmt. Eine Welt komplett ohne Unsinn und ohne Probleme, also eine, in der jeder alles richtig macht, wäre sicher eine sehr öde Welt voller perfekter Roboter.

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Garnet72 02.10.2017, 21:57
@Machtnix53

Eben - wer für mich keinen Sinn für Unsinn hat (i.S. von Humor), dem geht m. M der Sinn für den Sinn des Lebens total ab...

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Nein. Atheisten müssen keinen Sinn leugnen, nur weil sie einen sinnstiftenden Gott leugnen. Vielleicht hilft diese Seite: https://en.wikipedia.org/wiki/Denying_the_antecedent

Und außerdem solltest du zwischen "laut Atheisten" und "de facto" unterscheiden. Laut Verschwörungstheoretikern werden wir von Weltverschwörungen dumm gehalten, de facto ist das nicht so. Das ist der Unterschied.

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Nein, denn sie definierem mit ihrem eigenen Verstand und Wertesystem den Sinn ihres Lebens. Jeder Mensch verfügt über ein Wertesystem und eine gewisse Weltanschauung, die sich in erster Linie durch soziales Umfeld und Bildung ergeben. Religion spielt da nicht zwangsläufig eine Rolle. Ich bin auch Agnostikerin und der Sinn meines Lebens ist es, glücklich zu werden. Und damit meine ich, mit mir selber im Reinen zu sein. Ich glaube an Liebe, Vernunft und Hoffnung als positive Triebkräfte in unserem Leben. Ich verurteile Kriminalität, Hetze, Terrorismus und viele andere hässliche Dinge die mancher religiöse und nicht religiöser Mensch begeht. 

Ps: Kleine "Ohrfeige" an den Fragesteller. Du scheinst eine sehr abwertende Haltung gegenüber Konfessionslose zu haben. Lass doch einfach jeden Menschen leben wie er will, fühlen was er will und denken was er will. Sie haben ein Recht darauf und du kannst sowieso deine Weltanschauung nicht anderen aufzwingen. Also lass die diskriminerende Haltung weg.

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mulano 02.10.2017, 21:42

Der Sinn des Lebens geht für mich über den Tod hinaus, alles andere ist für mich kein Sinn. Man kann zwar versuchen selber seinem Leben einen Sinn zu geben, dieser ist mit dem Tod dann aber auch vorbei. Übrigens bin ich selbst konfessionslos.

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Garnet72 02.10.2017, 21:49
@mulano

Gegenfrage: wieso also ein endliches, diesseitiges Leben/ein Leben vor dem Tod, wenn sich der Sinn des Lebens für dich nur im ewigen, jenseitigen Leben erfüllt?

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slolu 02.10.2017, 21:53
@Garnet72

Da hat jemand wohl das Bedürfnis zu sticheln :D

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Garnet72 02.10.2017, 22:28
@slolu

Klar...ein Bestandteil meiner Vorstellung vom Sinn des Lebens...nein, ich scherze!

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oopexpert 02.10.2017, 23:51
@mulano

Das ist wirklich schön für dich wie DU DEINEN Sinn im Leben definierst. Hast Du auch die Toleranz anderen zuzugestehen, was sie für sinnvoll in IHREM Leben ansehen???

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mulano 02.10.2017, 22:01

Das endliche Leben entscheidet schlußendlich darüber ob unser Leben einen Sinn hatte oder keinen. Wenn man sich im diesseitigen Leben für das jenseitige Leben disqualifiziert hat, dann hat man den Sinn des Lebens verfehlt. Der Sinn des diesseitigen Lebens liegt also darin, Erfahrungen zu sammeln, und sich für den richtigen Lebensweg der am Ende zum Ziel (ewigem Leben) führt zu entscheiden.

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Garnet72 02.10.2017, 22:23
@mulano

O.k., einigen wir uns doch darauf, dass für dich der Sinn des Lebens darin liegt, sich für ein ewiges Leben zu qualifizieren - während für andere der Sinn des Lebens darin liegt, ihr diesseitiges Leben mit individuellem Sinn zu füllen, da sie für die Vorstellung eines ewigen Lebens keine Beweise haben .... In diesem Sinne, dir noch ein sinnhaftes Leben im Dies- und im Jenseits (meine ich völlig unironisch!), ich klinke mich an dieser Stelle aus!

