Frühförderung für Kinder gleich Überforderung?

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20 Antworten

Hallo, ich bin dafür, dass Kinder an allen Tagen frei haben dürfen. Wenn in der Familie ein vernünftiges Deutsch ( damit meine ich eine korrekte Grammatik und die Verwendung vielfältiger Ausdrücke)-gerne auch ein Dialekt- gesprochen wird und über sich über alles mit den Kindern ausgetauscht wird, hat das Kind genug Förderung. Kinder lernen von allein, wenn man ihnen Stoff zum Nachdenken anbietet!! Toll ist es, wenn ein Kind natürlich zweisprachig aufwachsen kann, zB. weil ein Elternteil eine andere Sprache spricht. Sollte ein Kind einen enormen Bewegungsdrang haben, der sich nicht mit dem kindlichen Toben regulieren lässt, so ist ein Sport, der genau diesen Bewegungsdrang unterstützt, richtig. Falsch hingegen sind Sportarten, die starre Verhaltensmuster und Wartezeiten zwischen den Übungen erfordern.Sport muss nicht zwangsläufig im Verein stattfinden, oft reicht auch eine regelmäßige Verabredung mit Freunden zum Sporttreiben. dieses alles schreibe ich aus den Erfahrungen bei der Erziehung meiner eigenen sechs Kinder, bei denen ich auch mit ADHS-Kindern Erfahrungen gesammelt habe ( 4 von 6 ).

Es gibt ehrgeizige Eltern von ganz unglücklichen Kindern! Das ist vielleicht überhaupt das traurigste Kapitel unserer Zeit: das Phänomen der "verlorenen Kindheit". Meist sind es Mütter, die die "Freizeit" ihrer kids verwalten oder managen. Aber ich denke es geht in dieser Fragestellung nicht um dieses Problem. Das ist keine Frühförderung, sondern wirklich Überforderung. Es hat sich in Studien der Hirn- u. Lernforschung herausgestellt, dass Gehirne von Kindern schon ab 3 Jahren am meisten aufnehmen können und gleichzeitig am leichtesten fürs Lernen zu motivieren sind. Bloß muß das "Lernmaterial" auch kindgerecht aufbereitet sein und da gibt es ganz große qualitative Unterschiede und die Beratung in den Geschäften von ahnungslosen Verkäufern ist oft mehr als mangelhaft. Vielleicht nimmt sich aber die Stiftung Warentest auch dieses Problemes einmal an. Ich muss mich nur wundern, dass Eltern ihre Kinder vor der Einschulung nochmal und nochmal zurückstellen lassen bis das Kind sich zuhause und im Kindergarten wirklich langweilt.

Arbeite seit fast 26 Jahren professionell im Sozialbereich. Meine Meinung: Kommt drauf an: hat das Kind eine Behinderung oder Entwicklungsstörung ist die sog. heilpädagogische Frühförderung eine gute Sache. Ob es sein muss, das ein normal entwickeltes Kind im Vorschulalter von einem Kurs zum nächsten geschleppt wird, da habe ich auch meine Zweifel. Da wird in den Kindergärten eigentlich schon etliches getan. Wenn das Kind trotz Kurs noch reichlich Freiraum hat zum freien Spielen und keinen überhäuften Terminkalender hat, wäre es aber durchaus in Ordnung, wenn die angebotenen Sachen auch wirklich fürs Kind passend sind und nicht der Ehrgeiz der Eltern befriedigt wird. Das Kinderzimmer von Medien (TV, Spielkonsole, Computer, ) freihalten, bringt da vermutlich mehr für die Entwicklung (ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kinder in der Schule schlechter sind, wenn sie eigenen Fernseher etc. im Zimmer haben).

