Fühle mich schlecht beim Töten meiner Charaktere, ist das Normal?

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4 Antworten

Aufhören deinen fiktiven Figuren Gefühlen entgegenzubringen und darüber nachdenken was für die Geschichte am Besten wäre.

Ständig Glücksfälle durch die Figuren aus der Klemme kommen ist genauso langweilig wie der ständige Tod von Figuren.

Ehrlich gesagt: Mich nervt ja derzeit dieses massive Heldensterben, das seit Game of Thrones herrscht. Ursprünglich ein Schocker und ungewöhnlich, irgendwann aber dann doch nicht mehr unerwartet. Noch dazu führt es dazu, dass der Leser sich irgendwann nicht mehr an die Charaktere binden mag, die ihm dauernd wegsterben. Ich würde mal überlegen, ob wirklich so viel gestorben werden muss.

Was nun dein spezielles Problem betrifft: Mich würde da interessieren, ob du von vorneherein einen Handlungs- und Spannungsbogen entworfen hast. Denn dann wäre dir ja eigentlich von der ersten Seite an klar, wann welcher Charakter stirbt, der Tod kommt nicht überraschend. Wenn doch, solltest du vielleicht deine Herangehensweise zumindest einmal überdenken.

In der Dramaturgie gilt: Mutet deiner Figur das schlimmst mögliche für sie zu. Denn dann entsteht der größte Konflikt. Du darfst da nicht zimperlich sein. Es ist keine reale Person. Die Leser wollen mit ihr mitfiebern. 

Mit dem sterben von Hauptfiguren ist es so ne Sache. Das funktioniert nur bei epischen Erzählungen wie Game of Thrones bei der noch ausreichend Figuren vorhanden sind um dies aufzufangen.

Seit Game of Thrones so populär geworden ist, ist das Opfern von Hauptcharakteren nicht unbedingt mehr "Avantgarde". Das ist schon fast selbst ein Klischee.

TomrisGoekbal 06.07.2017, 15:10

Sterben wirklich viele Charaktere bei Game of Thrones? Wollte es mal anschauen aber kam irgendwie nie dazu...

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Ahzmandius 08.07.2017, 17:57

Bei GOT sterben die Charaktere nicht per zufall, sondern, weil sie in Situationen geraten (meist selbstfverschuldet) aus denen es halt keinen Ausweg gibt.

Die Charaktere sterben, weil es zu der Welt gehört, in der sie leben.

Da sieht man daran, dass ganze Plotstränge wegafallen oder am Ende irrelevant sind (sie haben einen mehr oder weniger großen Effekt auf die Welt selbst, aber für sich sind sie unwichtig).

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