FRISTLOSE KÜNDIGUNG WEGEN ZU FEST GEZOGENEN RADSCHRAUBEN -KFZ-

5 Antworten

Hallo mueller 1987.

Soweit ich weiß, wird der Chef mit der fristlosen Kündigung nicht durchkommen, wenn er Dir nicht zuvor eine Abmahnung geschrieben bzw. mildere Mittel in Betracht gezogen hat.

Man kann ohne Anwalt beim Arbeitsgericht eine Kündigungschutzklage einreichen, zumindest in der ersten Instanz.

Oft kommt es gar nicht zur Verhandlung, sondern es wird ein Gütetermin vereinbart. Dort findet man in der Regel eine Einigung für beide Seiten. Entweder wird die fristlose Kündigung in eine fristgerechte Kündigung umgewandelt oder dem Arbeitgeber wird zu verstehen gegeben, dass er die Kündigung zurückziehen sollte, weil diese nicht berechtigt war und er einen richtigen Prozess verlieren wird.


Innerhalb von drei Tagen musst Du Dich bei der Agentur für Arbeit melden.

Für eine Kündigungschutzklage hast Du drei Wochen Zeit, sie einzureichen.

Eine fristlose Kündigung rechtfertigt das nicht, Es sei denn, du wärst wegen des gleichen Fehlers bereits einmal abgemahnt worden.

Du musst SOFORT Kündigungsschutzklage einreichen. Das ist kostenlos und du brauchst auch keinen Anwalt. Die Kündigung kannst du beim Arbeitsgericht schriftlich oder zur Niederschrift einreichen. Der Rechtspfleger wird dich bei der Abfassung unterstützen.

Du solltest dir aber überlegen, dir Hilfe von deiner Gewerkschaft zu holen.

Eine fristlose Kündigung rechtfertigt das nicht, Es sei denn, du wärst wegen des gleichen Fehlers bereits einmal abgemahnt worden.

Richtig. Das hat mir gestern noch ein Anwalt bestätigt, das Abmahnung vorausgehen muss und somit die fristlose Kündigung nicht durchkommen kann.

Wenn er geklaut hätte, das wäre ein Grund für eine fristlose Kündigung.

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Arbeitsgerichte fordern bei Fehlverhalten immer zuerst das mildere Mittel: Hier ist nichts passiert, was eine fristlose Kündigung rechtfertigt! Es wäre in dem Fall ohne vorherige Abmahnung nicht einmal eine ordentliche Kündigung möglich. Das heißt aber nicht, dass die Kündigung automatisch unwirksam ist. Das kann nur ein Gericht feststellen und dazu musst du innerhalb von längstens drei Wochen nach Zugang der Kündigung eine Kündigungsschutzklage gegen deinen Arbeitgeber beim Arbeitsgericht einreichen.

Die behaupteten Verfehlungen muss der ArbG dann im Kündigungsschutzprozess genau nachweisen können. Ich hätte an deiner Stelle - was die Unterschrift betrifft - lieber mal ganz plötzlich eine Erinnerungslücke!

Meistens laufen solche Verfahren im Gütetermin auf eine Abfindung hinaus. Die wird nach 3 Jahren aber nicht sehr üppig ausfallen.

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