Fristlose Kündigung wegen einem Tattoo?!

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Diese fristlose Kündigung ist mit hoher Sicherheit vor Gericht nicht haltbar!

Natürlich hat der Chef das Recht vorzuschreiben, dass der MA z. B. Tatoos bedecken soll. Und es ist auch nicht sonderlich clever von deinem Freund gewesen, diese Vorschrift zu verweigern. Allerdings muss man hier natürlich differenzieren. Der Job und die Tatsache, dass andere Tatoos ansonsten bis dahin kein Problem darstellten geben dem ArbN zwar nicht das Recht, sich jetzt ungestraft von Kopf bis Fuß voll malen zu lassen, beschränken den ArbG andererseits aber auch in seinem arbeitsrechtlichen Handlungsspielraum.

Vorab bedarf es mindestens einer ausdrücklichen Abmahnung. Diese mündliche Aussage mag etwas in der Art gewesen sein, kann aber immerhin mangels Schriftstück nicht bewiesen werden. Selbst wenn es eine schriftliche Abmahnung gegeben hätte, wäre bei der "schwere des Vergehens" immernoch keine fristlose Kündigung gerechtfertigt gewesen, da die Voraussetzungen des § 626 BGB entsprechend streng sind.

Eine ordentliche Kündigung hingegen wäre nach erfolgloser Abmahnung hier sicher nicht anfechtbar. Bei dem dargestellten Sachverhalt würde ich als betroffener ArbN aber umgehend Kündigungsschutzklage erheben.

Er wurde nicht wegen des Tattoo, sodern wegen der Weigerung gekündigt. Die fristlose Kündigung kann er wahrscheinlich erfolgreich abwenden, aber seinen Job wird er trotzdem verloren haben. Der Inhaber wird sich auf den Vertrauensverlust berufen.

Nicht jeder findet Tattoos prickelnd - auch Kunden in Sportstudios nicht. Wenn der Betreiber aus dieser Überlegung heraus seinen Mitarbeiter verpflichtet, darüber bei der Arbeit bedeckende Kleidung zu tragen, hat dies seine Berechtigung und kann im Weigerungsfall nach qualifizierter Abmahnung zur fristlosen Kündigung führen.

G imager761

Danke: a.) gibt es keine Kleidervorschrift und b.) gab es auch nie eine schriftliche Abmahnung!

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@neodym

Nun, die Schriftform wird er bei einer Kündigungsschutzklage deines Freundes wohl noch nachreichen, aber eine qualifizierte Abmahnung, also der Grund des Fehlverhaltens und Ankündigung einer "fristlosen" Kündigung gab es nun genau mit den Worten: "sagte Ihm er solle in Zukunft den obersten Knopf zu machen oder er könne gehen."

Noch klarer geht es nicht, das war unmißverständlich und die Kündigung hat dein Freund schlicht provoziert.

Den Job ist es definitiv los, ob er da einen Bluentopf, sprich Abfindung oder Gehalt bis zu einer ordentlichen Kündigung herausholen kann, wage ich dem Verhalten nach mal zu bezweifeln.

G imager761

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"Rausschmiss" ohne Kündigung?

Hey Leute, Ich habe etwa ein halbes Jahr in einem 450-Euro Job gearbeitet, dann jedoch im Prinzip eine Pause gemacht, da ich mein Abitur mache. Jetzt habe ich den Personalleiter angeschrieben, wie es denn aussieht, ob die mich wieder einsetzen könnten, wenn ich mit dem Abi fertig bin. Als Antwort kam: "Leider müssen wir ihnen Mitteilen, dass eine Zukünftige Zusammenarbeit nicht in Frage kommt."

Ich habe jedoch nie eine Kündigung oder ähnliches erhalten. Ich habe auch bereits vorher schon mal nach einem Arbeitszeugnis gefragt, da der Chef gewechselt hat, habe jedoch immer nur ungenaue Antworten, jedoch kein Arbeitszeugnis erhalten.

Was habe ich für Rechte? Was kann ich tun? Wie kann ich mich wehren? Schließlich habe ich keine Kündigung erhalten.

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Ist eine Immobiliengesellschaft verpflichtet einen Brief (Rückschein) in der Postfiliale abzuholen?

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe am letzten Donnerstag (28.09.2017) in Anwesenheit eines Zeugen die Immobiliengesellschaft per Telefon kontaktiert, um diese von der Absendung der Kündigung (zum 31.12.2017) in Kenntnis zu setzen und um die Möglichkeit eines Mietaufhebungsvertrages zum 01.11.2017 zu erfragen.

Auf der anderen Seite teilte man uns mit, dass in diesem Falle von unserer Seite ein Immobilienmakler beauftragt werden müsse. Wir beauftragten Makler X in Form eines Maklervertrages (Laufzeit bis zum 31.10.2017) also damit einen Nachmieter ausfindig zu machen. Dieser hatte uns schon damals die Wohnung vermittelt und scheint häufiger im Kontakt mit der Immobiliengesellschaft zu stehen, da er mir bereits nach ein paar Minuten den Mietaufhebungsvertrag per E-Mail zusendete mit der Bitte, diesen ebenfalls an die Immobiliengesellschaft zu schicken. Soweit so gut, nun ein kurzer Überblick:

1) Kündigung (Einschreiben mit Rückschein (Im Nachhinein ein Fehler) --> Status am Samstag: Der Empfänger wurde benachrichtigt. Die Sendung liegt zur Abholung in der zuständigen Filiale der Deutschen Post bereit.

2) Mietaufhebungsvertrag (Einfacher Brief) --> Zusgestellt am Montag (02.10.2017)

3) Kündigung muss spätestens zum 05.10.2017 (3. Werktag des Monats) vom Adressaten in Empfang genommen werden. Mir ist bewusst, dass eine bloße Benarichtigung nicht ausreicht.

Trotz des nun verstrichenen Werktages (Montag 02.10. 2017) hat die Immobiliengesellschaft den Brief noch nicht abgeholt. Ich werde dieser heute Abend noch einmal eine E-Mail zukomme lassen mit der Bitte den Brief bei der Poststelle abzuholen. Im Wissen all dieser Tatsachen, ist die Immobiliengesellschaft dann nicht in gewisser Weise verpflichtet den Brief abzuholen?

Mit freundlichem Gruß

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