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oopexpert 02.10.2017, 23:53
@mulano

Hier auch schon wieder. Wer bist DU, dass DU entscheidest, WELCHES LEBEN Sinn gemacht hat??

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OlliBjoern 03.10.2017, 02:04
@mulano

Ist das nun sinnvoll, aufgrund von 70 Jahren (ungefähr) Leben über ein ewiges Leben zu entscheiden? Warum sind diese Jahre so wichtig? Für Gott (der ja ewig ist), ist das ja Pillepalle...

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RudolfFischer 03.10.2017, 09:57

@slolu: Ich gebe dir im ersten Teil deiner Ausführungen völlig recht. Alles, was du aufführst, ist sinnstiftend für das Leben hier auf dieser Welt. Bei Gläubigen kommt nur noch die Sinnhaftigkeit darüber hinaus ins Transzendente dazu, also nicht etwas Gegensätzliches, sondern Umgreifendes. Damit können du und ich ohne Probleme miteinander in dieser Welt leben, denke ich.

Ich halte den Fragesteller nicht für diskriminierend, denn er hat seine Ausführungen ja zur Diskussion gestellt.

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Dein Leben kann auch als Atheist oder Agnostiker sinnvoll sein, da der Glaube an Gott für einige Menschen zwar sinnstiftend sein mag, dies aber nicht bedeutet, dass der Gottesglaube synonym für den Sinn des Lebens steht. Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens ist nicht allgemeingültig zu beantworten, denn welchen Sinn du deinem Leben verleihst, ist eine höchst individuelle Entscheidung.

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Garnet72 02.10.2017, 21:26

Nachtrag zu deiner Überschrift: Atheisten führen per definitionem lediglich ein Leben ohne Gott bzw. ohne an Gott zu glauben, aber kein Leben ohne Sinn...

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Nein Atheisten führen ein sehr sinnvolles Leben, schon in der Hinsicht, dass sie mindestens um einen irrationale Überzeugung ärmer sind.

Die Frage ist, warum meinst DU den Sinn des Lebens für ALLE definieren zu können? Das ist eine Anmaßung, die ihresgleichen sucht.

Ich sehe meinen Sinn im Leben, der Irrationalität die Stirn zu bieten und Dummzeug als solches zu identifizieren. Es ist eine immerwährende Auseinandersetzung mit sich selber aber auch mit anderen, die sehr viel Kraft kostet und mich ab und zu sehr unglücklich stimmt, weil irrationale Überzeugungssysteme einfach so beständig sind.

Aber ich sehe das als Generationenaufgabe, sodass Glaube, Religion, Esoterik und Ideologien irgendwann unbedeutend werden und wir diese verschwendeten Resourcen in Dinge einbringen, die der Menschheit tatsächlich etwas bringen.

Insofern ist dass, was ich versuche zu tun (aber auch viele ander) auch etwas, was hoffentlich mein Leben überdauert.

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Garnet72 03.10.2017, 02:30

Wärst du kein Atheist und ich keine Agnostikerin würde ich jetzt ein "Amen" unter deine Antwort setzen...!

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danhof 03.10.2017, 08:16

Ich sehe meinen Sinn im Leben, der Irrationalität die Stirn zu bieten und Dummzeug als solches zu identifizieren

Und warum bist du dann Atheist? (Wenn wir schon beim "Sticheln" sind)

Aber ich sehe das als Generationenaufgabe, sodass Glaube, Religion, Esoterik und Ideologien irgendwann unbedeutend werden und wir diese verschwendeten Resourcen in Dinge einbringen, die der Menschheit tatsächlich etwas bringen.

Es spricht doch nichts dagegen, diese Ressourcen bereits zu nutzen. Gründe doch ein unideologisches, internationales Hilfszentrum, wo man nur Mitglied werden darf, wenn man frei von allem oben genannten ist.

Aber die Welt ideologiefrei zu bekommen dürfte nicht funktionieren. Man muss das mal bis zum Ende durchdenken. Abgesehen davon, dass Atheismus ja ebenso eine Ideologie ist. Was soll denn die Konsequenz sein, wenn ich DOCH wieder eine Bibel zur Hand nehme? Gefängnis? Todesstrafe?

