Fühlen sich G-Kräfte für dicke Menschen heftiger an?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Schon die normale Schwerkraft fühlt sich für dicke Menschen heftiger an. Zwar nicht unbedingt beim Sitzen und Liegen, aber doch bei allen Aktivitäten, die es erfordern, daß man dabei auf den Beinen ist, oder zusätzliche schwere Gegenstände hebt und trägt, oder daß man sich dabei abwechselnd setzen, knien, hinlegen und dann wieder aufstehen muß. Logisch, daß diese Extrabelastung durch das eigene Körpergewicht noch größer wird, wenn das herrschende Beschleunigungsfeld stärker ist.

Das kommt darauf an, wie trainiert der Körper ist, und "dicke" Menschen sind auch meist nicht so fit und trainiert.

Hier geht es lediglich um die Masse. Die Knochenkonsistenz ist zuerst einmal unabhängig vom Ernährungszustand des menschen zu betrachten D.h., egal ob ein 100kg Mann (untrainiert) oder ein 100kg Bodybuilder (trainiert) einer höheren Gravitationskraft, d.h., einer verstärkten Gravitationsbeschleunigung ausgesetzt wäre, der Effekt auf die Knochen bleibt zunächst einmal der selbe.

In Erdfeldnäherung gilt,

F = mG, wobei G = G(a) = a*g, mit a aus {1;2;...} der Einfachheit halber, und g= 9.81 m/s^2.

m bezeichnet die Masse des in Erdfeldnäherung fallenden Objektes.

Steht das Objekt auf dem Erdboden und kompensiert dieser die Gewichtskraft, so wirkt die Kraft,

F_k = -mG = -a *m *g.

Unter der Annahme einer Grundfläche von A = 5*20cm^2 *2 (füße), haben wir also einen Druck von,

p = |F_k|/A = a *m *(g/A).

Nun könnte man z.B. unter Verwendung von Schweineknochen o.ä. messen, wie viel Druck man auf einen stehenden Knochen insgesamt ausüben kann (z.B. per Presse), bis der Knochen bricht. Mithilfe des genannten Zusammenhangs kann man das dann, unter Annahme der Äquivalenz von Schweineknochen und Menschenknochen, auf die Masse des Menschen umrechnen.

Zu beachten ist aber noch die Lunge: Die hier stattfindenden thermodynamischen Prozesse (ich wollte zuerst isobar schreiben, und das müsste in guter Näherung auch erst einmal gelten), würden sich dann verändern, d.h., bereits die Sauerstoffzufuhr wäre anders....

VG, dongodongo.

In Wesentlichen nein! Die Fallgeschwindigkeit (1g) ist bei einer 100 kg Person auch nicht höher als bei einer 50 kg Person.

Für das ertragen von g-Kräften sind ganz andere Dinge verantwortlich, etwa die körperliche Konstitution.

a=1g ist eine Beschleunigung und keine Geschwindigkeit. Und um die g-Kraft zu erhalten, muss man sie mit der Masse des Körpers multiplizieren (F=ma). Folglich erfährt ein doppelt so schwerer Körper eine doppelt so große g-Kraft.

1
@Bernte

Na, du bist ja ein ganz Schlauer. Ich hätte "bei 1g" schreiben sollen.

Und was heißt das jetzt in Bezug auf die Frage?

0
@luggels

Was soll das denn jetzt? Willst du mich blöd anmachen, weil ich deine Antwort korrigiere, wenn ich einen Fehler sehe?

Im Bezug auf die Frage bedeutet das, dass die G-Kraft sich verdoppelt und nicht konstant bleibt, wie du geschrieben hast. Also ja, dicke Leute haben mehr auszugleichen, unabhängig von ihrer allgemeinen Lonstitution.

0
@luggels

Hallo luggels, Dein Fehler heißt doch hier "Fallgeschwindigkeit (1g)". Dabei handelt es sich um die Fallbeschleunigung, und das ist etwas anderes!

0

Glaube nicht weil Dicke ja so mehr Fläche haben auf denn der Druck verteilt werden könnte.

Gravitation wirkt aber nicht auf Fläche, sondern auf jedes einzelne Atom. Außerdem ist es ja kein Druck.

1
@hydralernae

Es geht nicht um Gravitation, sondern um g-Kräfte, also jene Kräfte, die auf einen Körper wirken, wenn sein "Lager" beschleunigt wird. Da sich diese Kraft auf die Trennfläche zwischen Körper und Lager verteilt, ist Druck tatsächlich die relevante Größe.

Da dicke Menschen aber dazu neigen, in zwei Dimensionen dick zu werden, erwarte ich jedoch, dass sie einen größeren Druck erfahren und somit eher Probleme haben.

0

Dann würden schwere Menschen schon auf einer Kinderschaukel sterben, denn schon dort kommt man auf ca. 2,5g ....

  • Typischer Maximalwert bei einer Kinderschaukel: 2,5g
  • Maximalwert bei der Achterbahn Silver Star: 4g
  • Maximalwert bei einer Apollo-Kapsel während des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre nach einem Mondflug: 6,4g
  • Durchschnittliche Maximalwerte bei Kunstflugmanövern (Belastungsdauer zwischen 1,5 und 3 Sekunden): 8g
  • 60-sekündige Dauerbelastung in der als Tötungsmaschine konzipierten hypothetischen Achterbahn Euthanasia Coaster: 10g
  • Maximalwert für von Menschen ohne schwere Verletzungen überlebbare g-Kraft: 100g
  • Laut Guinness-Buch der Rekorde höchste gemessene g-Kraft, die von einem Menschen (David Purley, 1977) überlebt wurde: 179,8g
  • IndyCar von Kenny Bräck beim Crash auf dem Texas Motor Speedway im Jahre 2003 (der Fahrer überlebte): 214g
  • Größenordnung beim Aufprall eines Kugelschreibers, der aus 1 m Höhe auf harten Boden fällt und liegen bleibt: 1.000g

http://de.wikipedia.org/wiki/G-Kraft

Was möchtest Du wissen?