Fristlose Kündigung was kann ich finanziell vor dem Arbeitsgericht geltend machen?

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6 Antworten

Was Du bisher gemacht hast, nämlich innerhalb von 21 Tagen nach Bekanntgabe der Kündigung dagegen zu klagen, ist erst einmal richtig.

Solange keine ordentliche Kündigung ausgesprochen ist, läuft das Arbeitsverhältnis mit Deinem Lohnanspruch weiter.

Grundsätzlich wird zunächst bei Gericht alles darauf hinauslaufen, dass das Arbeitsverhältnis weitergeführt wird. Stellt das Gericht fest, dass das Arbeitsverhältnis durch die rechtsunwirksame Kündigung nicht aufgelöst ist, und ist Dir die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zuzumuten, so hat das Gericht auf Deinen Antrag das Arbeitsverhältnis aufzulösen und den Arbeitgeber zur Zahlung einer angemessenen Abfindung zu verurteilen.

Die wird aber voraussichtlich gem. § 10 KSchG sein. Wie verhandlungsbereit und verhandlungsfähig Dein Arbeitgeber ist, und ob Du eine höhere Abfindung herausholen kannst, kann hier niemand wissen. Ob sich für Dich ein Anwalt lohnt, ist auch schlecht zu beurteilen. Denn dessen Vergütung richtet sich im Normalfall nicht nach Deiner möglichen Abfindung, sondern nach Deinem Monatsgehalt. In der ersten Instanz musst Du keinen Anwalt nehmen, kannst aber.

Bei 3 Jahren Betriebszugehörigkeit kämen wahrscheinlich 1,5 Monatsgehälter Regelabfindung zusammen - für die Rechtsanwaltsgebühren werden 3 Monatsgehälter zugrunde gelegt. Mit dem Rechner http://www.ra-iven.de/interaktiv_kostenrechnerkuendigungsschutzklage.html kannst Du kalkulieren, wieviel Kosten da anfallen würden. Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, kann diese die Kosten übernehmen.

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Die fristlose Kündigung wird keinen Bestand haben.

Dein AG darf Dich ohne Genehmigung am Feiertag nicht arbeiten lassen. Von Dir wurde verlangt gegen das Arbeitszeitgesetz zu verstoßen und Du hast Dich richtigerweise geweigert.

Ich vermute mal, bei dieser Firma wirst Du auch nach einem gewonnenen Kündigungsschutzprozess nicht mehr arbeiten wollen. 

Vorstellen kann ich mir, dass der Arbeitsrichter eine fristgemäße Kündigung und eine Abfindungszahlung vorschlägt.

Wie hoch die Abfindung ausfällt, liegt auch am Verhandlungsgeschick Deines Anwalts. Der wird auch ein gutes Arbeitszeugnis verlangen.

Selbstverständlich muss ordentlich gekündigt und die Kündigungsfrist eingehalten werden. Den Lohn muss man Dir nachzahlen (incl. Zinsen)

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ich würde sagen, die fristlose Kündigung war unrechtmä´ßig, man hätte Dich,w enn erstmal abmahnen müssen. Und selbst da stellt sich die Frage, ob die angemessen gewesen wäre.

Im Endeffekt wolltest Du formell alles richtig machen,s ie haben Dich abgewatscht, deshablb hast Du den Tag nicht gearbeitet.. und jetzt wollen sie Dich deswegen kicken? FRISTLOS?

Wie gesagt.. ob das überhaupt möglich ist.. Fristgerecht geht natürlich iommer, und dann haben sie ebena uch Fristen einzuhalten.


Eine abfindung ergibt sich nicht automatisch,d ei wäre zu verhandeln.. und oft wird sie als Zuckerl genommen, damit der AN die erst falsche, jetzt richtige Kündigung doch hinnimmt. Viel wird das nicht, per DAumen sind es pro Jahr 1/2 Monatslohn.


Ich würde unbedingt einen Anwalt nehmen.. hast Du  eine Rechtschutzversicherung? Oder bist Mitglied in einer Gewerkschaft?


Die verhackstücken das für Dich.


PS: einen Betriebsrat habt Ihr wohl nicht?



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Du hast die Kündigung sicherlich schriftlich erhalten. Nach 2,6 Jahren wirst Du gar keine oder nur eine geringe Abfindung erhalten. Mach Dir da mal keine Hoffnung.

Die Chance, dass Du weiterbeschäftigt wirst, sehe ich da schon etwas größer. Ist eben dann nur die Frage, wie das Arbeitsklima dann ist.

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Du benötigst einen Anwalt. Der Dich innerhalb der Kündigungfrist vertritt.

Wenn die außerordentlich Kündigung nicht wirksam ist, kündigen Arbeitgeber hillfweise ordentlich. 

Wenn die hilfsweise Kündigung nicht ausgesprochen wird, könntest Du zurück an Deinen Arbeitsplatz und der Arbeitgeber wird erneut Kündigunggründe suchen.

Manchmal ist es deshalb sinnvoll über einen Aufhebungsvertrag zu verhandeln, es geht um Abfindung 0,5 bis 1,0 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr. 

Weil in Deinem Fall es nicht vorteilhaft ist, überlege mal, wie Du so viel Geld herausschlagen kannst, wie es nur möglich ist!

Du solltest wissen, dass es Abfindungzahlungen gibt, die bis zum Renteneintroittsalter berechnet werden. Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt weiter, bis der frühere Arbeitnehmer in die Rente geht.

Aber das glaubste mir nicht, nicht wahr?

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Abfindungen sind freiwillige Vereinbarungen.

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Kommentar von Familiengerd
06.07.2017, 18:11

Nicht nur.

Sie können auch im Rahmen eines Kündigungsschutzprozesses vom Richter nach dem Kündigungsschutzgesetz KSchG § 9 "Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch Urteil des Gerichts, Abfindung des Arbeitnehmers" Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 ausgeurteilt werden.

De Arbeitnehmer hat dann einen gesetzlichen Anspruch.

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