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oopexpert 03.10.2017, 12:22
@danhof

"Atheismus ja ebenso eine Ideologie"

Das ist zum Beispiel sogenanntes dummes Zeug was du erzählst. Atheismus ist Konsequenz aber nicht Ursache. Ideologie ist Ursache. Aus dem Atheismus folgt nichts, also auch keine Todesstrafe.

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Was die geistseelische Entwicklung betrifft, werden Atheisten ihren Soll nicht erfüllen

und somit ihr Leben sinnlos geführt haben...

Die Verwendung und Benutzung ganzer Paletten an Wertekatalogen und Umsetzung des gesamten Wertekanons bzw. ethischer Normen zu einem positiven eigenen Leben (und auch gegenüber anderen Wesenheiten) reichen hierfür leider nicht aus, denn

die eigentlichen Aufgaben, Übungen und Prozesse wie auch die Bereinigungen und Transformationen sind ja nicht bewältigt und erledigt worden...

Die meisten Atheisten hier in GF haben einen Sinn des Lebens bestritten, weswegen ich diese Aussagen auch machen kann, da allein schon diese Aussage einer geistseelischen Entwicklung nicht förderlich ist...

Gruß Fantho

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Garnet72 03.10.2017, 02:36

"Was die geistseelische Entwicklung betrifft, werden Atheisten ihren Soll nicht erfüllen und somit ihr Leben sinnlos geführt haben...": welche Anmaßung - und gestatte mir den Hinweis, dass dein Mangel an Toleranz gegenüber den Ansichten Andersdenkender auch nicht gerade ein Beweis dafür ist, dass du "dein Soll" im Bezug auf "deine geistseelische Entwicklung" erfüllst.

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Fantho 03.10.2017, 03:17
@Garnet72

Es ist keine Anmaßung, sondern einfach eine Sicht eines Wissenden.

Zudem gibt es hierzu genug an Material, die diese meine Aussagen bestätigen: Weisheitslehren, Theosophie usw.

Wo bitteschön erkennst Du einen Mangel an Toleranz gegenüber Andersdenkender? Kann ich nirgends erkennen.

Zudem habe ich auch nicht geschrieben, dass ich meinen Soll erfüllt habe. Wo bitteschön steht dies geschrieben?

Ich glaube eher, dass Du über meine Zeilen keinen einzigen vernünftigen Gedanken gehegt hattest, sondern einfach nur poltern wolltest, sonst würdest Du nicht so polemisch argumentieren, sondern hättest vernünftige Gegenargumente abgeliefert...

Gruß Fantho

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Garnet72 03.10.2017, 06:36
@Fantho

"Es ist keine Anmaßung, sondern einfach eine Sicht eines Wissenden" - Lieber Wissender, um mal deine "bescheidene Selbsteinschätzung/-beschreibung" aufzugreifen, abgesehen davon, dass es für mich von einem gewissen Grad an Selbstüberschätzung zeugt, sich selbst als "Wissenden" zu bezeichnen, ist es für mich sehr wohl anmaßend, einem Atheisten einen Mangel an geistseelischer Entwicklung zu unterstellen und zu schlussfolgern, nur weil er den Glauben an Gott nicht als sinn- oder identitätsstiftend ansieht, habe er ein sinnloses Leben geführt. In meinem "poltrigen" Kommentar unterstelle ich dir übrigens auch an keiner Stelle, du hättest behauptet, dein "Soll" bereits erfüllt zu haben, sondern ich weise  lediglich darauf hin, dass deine "Weigerung", Atheisten eine geistseelische Entwicklung zuzugestehen, der Erfüllung deines "Solls an geistseelischer Entwicklung" nicht eben förderlich sein dürfte, da ich in deiner Einstellung gegenüber Atheisten eine gewisse Herablassung herauszulesen vermeine (diplomatisch ausgedrückt!). Wenn du das jedoch als polemisch empfindest, dann bitte ich vielmals um Verzeihung! Und die Weisheitslehren, die Theosophie, etc. mögen zwar deine Aussagen stützen, liefern aber keinen wissenschaftliche Beleg für die Existenz Gottes - wobei ich aber gerne zugestehen will, dass sich die Nicht-Existenz Gottes ebenso wenig beweisen lässt (denn nur weil sich ein "Phänomen" (noch) nicht nachweisen kann, bedeutet dies ja nicht zwangsläufig, dass es nicht existiert)! Ob mein "Versuch" einer Gegenargumentation jetzt als "vernünftig" gewertet werden kann, sei mal dahingestellt...aber über den "Vernunftbegriff" ließe sich ja auch trefflich streiten,

Gruß Garnet72

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TroIIinger 03.10.2017, 14:33
@Fantho

Es ist keine Anmaßung, sondern einfach eine Sicht eines Wissenden.

