Fristlose Kündigung, steht mir Auszahlung meines Resturlaubs zu?

7 Antworten

Um zuerst einmal Deine Frage zu beantworten:

Das Bundesurlaubsgesetz sagt im § 7 Abs. 4 dass Urlaub der wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses (gilt auch für die Ausbildung) nicht mehr ganz oder teilweise genommen werden kann auszuzahlen ist.

Selbstverständlich hast Du auch bei einer fristlosen Kündigung Anspruch auf die Urlaubsabgeltung.

Jetzt hätte ich noch ein paar Fragen:

Seit wann machst Du die Ausbildung? Wenn Du nicht mehr in der Probezeit bist, wo eine fristlose Kündigung ohne Angabe von Gründen möglich ist, was hast Du denn "angestellt"? Wie viel Urlaub hast Du denn noch? Hattest Du schon Urlaub in diesem Jahr? Wenn ja, wie viel und wie hoch ist der Urlaubsanpruch im Jahr?

Wird ein Arbeitsverhältnis beendet, ohne dass der Arbeitnehmer seinen Urlaub vollständig nehmen konnte, ist der Resturlaub abzugelten, also „auszuzahlen“.

Das gilt auch bei einer fristlosen Kündigung, so sie denn überhaupt wirksam ist.

Wenn ein Arbeitnehmer noch Urlaub offen hat, den er auf Grund der fristlosen Kündigung nicht mehr nehmen kann, muss eine Abgeltung erfolgen, sogar wenn der Arbeitnehmer die fristlose Kündigung durch sein vertragswidriges Verhalten selbst verschuldet hat.

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Erfolgt die Kündigung ordentlich, also unter Einhaltung der Kündigungsfrist, muss und kann der Arbeitnehmer den Resturlaub innerhalb der Kündigungsfrist nehmen. Eine Abgeltung erfolgt dann nicht.

Oft stellt der Arbeitgeber den gekündigten Mitarbeiter auch unter Anrechnung des Urlaubs für die Kündigungsfrist von der Arbeit frei; dadurch wird der Urlaub dann wirksam verbraucht.

Könnte mir jemand privat ein paar Fragen dazu beantworten ? 

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Klar steht dir die Auszahlung des Urlaubs noch zu. Durch eine fristlose Kündigung hast du keine Chance mehr, diesen dir zustehenden Urlaub in Anspruch zu nehmen. Das heißt, dein Arbeitgeber muss dir die Urlaubstage ausbezahlen. Davor kann er sich dann auch nicht drücken.

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