Wie bei allem, macht das nur Sinn, solange man es nicht übertreibt! Ich sehe das oft genug: Da müssen die Kinder etwas früher vom Eis, weil sie danach noch Musikschule haben! Zum Termin vom Fussball kommen sie etwas später, weil vorher noch die Reitstunde ist! Für ich ist das Quatsch und hat mit Förderung nix zu tun! Diese Kinder können dann alles, aber nix davon richtig! Lieber auf eine oder maximal zwei Sachen (Unterschiedliche Bereiche z.B. Sport und musischer Bereich) und die dann richtig machen! Und niemals vergessen, dass Kinder auch noch Zeit und Freiräume brauchen, um sich zu entfalten! Und soll mir keiner sagen, dass macht ihnen doch Spaß. Stimmt vielleicht sogar! Aber es ist eine andere Art von Spaß und die können sie oft gar nicht kennenlernen!

ich sage lass sie spiel der stress im kindergarten reicht, ich meine was bei uns an projekten läuft und was wir für den orientierungsplan (komme aus niedersachsen, nicht alle bundesländer haben einen)leisten müssen, also teilweise ist es kaum noch möglich die kleinen spielen zu lassen, da solltensie zumindest zu hause die möglichkeit haben

fördern heißt bei mir bestimmte Fähigkeiten aneignen oder auch weiterbilden. Sollte ein Kind Probleme haben, ist die Förderung wichtig - hat dann aber nichts mit Überfrderung zu tun oder überfüllten Freizeit-Terminkalender. Sonst würde ich mich meinen Vorrednern anschließen, es kommt auf das Kind an und das man Spaß dabei hat. Und vorallem auf gutes Beobachten des Kindes - den Vorlieben ändern sich manchmal ganz schnell und was heute noch toll war ist morgen schon "Arbeit" und dann eher Stress.

ich kann da nur ein buch empfehlen und zwar den step elterntrainer. wichtig ist der umgang mit dem kind und die regeln die es lernt. jede mami weiß doch selbst was ein kind gern tut oder eben zu wenig zB ob es fein oder grobmotorisch oriebtiert ist... gern mit anderen spielt oder lieber alleine. jeder mensch ist einzigartig und es liegt bei den eltern dieses verhalten lieben ( zu lernen ) oder auch auszuhalten und einfach zu akzeptieren. als eltern kann man fördern was schon da ist und konsequenz die berechenbar ist ausüben. Fördern hat nichts mit fordern zu tun...

Also,Frühförderung halte ich generell für ok,wenn sie in Maßen geschieht.Das eine Kind braucht es,das andere nicht.So lange es den Kindern auch Spaß macht,ist das ok.In der Schulzeit bin ich der Meinung,können Kinder max 1-2 Nachmittage im Verein(sofern es ihnen Spaß macht und sie dies auch wirklich wollen) verbringen.Den Rest der Woche sollten Sie jedoch die Zeit haben,einfach Kind zu sein,sich mit Freunden treffen,soziale Kontakte auszuleben und Zeit mit der Familie haben....

was auch immer man unter Frühförderung versteht, man sollte es nicht übertreiben. Das heißt: im Vorschulalter Aktivität (Musikschule, Sport etc) nur bis anderthalb bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen. Sonst kommt der geförderte Sprößling nicht mehr runter und hat Einschlaf-, oder Durchschlafprobleme. Man sollte auch das Kind zu nichts zwingen ("Du gehst jetzt zum Karate! Ich wollte das schon immer...")

Ich denke das wichtigste ist,die Förderung der Kinder ihren Bedürfnissen entsprechend mitzugestalten und ihnen nichts aufzudrücken, weil andere Kinder aus dem Umfeld gleichen Aktivitäten nachgehen oder die Eltern ihre Wünsche realisieren möchten. So pauschal gesagt, würde ich die Termine auf zweimal die Woche begrenzen. Z.B. einmal Musik und einmal Sport. Kinder lernen mit anderen Kindern im Spiel meiner Meinung nach am besten, die Eltern sollten ihnen vor allem diese Möglichkeit geben.

eine überforderung muss nicht unbedingt sein. jedes kind ist anders. ein junge im bekanntenkreis hat soviel energie, er braucht den überfüllten terminkalender und fordert immer noch mehr. seine energie muss raus, auch wenn seine mutter vorm verzweifeln ist, er will das so und kommt trotz vollem terminkalender super in der schule zurecht. meine grosse wollte unbedingt tennis, flöte lernen, schwimmuntericht. nachts regelte sie alles im traum, stand mitten in der nacht auf und zog sich im halbschlaf an, damit sie rechtzeitig erscheinen kann. da war es eindeutig zu viel, neben schule und hausaufgaben. tennis fiel dann weg. nun hat sie montags schwimmen als sport und donnerstags flöte. über den rest der woche, darf sie frei verfügen. auf die signale der kinder achten, sie sagen deutlich wann etwas zu viel wird und dann eben gemeinsam eine lösung finden. lg