Du verwechselst Wissen mit Glauben. Du bist nur ein Glaubender, denn dir fehlen die Belege für das was du zu wissen vorgibst.

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Garnet72 03.10.2017, 18:22
@Garnet72

Nachtrag zu meiner "Unterstellung", es fehle dir an Toleranz gegenüber Andersdenkenden - ich beziehe mich in diesem Zusammenhang nicht auf Toleranz i. S. von Duldsamkeit (tolerare = dulden), sondern i. S. von "Weitherzigkeit (s. u.a. Duden) und auf den Ausspruch von Tucholsky "Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere recht hat". Und diese Möglichkeit, dass Atheisten Recht haben könnten, ziehst du in deinem Kommentar anscheinend nicht ernsthaft in Betracht.

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Garnet72 03.10.2017, 18:29
@TroIIinger

Abgesehen davon, ist die Selbstbehauptung/-einschätzung, ein "Wissender" zu sein, angreifbar, denn der Prozess des Wissenserwerbs ist nicht endlich ("je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, dass ich nicht weiß"), so dass ich mich höchstens als ein "nach Wissen Strebender" bezeichnen kann...

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Fantho 03.10.2017, 22:11
@Garnet72

"bescheidene Selbsteinschätzung/-beschreibung" aufzugreifen, abgesehen davon, dass es für mich von einem gewissen Grad an Selbstüberschätzung zeugt

Nun, es tangiert mich peripher, was ich in den Augen anderer bin, zumal sie mich persönlich nicht kennen. Sie sollen nur für sich überprüfen, ob meine Aussagen sich als stimmig oder als nicht stimmig erweisen und mich ggf. befragen, bekritisieren, mit Gegenargumenten 'bombardieren', oder in Ruhe lassen...

Ich werde auch zB einem Mathematiker dessen behauptetes Wissen über Mathematik nicht abstreitig machen und diesem keine Selbstüberschätzung vorwerfen. Wenn ich etwas nicht weiß, dann frage ich. So lerne ich auch über den Inhalt und das Volumen des Wissens jenes Mathematikers.

Beweise und begründe mir bitte, dass mein Wissen falsch ist.

Der von  Dir an mich zugetragene Vorwurf einer Nicht-Toleranz meinerseits kann ich nur wieder zurückgeben. Dein von Tucholsky widergegebenes Zitat gibt ja genau diese Verhaltensweise wider: Dass ich recht haben könnte, streitet man mir doch ebenso ab.

Dieses Zitat ist zwar 'von beiden Seiten' ernst zu nehmen, jedoch muss nicht immer davon ausgegangen werden, dass man selber stets im unrecht sich befindet. Erst wenn man nach reifer Überlegung und Selbstüberprüfung von der eigenen Richtigkeit überzeugt ist, kann und darf ich von der Unrichtigkeit des anderen ausgehen, ohne die Toleranz abzuwerten; ich toleriere weiterhin, dass 'der andere' eine andere Sicht vertritt, muss diese jedoch nicht akzeptieren für mich.

Wer sich dann als nicht tolerant erweist, sind jene, die einen dann zB Selbstüberschätzung vorwerfen ohne Kenntnis der kritisierten Person und dessen Wissensumfang.

Und ja, aufgrund meines Wissens bin ich überzeugt davon, dass Atheisten in dieser Thematik sich im Unrecht befinden, sonst wäre ich ja mit ziemlicher Sicherheit selbst ein Atheist; in welcher ideologsichen Auslebung auch immer.

