Fristlose Kündigung Probezeit - Sperre?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Im Zweifel hat hier dein Freund nur eine Überlastung angezeigt.
Dazu ist er nach § 611 BGB und §§ 241 Abs. 2, 242 BGB verpflichtet.
Dieser Pflicht ist er ja scheinbar nachgekommen.

Von daher ist es dann natürlich schwierig, jemanden aufgrund einer Überlastungsanzeige zu kündigen, besonders fristlos.

Von daher sollte natürlich eine Kündigungsschutzklage gegen die fristlose Kündigung erfolgen.

Gegen eine fristgemäße Kündigung kann hier aufgrund der kurzen Beschäftigungsdauer nicht erfolgreich vorgegangen werden.

Aber die Wandlung einer fristlosen in eine fristgemäße Kündigung hilft zumindest, eine Sperre der Agentur für Arbeit zu vermeiden.

Innerhalb von 3 Wochen Klage beim Arbeitsgericht gegen die Fristlose Kündigung einreichen. Gegen eine reguläre Kündigung wird er nichts tun können, aber die Klage gegen die fristlose wird Erfolg haben. So bekommt er zumindest keine Sperre und wird vom AG auch noch für die Kündigungsfrist bezahlt. 

Die Frist von 3 Wochen muss aber eingehalten werden

Er hat halt auch Angst, dass der Betrieb, wenn er jetzt gerichtlich dagegen vorgeht, sich irgendwelche blöden Sachen ausdenkt, zB dass er ständig gefehlt hätte, tausend Dinge zerstört hätte, den Mitarbeiterinnen ständig sexuell aufgelauert hat und und und. Seine Kollegen könnten zwar seine Unschuld bezeugen, aber wer weiß, ob das reicht.

Die Firma hat leider den Ruf, dass es dort nicht immer sehr fair zugeht, da schon viele Arbeiter rausgemobbt wurden.
Ich war schon von Anfang an dagegen, dass er dort einsteigt :/ 

0
@Pfauenauge321

Selbstverständlich sollte er Kündigungsschutzklage erheben.

Sollte der Betrieb/Chef dann "Unwahrheiten" verbreiten usw., kann dein Freund auch dagegen vorgehen.

2

Mich irritiert vorallem auch die firstl. Kündigung wegen "Arbeitsverweigerung". Wie ist das ausgelegt? 
Ich hätte jetzt eher gedacht, dass das eher angemessen ist, wenn der AN zum Beispiel nicht zur Arbeit kommt, womöglich über Tage. Oder Keine AUB im Krankheitsfall  vorlegt.
Kann so eine Kündigung allgemein auch erfolgen, wenn der AN sagt "Nein, sorry, diese Arbeit schaffe ich kräftemäßig,.. nicht!"? Gilt das schon als Arbeitsverweigerung?

Was möchtest Du wissen?