Fristlose Kündigung von Arbeitgeber

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4 Antworten

eine Mitarbeiterin dazu genötigt hätte Buchungen ihrer Familienangehörigen zu unterschlagen.

Das solltest Du näher erklären. Wer hat was warum unterschlagen und was sollst Du damit zu tun haben?

Das Betreten der Betriebsstätte im Krankenstand kann ich nicht als Grund für eine fristlose Kündigung sehen. Warum ist das bei Euch im Betrieb nicht gestattet?

Auf jeden Fall musst Du unbedingt innerhalb von drei Wochen Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Das geht bei der Rechtsantragstelle kostenlos. Wenn Du eine Rechsschutzversicherung hast oder Gewerkschaftsmitglied bist, nimm Dir einen Anwalt für Arbeitsrecht.

Klage kannst Du gegen eine Kündigung einreichen wenn Du länger als 6 Monate beschäftigt bist und der Betrieb mehr als 10 ständige Vollzeitkräfte (Teilzeit- und Minijob werden entsprechend aufgerechnet) hat. Gegen die fristlose Kündigung kannst Du allerdings auch angehen wenn Du kürzer in der Firma bist oder diese ein Kleinbetrieb ist.

Es ist ein gastronomischer Kleinbetrieb. Ich weiß nicht wieso es nicht gestattet sein sollte ich habe lediglich private gegenstände geholt die ich brauchte, die aber noch im Betrieb lagen. Zur unterschlagung: Familien angehörige einer mitarbeiterin waren zu besuch da, deren verzehr sie selbst zahlte, worauf ich meine Meinung dazu äußerte. Ein schaden durch ausgebliebene zahlungen oder Buchungen ist nicht entstanden

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@Matteratte

Du solltest auf jeden Fall gegen die fristlose Kündigung klagen. Bei einem Kleinbetrieb greift das Kündigungsschutzgesetz nicht. Daher gehen Kündigungen in solchen Unternehmen problemloser als in anderen Betrieben.

Aber auch ein Kleinbetrieb kann nicht einfach grundlos fristlos kündigen. Dagegen klagst Du. Lass Dich auf keine Diskussionen mit dem AG ein bei denen Du u.U. die Drei-Wochen-Frist für die Klageerhebung verpasst. Dann ist die fristlose Kündigung gültig auch wenn sie nicht rechtens war.

Bei einer fristlosen Kündigung bekommst Du auch Probleme mit dem Arbeitslosengeld da diese i.d.R. als selbstverschuldet angesehen werden. Wenn Dein AG in die fristlose Kündigung nicht etwas wie z.B. "...ersatzweise fristgerechte Kündigung" geschrieben hat und das Arbeitsgericht die fristlose Kündigung als nichtig ansieht, muss der AG Dir erneut fristgerecht kündigen. Bis zum Ablauf dieser Frist hast Du dann auch noch Anspruch auf Bezahlung.

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Gehe in Dich und überlege genau und Dir selbst gegenüber absolut ehrlich, ob an den Vorwürfen seitens Deines Arbeitgebers tatsächlich nichts wahres ist (Wir hier können es nicht beurteilenund Dir auch keine Absolution erteilen) und gehe mit anwaltlicher Hilfe gegen die Kündigung vor, wenn dem so ist. Sollten die Vorwürfe zutreffend sein, ist es klüger die Kündigung zu akzeptieren, anstatt für viel Geld vergebens dagegen anzugehen.

Das kann und wird Dir nur ein Anwalt klären können indem er beide Seiten anhört und wenn Aussicht auf Erfolg besteht vor Gericht mit Dir geht! Billig wird und ist es aber nicht! Oder bist Du rechtsschutzversichert?

Das kann und wird Dir nur ein Anwalt klären können indem er beide Seiten anhört

Das kann auch ein Anwalt nicht "klären", und "angehört" wird die Gegenseite von ihm auch nicht - das macht das Gericht.

In der 1. Instanz braucht sie keinen Anwalt; und klagen auf Feststellung, dass durch die fristlose Kündigung das Arbeitsverhältnis nicht beendet wurde, kann sie auch alleine (wenn sie sich das zutraut) - mit kostenlose Formulierungshilfe durch die Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts.

Ihre Kosten muss unabhängig vom Ausgang des Verfahrens jede Partei selbst tragen - da sollte man schon überlegen, die die Einschaltung eines teuren Anwalts sinnvoll ist.

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Wieviel jahre hast du da gearbeitet, wieviele mitarbeiter gibt es da, was ist das für ein betrieb?

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