Und nein, mein Wissen darüber, dass Atheisten ihren 'Soll' nicht erfüllen werden, wird weder meinen 'Soll' erfüllen noch diesen nicht erfüllen lassen, denn diese 'Behauptung' hat keinen Bezug darauf, da sie keine Be-Wertung darstellt, sondern lediglich eine Feststellung ist.

Das hat weder mit Arroganz, mit Hochmut oder Überhöhung zu tun.

Vielleicht eher noch mit Weitherzigkeit, denn ich versuche hier ja aufgrund der Verbreitung meines WIssens Gott näher 'an den Mann / an die Frau' zu bringen, indem ich andere Perspektiven und Lehren aufzeige und somit hoffentlich neue Neugier erwecke...

Ich habe auch nie behauptet, dass Gott sich wissenschaftlich beweisen (oder widerlegen) lässt. Jedoch gebe ich viele Hinweise: Selbsterfahrungen und Selbsterkenntnisse, Werke, wissenschaftliche Theorien und Studien etc. pp...

Gruß Fantho

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Fantho 03.10.2017, 22:18
@TroIIinger

Da befindest Du Dich im Irrtum. Erstaunliche Aussage über einen Menschen, den Du persönlich nicht kennst.

Vermutlich weißt Du nicht, dass aus Glaube Wissen werden kann...

Wusstest Du, dass Glaube auch (innere) Überzeugung bedeutet?

Eine Gegenfrage: Weißt Du, dass zB die Erde ca. 13-14 Milliarden Jahre alt ist und falls ja, woher weißt Du das?

Also, ich weiß das nicht...nicht in dem Sinn, wie ich (wahres) Wissen definiere...

Gruß Fantho

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Fantho 03.10.2017, 22:27
@Garnet72

Im Grunde gebe ich Dir recht, aber ich bezeichne mich ja auch nicht als All-Wissender ;-)

sondern als Wissender aufgrund eigener Erfahrungen und Erkenntnisse und noch mehr...

Wer jedoch nach Wissen strebt, kann jedoch im Streben verhaftet bleiben und somit nicht wirklich Wissen erlangen. Du kennst vermutlich diese Bewertung auch (vom Hörensagen): Er hat sich redlich bemüht ;-)

Gruß Fantho

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Garnet72 04.10.2017, 02:06
@Fantho

"Der von Dir an mich zugetragene Vorwurf einer Nicht-Toleranz meinerseits kann ich nur wieder zurückgeben. Dein von Tucholsky widergegebenes Zitat gibt ja genau diese Verhaltensweise wider: Dass ich recht haben könnte, streitet man mir doch ebenso ab" - ich streite überhaupt nicht ab, dass du recht haben könntest, ich  habe lediglich ein Problem damit, dass du deine subjektiven Überzeugungen bzw. inneren Gewissheiten, kurz: deinen Glauben an Gott, den du nicht mit wissenschaftlichen Belegen untermauern kannst, als "Wissen" deklarierst. Daher kann ich auch nicht "beweisen", dass das, was du als "dein Wissen" - ich aber als deinen Glauben bezeichne - "richtig oder falsch" ist. Ich kann deinen Überzeugungen lediglich zustimmen bzw. sie teilen, oder auch nicht. 

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Sinn wird weitgehend überschätzt.

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Garnet72 03.10.2017, 02:43

... außer dem Sinn für Unsinn oder Schwachsinn, der wird leider "weitgehend unterschätzt"...;-)

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Ich bin aus tiefster Überzeugung Atheistin, dennoch habe ich sehr früh den Sinn des Lebens für mich gefunden und das ist meine Familie und mein Leben im Diesseits.

Ich brauche niemanden, der den Sinn des Lebens für mich definiert und auch niemanden, der mir Recht und Unrecht erklärt. Das bekomme ich selbst hin.

Denn ich bin glücklicherweise als selbstständig denkendes Wesen geboren worden.

Wenn Gott ein Wesen erschaffen hätte, welches als Krönung der Schöpfung bezeichnet wird und er müsste diesem Wesen ständig sagen, wie es sich verhalten soll und was gut und schlecht ist, dann hat Gott in meinen Augen versagt!

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mulano 02.10.2017, 20:46

Welchen Sinn hast du, wenn du mal tot bist?

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Menuett 02.10.2017, 20:48
@mulano

Dann bist Du tot und nicht mehr existent.

Da brauchst Du keinen Sinn mehr.

