Freund wandelt Trauer in Aggression um - Was soll ich machen?

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6 Antworten

Schenke ihm ein offenes Ohr. Hör ihm zu. Versuch nicht durch aussagen sein Leid zu lindern oder es klein zu reden. Unternimm was mit ihm um ihn ab zu lenken. 

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Es würde sicher helfen, wenn er an irgendetwas Höheres (Schöpfer) glauben könnte und daran, dass dieser Schöpfer darüber entscheidet, wie lang ein Mensch mit seinem physischen Körper hier auf Erden ist. Wir sind nur Menschen und wissen nicht, worin der Sinn liegt - auf den ersten Blick können wir ihn nicht erkennen.

Der Mensch besteht aber nicht nur aus einem Körper, sondern auch aus Geist und Seele - und die sind unsterblich. Wenn dein Freund das verstehen kann, ist es vielleicht für ihn ein Trost: sein Familienmitglied wird in irgendeiner Form - geistig, seelisch - noch da sein, wenn man von ihm spricht, und dadurch kann es unsterblich werden. Liebe ist das Bindeglied. Nicht Wut und Hass!

Dem Menschen, der verstorben ist, geht es sehr gut: ohne Leiden, ohne Schmerz. Wer leidet, sind die hinterbliebenen Menschen, aber eigentlich sollten die sich für den Verstorbenen freuen, da dieser nicht mehr leiden muss.

So versuche ich mit der Trauer umzugehen. (Ich habe vor vier Monaten meine Mutter verloren).

Was für deinen Freund sicher schlimm ist, dass er - als Junge - nie gelernt hat, Gefühle zu zeigen - ganz im Gegenteil: er musste sie verstecken. Er verliert vor sich selbst das Gesicht, wenn er weint - also ist die Wut gerade das Ventil und seine Trauer wird zerstörerisch. Jemand muss ihm erklären, dass alles, was lebt, auch wieder gehen muss - das ist das Leben!

Ich wünsche Dir viel Kraft, diese Phase durchzustehen.

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Kommentar von dasZimtstern
21.02.2017, 16:40

Er hat auch schon vot mir geweint deshalb. Bzw ihm sind tränen gekommen und er redet auch offen über seine gefühlt was ist gut Finde. Ich glaube auch daran dass es nach dem Tod weiter geht das versuche ich ihn auch immer klar zu machen. 

Danke lg

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Jeder trauert anders. Allerdings sollte sich seine Aggression nicht gegen unbeteiligte Mitmenschen erstrecken oder gegen Gegenstände, die ihm nicht gehören (z.B. Zimmertüren). Dann ist Einhalt zu gebieten, und zwar am besten von seinen Eltern.

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So gesehen ist das eine der Stufen des Trauerprozesses.

Ich hoffe aber mal das seine Familie dies dennoch im Auge behält

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Vielleicht sollte er in einem Verein gehen. Zum Boxen oder ähnliches. Da kann Aggression gezielt eingesetzt werden. 

Unter Umständen ist auch ein Psychologe eine Alternative. 

Nimm ihn fest in den Arm und zeige ihm, dass du zu ihm stehst.

Ich wünsche viel Kraft 

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Einfach in Ruhe lassen dass du nicht unter "sein Schwert" landest.

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