Fühle mich dumm?

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Um Dir komplett helfen zu können, wären fachliche Gespräche notwendig, vorzugsweise mit einem Sozialpädagogen oder Psychologen. ein Psychiater oder Psychotherapeut wäre wahrscheinlich noch nicht erforderlich. An dieser Stelle einige -teils hypothetische- Ansätze, die Du mal auf Dich und Deine Gegebenheiten hin abchecken kannst: Es ist gar nicht selten, dass Abi-Absolventen quasi in ein Loch fallen und an das weitere Vorgehen zweifeln. Grund ist häufig, dass man auf Grund des gerade erlebten Prüfungsstresses schon in einem sog. Burn-out-Status steht/stand, manchmal, ohne dass man dies genau erfassen kann und dann, nach der Prüfung, durch den Wegfall des permanenten Lernmodus unterbewußt quasi eine völlige Unterforderung durchmacht. Insoweit fällt man von einem Extrem ins Andere. Eben noch die höchste Leistungskurve für die Prüfungen abgefordert, geht das Gehirn jetzt auf Sparmodus im Vergleich zu den gerade noch bestehenden Anforderungen. An sich ist dies zugleich auch eine Art regenerative Erholungsphase nach einer langen Streßphase, so dass man auch zuweilen den Eindruck hat, andere logische Zusammenhänge nicht mehr so schnell zu erfassen. Abgesehen davon, dass auch unterschiedlich ausgerichtete Lerninhalte vermittelt werden, (Stichwort Breitenbildung) ist es insgesamt nicht bedenklich, wenn Du den Eindruck hast, die Lernstoffe Deines Bruders nicht nachvollziehen zu können. Man kann das ein wenig damit vergleichen, wenn Menschen jahrelang arbeiten und dann plötzlich arbeitslos werden und sich unterfordert und nutzlos fühlen. Du bist NICHT verdummt, sondern Dein Körper und gleichsam Dein Gehirn fordern ihren Tribut an Erholung. Ich empfehle Dir einige unterstützende Gespräche und eine Urlaubsphase, aus der heraus Du langsam wieder aktiv wirst, so in Stufen, wie SPieleabende mit Trivial Pursuit, Einstieg in neue Aufgaben/Lerninhalte, Analyse Deines bevorzugten Studienfachs. Du kannst auch erwägen, dass Du tatsächlich eine Ausbildung machst und schon nebenher mit einem Abend- oder Fernstudium Deine Wunschziele ins Auge fasst. Ob Du disziplinarisch dafür der Typ bist, kannst Du mit fachlicher Begleitung herausfinden. Ich gehe davon aus, dass Deine depressive Phase schnell vergeht, wenn Du Dich wirklich etwas erholt hast und Dir auch mal klar machst, dass das Abi ein persönlicher Erfolg ist. Hiernach wirst Du mit neuen Anforderungen merken, dass die Ansprüche an Dich auch eine neue Leistungsphase einleiten, die Dich wieder aufbaut. Wichtig ist, dass Du a) Dich in der depressiven Phase mit Gesprächen begleiten lässt b) eine Ausbildung und/oder ein Studienfach belegst, die/das Dir auch etwas Freude macht und c) Du Dich auch mit anderen Abiturienten und Studenten austauschst, um ERfahrungswerte zu erhalten. Frage auch Deine Eltern, egal wie profan das gerade klingt, ob Sie Deine Ziele vereinbar mit Deinen charaktären Merkmalen halten, die können da wirklich helfen, wenn das Verhältnis gut ist. Belohne Dich und auch Deine kleinen Erfolge mit kleinen Dingen des Alltags. Das Leben ist nicht nur Arbeit, Du brauchst einen Ausgleich, etwa mal einen Billard-Abend mit guten Gesprächen. Eine weitere Methode ist, wenn Du Dich in einem Verein oder Sozialprojekt engagierst, vllt. vorübergehend. Wenn Du merkst, dass Dein Wissen und Einsatz dort hilfreich ist, egal, wie anspruchsvoll hinsichtlich der Bildung, stärkt so etwas das Selbstbewusstsein. Achte aber UNBEDINGT darauf, dass Du Dich -auch mit freiwilligen Ehrenämtern- NICHT so belastest, dass es tatsächlich zu einer Last wird, es muss im Rahmen einer positiven und entspannten Selbstentwicklung bleiben. Der Sozialpädagoge hört zu und greift "Baustellen" Deiner Eindrücke auf und hilft Dir auf diesem Weg. Ich hoffe, mit dieser Empfehlung kannst Du wieder positiv vorwärts schauen und wünsche Dir viel Glück

Es ist normal dass man nicht mehr alles weiß, was man im Abi gemacht hat. Am Ende bleibt eigentlich nur noch so etwas wie ein Grundwissen zurück. Auch dein Bruder wird sich in einem Jahr nicht mehr genau an die Inhalte erinnern, die er jetzt in seinen Hausaufgaben bearbeitet.

Du solltest nochmal aufs Studium umsatteln. Probiere es doch einfach, was hast du schon zu verlieren? Du bist doch noch jung und selbst wenn du nach einem Semester merken solltest, dass es nichts für dich ist, wäre das auch kein Beinbruch. Aber wenn du es nicht probierst, wirst du dich dein Leben lang fragen, ob du es nicht doch geschafft hättest.

PS: Anmeldezeiträume sind in etwa bis Ende Juni/Mitte Juli (je nach Hochschule).

Du hast das Abi ja geschafft, also bist du ganz sicher nicht dumm. Wenn du jetzt Probleme hast, wegen einer Depression, dann hat das auch nichts mit deiner Intelligenz zu tun. Dass du einen anderen Berufsweg einschlägst, um dein jetztiges Handicap zu umgehen, finde ich auch nicht doof, sondern sehr überlegt. und das Studium kannst du immer noch nachholen. man kann aber auch über andere Wege an seinen Traumjob kommen, auch ohne Studium. Also überleg dich doch einfach mal, was dein Traumberuf wäre und wie du es auch ohne Studium dorthin schaffen könntest.

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