Du gehst in den Zustand zurück, in dem Du Dich vor Deiner Geburt befunden hast - nicht da.

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Kandahar 02.10.2017, 20:48
@mulano

Ich habe gelebt, Kinder bekommen und diese fit für das Leben gemacht (damit auch meinen Enkeln eine gute Basis geschaffen) und ich habe mein Leben recht unbeschwert genossen.

Ich muss mir auf dem Totenbett sicher nicht vorwerfen, mich wegen irgendwelcher Zwänge das Leben reduziert zu haben.

Was wil man mehr?


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Garnet72 02.10.2017, 20:53
@mulano

"Welchen Sinn hast du, wenn du mal tot bist?" Ich habe den Kreis des Lebens, der mit der Geburt beginnt und mit dem Tod endet, geschlossen...?!

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Shiranam 02.10.2017, 20:54
@mulano

Den Sinn, den ich habe, wenn ich mal tot bin, findest Du im Herzen meiner Mitmenschen.

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mulano 02.10.2017, 20:53

Ewiges Leben. Ich möchte ewiges Leben.

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Garnet72 02.10.2017, 20:56
@mulano

"Ewiges Leben. Ich möchte ewiges Leben" - das bleibt dir selbstverständlich unbenommen - aber evtl. geben sich andere Menschen mit einem diesseitigen, endlichen Leben zufrieden, dem sie einen individuellen Sinn verleihen...

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Kandahar 02.10.2017, 21:00
@Garnet72

Ich bin jetzt am Leben und das genieße ich bis zum letzten Tag. Dafür haben meine Eltern (nicht Gott) mir mein Leben geschenkt. Genau das war ihre Absicht!

Sollte danach noch etwas kommen, dann ist das schön oder auch nicht. Aber das weiß ich nicht.

Was ich aber weiß ist, dass ich jetzt und hier lebe und ich will nicht mein Leben in Starre verbringen und verzichten für etwas, was nicht eintreten muss.

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mulano 02.10.2017, 21:00

Deine Mitmenschen sterben auch einmal und wer gedenkt deiner wenn morgen ein Asteroid die Erde zerstört?

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Nach mir die Sinnflut!

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Garnet72 02.10.2017, 22:11

Wenn ich Sintflut so buchstabiere wie du (absichtlich oder unbeabsichtigt?), eröffnet dein Kommentar ungeahnte (oder vielleicht doch beabsichtigte?) Assoziationsräume...;-)

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Toastybeef 02.10.2017, 22:50
@Garnet72

Hahaha, du hast mir mit deinem Kommentar soeben den Lacher des Abends beschert, dankeschön. Mann o mann, wie gut es doch tun kann mit gebildeten Menschen zu diskutieren!

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Machtnix53 02.10.2017, 22:57
@Garnet72

Es geht ja bei dieser Frage um Sinn, nicht um Sint, was immer das sein soll.

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Den Sinn meines Lebens bestimme ich selbst und kein altes Buch, auf dessen Grundlage viel zu oft Leid und Krieg verbreitet wurdet.

Darin sehe ich mehr Sinn als etwas nachzustreben, was ein anderer Mensch geschrieben hat.

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Atheisten sprechen dem Leben nichts ab. Sie haben auch nicht mehr oder weniger Lust auf ein Leben nach dem Tod, als Gläubige.

Sie wissen aber die Realität von ihren Wunschträumen zu unterscheiden. Wenn diese Fähigkeit ein Leben sinnlos macht, ja, dann ist ihr Leben sinnlos.

Und wenn Realitätsverweigerung der Sinn deines Lebens ist, dann hat dein Leben eben DIESEN Sinn.

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Warum sollte ein Leben sinnlos sein, wenn man nicht an Gott glaubt?

Gottesglaube ist sinnstiftend.

Anderen Leuten helfen und beistehen ist sinnstiftend.

Leute erfreuen ist sinnstiftend.

Und noch so Vieles mehr...

........

Im Internet Unfrieden und Hass schüren ist nicht sinnstiftend. Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst.

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danhof 03.10.2017, 19:44

Coole Antwort.

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Nein - sie sehen ihren Sinn bloß nicht in irgendeinem Gott oder in einem fremdbestimmten Schicksal.

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