Kinder können je nach Veranlagung schon sehr früh gefördert werden. Jedoch sollt man die Kinder auf keinen Fall überfordern. Die Förderung sollte spielerisch geschehen, so daß das Kind auch Freude und Spaß daran hat.

lasst doch die Kinder, auch Kinder sein, nicht den Ehrgeiz sogenannten guten Eltern fördern. Sich gut!, und viel um die Kinder kümmern ist mehr wert als immer nur Druck für Leistungen. Aber der Ehrgeiz mancher Eltern( was immer nur am Geld festgemacht wird ) ist unmöglich. Förderung ist gut, aber im normalen Rahmen, Die Kinder waren doch früher auch nicht "blö------------"

Ich denke, dass es okay ist wenn Kinder einem Hobby nachgehen, weil sie Spaß daran haben. Allerdings kenne ich Kinder, die mind.3Beschäftigungen nachgehen und beim Treffen mit Freunden quengeln, weil sie gerne öfter spielen möchten. Dann kommt dann meist der Zeigefinger von Mutti, der sagt, dass das Kind ja nicht so viel Zeit hat. Ich finde es einfach wichtiger, dass Kinder miteinander spielen und toben, auch die Eltern was mit den Kindern tun, als Vereine usw. Das kommt heute bei vielen einfach zu kurz. Es ist ja "in" wenn man behaupten kann, dass man Stress hat und das Kind einen vollen Terminkalender hat.

Dein Eindruck täuscht dich wohl nicht. Auch ich denke, dass viele Eltern in dem Bemühen, alles richtig zu machen, übertreiben und die Kinder überfordern. Kinder lernen am natürlichsten im Spiel mit anderen Kindern oder auch alleine. Dazu ist weder gezielte Förderung noch teures Spezialspielzeug oder die viel beworbenen online-Portale für Kinder notwendig. Wenn eine spezielle Begabung früh erkannt und gefördert werden soll, dann sollte ein Grundschulkind mindestens drei Nachmittage "frei" haben. Die Kinder von der Sportstunde in die Musikstunde und anschließend zum kreativen Malkurs zu schleppen wird ihnen nur die Lust an ALLEM gründlich verderben.

ich bin ja selbst ein kind naja ähm also ich würde nicht irgendwo hin gehen wohin ich nicht möchte und aber auch mal 2-3 tage in der woche für meine freunde und zeit für mich alleine haben ! Einpaar wollen es aber so einfach nachfragen :-D

Bis zur Einschulung sollte man die Kinder spielen lassen und nicht zu irgendwelchen Sachen zwingen. Während der Schulzeit muss man es einschätzen wie verkraftet mein Kind bestimmte zusätzliche Sachen, wie z.b. Musikschule, Sportgemeinschaft oder was anderes. Und dann kann man es so einrichten , dass das Kind auch mit Spass an diese Sachen geht.

Ich verstehe unter Frühförderung eigentlich eine Einrichtung die heilpädogogische Elemente einsetzt. Und das kann bei Behinderungen äußerst sinnvoll sein. Von ehrgeizigen Eltern, die ihr Kind von Verein zu Verein schleppen, halte ich nichts!

Es ist manchmal erstaunlich was aus Kinder rausgeholt wird wenn man die Kinder in eine bestimmte Richtung drängt. Jedoch, ist das Leben nich grob aufgeteilt in Kind sein Erwachsen sein und Alt sein? Ich weiß es nicht genau, aber kommt nicht noch das Erwachsen sein, Regeln einhalten auf jedes Kind zu? Es muss jedes Elternparr sollte für sich entscheiden, will ich ein Genie oder soll mein Kind, ein Kind sein. Meine Kindheit war schön, aber viel zu schnell vorbei. Wenn ich heut in ein Spielzeugladen gehe, möchte ich noch mal Kind sein.

ungefär 3 mal in der woche kann man solche kurse machen

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