Frühe Anzeichen von Homosexualität?

11 Antworten

Vergiss es, wenn dir jemand weismachen will, das da was dran ist, dann ist das oft pseudo-wissenschaftliches Geschnatter. Jungen und Mädchen vor der Pubertät spielen einfach mit dem was sie kriegen können / was ihnen ihre Eltern, die Verwandten, Bekannten und die Gesellschaft sowieso vorsetzt.

Höchstens erst mit einsetzen der Pubertät (Hormonumstellung setzt ein usw.) könnte man schauen was denn so die Hobbys sind und was eher nicht, was aber auch kein Garant dafür wäre, die aktuelle Sexualität dieses Menschen festzumachen. Man muss auch berücksichtigen, das gerade in Mädchen/-Frauenkörpern das sexuelle Verlangen nach was auch immer sich mit der Zeit wandeln kann, weil deren Sexualität nach neusten Forschungen eher plastisch ist.

Ansonsten eine Frage:

Hast du mal was von selbsterfüllender Prophezeihung gelesen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%C3%BCllende_Prophezeiung

Wenn ich mir ständig einrede, dass dieses eine 7-Jährige Mädchen da drüben lesbisch ist, weil sie lieber mit Autos spielt und die anderen Mädels in der Gruppe abknutscht, also ja daran was zu finden scheint, dann werde ich mich sicher enstprechend verhalten und was wahr machen, was nie wahr war, weil sich das Mädchen dann auch danach richtet, was andere von ihr halten, je mehr ihr Körper unter Stress gerät.

Vielen scheint gar nicht klar zu sein, dass nicht nur wir von anderen ständig beeinflusst werden, sondern wir uns selbst dann noch mal zusätzlich beeinflussen (lassen), je stärker, desto mehr hormonelles Ungleichgewicht/Stress im Körper herrscht.

Es ist also nicht nur die Gesellschaft sondern auch die Biologie die eine Rolle bei dem Ganzen spielt, inwieweit man sich beeinflussen lässt und selbst beeinflusst (bzw. dem gesellschaftlichen Druck nachgibt)

Vielleicht versteht ihr das, wenn ich hier noch mal auf die "Resilienz" verweise:

https://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_(Psychologie)

Woher ich das weiß:Hobby

Schwer, das generell zu sagen.

Allerdings gab es in meinem Verwandten-/Bekanntenkreis zwei Jungen, bei denen man schon sehr früh vermutet hat, dass sie homosexuell sind und das hat sich dann auch als richtig erwiesen.

Bei anderen wiederum hat man keine Anzeichen gesehen.

Ob und inwieweit diese Kinder das schon selbst spüren ist natürlich eine andere Frage, die ja nur jeder Betroffene selbst beantworten könnte.

Definitiv. Nur können die meisten Kinder diese Anzeichen nicht zuordnen und auch von aussen ist oft nichts erkennbar (kann aber schon - z.B. wenn ein Mädchen ihren Eltern immer von einem anderen Mädchen etwas vorschwärmt, könnte es schon sein, dass die Eltern da etwas ahnen). Ich habe nicht das Gefühl, dass alle Anzeichen gleich heissen müssen, dass man wirklich homosexuell ist, aber ich denke, dass allen Homosexuellen irgendwelche Anzeichen auffallen, wenn sie über ihre Kindheit nachdenken.

Ich selbst bin weiblich und stehe auf Frauen und ich war mit 3 oder 4 Jahren total in eine Frau verliebt, die in meiner Kita gearbeitet hat. Als ich mal wegen etwas geweint habe, hat sie mich sehr lange und fest an sich gedrückt, was ich damals wunderschön fand. Ich wollte sie gar nicht mehr loslassen und habe sogar ein Kribbeln dabei gespürt. Ich wusste damals aber weder, dass ich auf Frauen stehe, noch, dass ich in diese Frau verknallt war. Damals wusste ich nur, dass bei ihr etwas anders war als bei anderen Frauen - was es war, habe ich erst vor wenigen Jahren (als ich etwa 15/16 war) richtig verstanden. Und in der Grundschule habe ich mal für eine Lehrerin von mir geschwärmt (das hat sich dadurch geäussert, dass ich mich immer total darauf gefreut habe, sie zu sehen, und dass ich mir gewünscht habe, ihr nahe zu kommen) - das habe ich aber auch erst im Nachhinein kapiert. :D

Ich denke eher du hast dir eine Menge einrede lassen und bleibst jetzt bei deinem Lebsichsein. Mal schauen wie lange noch, wenn sich deine Hormone umstellen, durch was auch immer.

