Fristsetzung bei Anträgen an Ämter

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Hallo,

ich befinde mich vom Status her in ähnlicher Situation.

Meine Erfahrung ist, daß es trotz Überlastung sehr schnell gehen kann.

"Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es zurück."

1. Kennst Du Deine AP bei den Ämtern "persönlich", damit meine ich hast Du mit denen schon einmal vis a vis Kontakt gehabt?

2. Hängt es oft wirklich nur an Kleinigkeiten, daß es im E- Fall nicht schneller geht.

3. Hast Du die dienstlichen Telefonnummern Deiner Bearbeiter?

4. Von Fristsetzungen würde ich absehen dafür aber wenn es länger als 6 Wochen dauert kostruktiv nachhaken woran es hängt, respektive mich dann mit der nächst höheren Stelle in Verbindung setzen.

5. Meine meist positive Erfahrung sagt mir, daß es besser ist mit den Menschen dahinter auch wie mit einem Menschen umzugehen. Schildere Deine Situation bei einer persönlichen Vorsprache von Mensch zu Mensch. Das hinterlässt oftmals mehr Ein-/ Nachdruck und Wirkung.

Nun könnte man meinen, ich gehörte zu den Menschen die mit sich machen lassen, Denkste!

Aber das dann erst wenn es so weit ist und/ oder angebracht, sprich sich den Vorgesetzten zuwenden, Beschwerden schreiben etc. pp. oder wie ich es auch schon tat, lauter werden wenn es sein muß.

Aus einem meiner persönlichen Fälle:

Grundsicherung zur Rente beantragt beim Soz. Die Mitarbeiterin war echt einzigartig und Oberklasse. Trotz vorliegendem Rentenbescheid fragte sie mich bei jeder Vorsprache nach meinem Arbeitslosenbescheid bis ich sie schließlich angebrüllt habe und mich an die Vorgesetzte wandte.

Viel später stellte sich heraus womit sich diese Mitarbeiterin beschäftigte an Stelle Anträge ordnungsgemäß zu bearbeiten. Sie betrog Antragsteller/ Anspruchsberechtigte und das Soz durch Manipulation in Größenordnugen welche schließlich zu ihrer Entlassung führten und das die Staatsanwaltschaft ermittelte.
Aber dies, so hoffe ich, ist nicht Gang und Gäbe bzw. beispielführend.

Fristen kannst Du immer setzen, ob Du damit Erfolg hast oder ob es dafür eine Rechtsgrundlage/ Rechtssprechung nach §§ sowieso gibt entzieht sich allerdings auch meiner Kenntnis.

Einen Schönen Sonntag

 

 

Dafür gibt es meines Wissens nach überhaupt kein Gesetz und keinen Paragraphen. Wichtig ist der Termin, zu dem der Antrag von dir gestellt wird. Die Bearbeitungszeit innerhalb des Amtes entzieht sich deiner Beeinflussung. Wird dem Antrag statt gegeben, erhälst du das Geld dann rückwirkend. Also bleib gelassen.

Es gibt ganz klare gesetzliche Regelungen. Anträge haben eine Frist von 6 Monaten. Ein Widerspruch die Frist von 3 Monaten. Und daran haben die Ämter sich zu halten.

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Danke, ich würde dir empfehlen die Anträge immer  frühzeitig zu stellen. Dann hat das Amt auch genügend Zeit, sie zu bearbeiten. Ich würde immer mindestens 4-6 Wochen Wochen vorher einplanen. Dann sparst du dir die Fristsetzung und den Ärger auch noch.

Wenn Du nach  4- 6 Wochen vom Amt keine Information erhälst, dann würde ich nachfragen und erst danach die Termine setzen.

Du weißt ja als erster, ob Du mit deinem Geld auskommst oder nicht und welche Unterstützung du noch beantragen kannst. Wenn Du es dann weißt, würde ich auch sofort den Antrag stellen. So hast Du auch Zeit, falls noch Unterlagen nachgereicht werden müssen und kommst selbst nicht in Schwierigkeiten. 

Wir sind doch alle nur Menschen mit Fehlern und Schwächen.

Ich würde erst mal die Paragraphen außen vor lassen und  es von Mensch zu Mensch versuchen. Viel Glück. 

Habe es mir abgewöhnt, mit Ämtern "zärtlich" umzugehen. Das tun sie mit mir ja auch nicht. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, auch einem Amt Feuer unterm Hintern zu machen. Aber ich muß mich dabei ja auch an Gesetze halten. mfg

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@Soz47

Das kann ich wirklich gut verstehen. Manchmal gehen die Pferde mit einem durch. Ist mir auch gerade so gegangen. Ich bin da so reingerutscht. Aber das kostet zuviel Kraft und Lebensfreude und man kann darüber selbst krank , depressiv oder zu aggressiv werden und  die Freude am Leben verlieren.  Außerdem ist man in einer miesen Stimmung und alle sind von einem genervt.

Ja, du kannst dich nur irgendwann auf dem Weg dieser Erfahrung fragen, was du eigentlich willst, warum du eigentlich kämpfst.  Wolltest du nicht Frieden und Freude.

Es gibt ein schönes Sprichwort: Willst Du Frieden und Freude oder Recht haben. Beides geht nicht!!!

Ich wünsche dir trotzdem viel Erfolg, dass alles besser wird.

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