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Fuchs

Der Rotfuchs gehört zu den bekanntesten Vertretern der Raubtiere, von denen sogar jeder Städter – selbst wenn er noch nie ein Exemplar in freier Wildbahn gesehen hat – eine genaue Vorstellung hat. Er ist etwa so groß wie ein mittlerer Hund. Seine verhältnismäßig kurzen Beine sind wie die Füße nach unten hin schwarz. Charakteristisch für sein Erscheinungsbild ist sein sehr buschiger Schwanz, der so lang wie sein Körper werden kann. Die Gesichtsmaske des stets aufmerksamen Fuchses wirkt durch seine großen, aufgestellten Ohren, seine scharfen Augen und seine prächtigen schwarzen Barthaare an der spitzen Schnauze besonders markant. Rotfüchse haben heute nach dem Menschen das größte Verbreitungsgebiet aller Landsäugetiere. Neben Europa, Arabien, Nordafrika, Nord- und Zentralasien und ganz Nordamerika haben die Füchse nach der Einfuhr durch den Menschen auch Australien erobert und dort zum Aussterben etlicher einheimischer Säugetiere beigetragen. Diese große Verbreitung verdanken sie ihrer Anpassungsfähigkeit, die es ihnen ermöglicht, neben Wäldern auch neue Lebensräume in unmittelbarer Nähe zum Menschen wie städtische Parks und Müllhalden zu besiedeln und sich von so ziemlich allem zu ernähren, was sie vorfinden.

Fortpflanzung und Lebensweise

Die Balz der Füchse (Ranz) findet in den Wintermonaten statt. Dann erfüllen die sonst eher schweigsamen Tiere die kalten Nächte mit eindringlich lautem Gekläff, Gekecker und Geschrei. Die Männchen (Rüden) raufen sich dann um die verlockend riechenden Weibchen (Fähen).

Zwischen der Ranz und dem Wurf der 4–8 Jungen führen unsere heimischen Rotfüchse eine Saisonehe. Bis zum Wurf der Jungen im April bis Mai bleibt der Rüde bei der Fähe und trägt auch Futter für die zunächst blinden, wolligen Welpen herbei. Kommt die Fähe während der Aufzuchtzeit des Nachwuchses ums Leben, übernimmt der Rüde sämtliche Versorgungspflichten. Gelegentlich wohnen auch mehrere mit dem Weibchen verwandte junge Fähen bei dem Paar und helfen bei der Aufzucht mit. Der Nachwuchs wird mit gut drei Monaten selbständig.

Auch wenn der Rotfuchs vielfältige Lebensräume besiedelt, bevorzugt er für die Anlage seiner Erdbaue Wälder mit lockeren Böden. Meist leben eine Füchsin und ein Fuchsrüde zusammen in einer Felsspalte oder einem vergrößerten Kaninchenbau, dessen Eingang häufig an der Sonnenseite eines Hügels liegt.

Höhlensysteme, die in vielen Generationen immer weiter ausgebaut werden, sind bisweilen von Dachsen und Füchsen gemeinsam bewohnt. Die Labyrinthe haben oft 10–15 Ausgänge und bieten außerdem noch Iltissen, Katzen, Wildkaninchen und Steinkäuzen, an der Nordsee sogar Brandgänsen Unterschlupf. Offenbar herrscht in diesen speziesübergreifenden Wohngemeinschaften ein Burgfrieden zwischen den Räubern und ihrer potenziellen Beute.

Die Jagdreviere der Füchse sind je nach Nahrungsangebot 1–50 km² groß und werden mit Urin, Kot und Drüsensekret markiert. Nur ungern entfernen sich die Tiere weiter als 5 Kilometer von ihrem Bau. Außerhalb der Fortpflanzungszeit sind die Räuber in aller Regel Einzelgänger.

http://www.natur-in-nrw.de/HTML/Tiere/Saeugetiere/TM-50.html

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