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@SakuraOgami

Wer soll mir da bitte was eingeredet haben? Ganz im Gegenteil würde ich sagen - alle haben mich immer für stockhetero gehalten und ich war so beeinflusst von dem gängigen Bild der Gesellschaft, dass man als Frau auf Männer steht, dass ich meine homosexuelle Neigung erst akzeptiert habe, als ich 1.5 Jahre lang unsterblich in ein Mädchen verliebt war. Und über meine Schwärmereien für Frauen habe ich bis vor wenig mehr als einem Jahr mit niemandem gesprochen - also auch da hatte niemand die Möglichkeit, auf meine Auffassung Einfluss zu nehmen. Dass ich mal mit einem Mann etwas haben werde, schliesse ich nicht aus (ich bin prinzipiell offen für alle Geschlechter), aber ich glaube kaum, dass dadurch die starke Anziehung, die ich, seit ich denken kann, immer wieder zu Frauen habe, einfach verschwinden wird. Die hat bis jetzt alle Hormonschwankungen unversehrt überstanden, weil sie tiefer sitzt als das. Oder brauchst du vielleicht auch nur mal eine Hormonschwankung und dann wirst du homosexuell?

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lol, sorry wenn ich mich manchmal etwas "böse" lese. Ist oft ganz anders gemeint!

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@HugoGuth

Naja ein kleines bisschen verändern kann sich die sexuelle Orientierung ja schon und man muss sich ja auch nicht in eine Schublade stopfen, aber die Möglichkeit, dass sich das komplett umstellen wird, halte ich ebenfalls für Quatsch. :)

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Eigentlich ist ja das einzige "Symptom" der Homosexualität, wenn man sich sexuell oder romantisch nur dem gleichen Geschlecht hingezogen fühlt.

Aber Studien haben gezeigt, dass Kinder die sich eher wie das andere Geschlecht Verhalten als die Meisten ihres Geschlechtes , sich öfter im Erwachsenenalter als Homosexuell identifizieren. Abgesehen davon können Kinder auch schon wissen ob sie schwul oder lesbisch sind.

wie das andere Geschlecht Verhalten als die Meisten ihres Geschlechtes , sich öfter im Erwachsenenalter als Homosexuell identifizieren.

Ja aber dabei lassen die meisten (wissenschaftler auch) oft eine mögliche "Triggerwirkung" der Gesellschaft ausser acht.

Was ist wenn sich diese Menschen, die sich später als Homosexuelle betrachten, einfach dem Gesagten angeglichen haben, was durch hormonelle Unstimmigkeiten bzw. durch körperlichen,psychischen Stress verursacht wurde der auch epigenetisch von Interesse sein kann und alles andere als stabil ist?

Oder ich versuch es noch mal anders zu vermitteln: Angenommen das was sie durch ihr geschlechtsuntypisches Verhalten (was biol. verursacht ist) gesagt bekamen hat weiter dazu geführt, das sich Stress bildete, der die biologische Grundlage lediglich anstachelte, wodurch sie sich gewollter damit abfinden vermeintlich andersrum zu sein?

Ich denke mir wenn die Gesellschaft vielleicht anders auf sie reagiert hätte, dann hätte das die biologische Grundlage (das g.uty Verhalten) wohl erst gar nicht noch weiter verstärkt?

Verstehst du ungefähr was ich meine?

(und ich will es nur dazu schreiben, um Fehldeutungen aus dem Weg zu gehen: Ich bin weder religiös noch habe ich was gegen Homos oder andere lgbtqia Leute, wegen ihres Andersein. Für mich können die genauso gut und mies sein wie Heterosexuelle.)

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@SakuraOgami

Ich verstehe was du sagst. Ich glaub auf jeden Fall nicht, dass man homosexuell wird ohne diese Veranlagung davor schon gehabt zu haben, aber dazu kenne ich keine Studie oder so, also kann ich nicht sicher sagen ob ich recht habe. Aber es ist klar, dass nicht alle schon schwul oder lesbisch "erscheint haben", also ist Beeinflussung definitiv nicht der einzige Grund.

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Das ist nur bedingt richtig! Es gibt z.B. viele Jungs bzw. Männer, die gerne Mädchen- bzw. Frauenkleider tragen, aber heterosexuell sind!

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@HugoGuth

Also, ich stimme Sakura zu! Jungs, die zB Ballett machen, wurden zB früher oft als schwul angesehen! Aber auch feminin wirkende Jungs können hetero-, homo- oder auch bi-sexuell sein!

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@HugoGuth

Ich hab ja auch nur gesagt, dass sie öfter schwul oder lesbisch sind.

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@plwgk

Die Begriffe schwul und lesbisch sind aber kulturell geprägte Begriffe! Es ist ja die herrschende Kultur - oder eben eine bestimmte Subkultur -, die die Menschen zu einem bestimmten (Rollen)Verhalten drängen!

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@HugoGuth

Beachte zB, dass der Begriff "lesbisch" früher "bi-sexuell" meinte! Erst durch den Feminismus entstand der Postulat, lesbische Frauen müssten rein homosexuell sein - als Gegenstück zu schwulen Männern!

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Bestimmt. Aber ich finde daran garnichts schlimmes, eher finde ich es gut wenn Personen zu ihren gefühlen stehen.

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