fristlose kündigung nach fristgemäßer kündigung möglich?

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6 Antworten

Nein das geht nicht. Du wurdest fristgemäß in der Probezeit gekündigt und hast eine Freistellung. Für diese Kündigung braucht der AG keinen Grund angeben. Anders sieht es mit einer fristlosen Kündigung aus. Da muss der Arbeitgeber einen guten Grund haben. Wo nimmt er den denn her? Dein Chef will jetzt bloss die zwei Wochen Lohn einsparen. Mit dem Anruf ist sowieso keine gültige Kündigung ausgesprochen. Kündigungen bedürfen nach § 623 BGB der Schriftform. Teil Deinem "Noch-Chef" mit, dass Du Deinen Dir zustehenden restlichen Lohn erwartest und andernfalls das Geld beim Arbeitsgericht einklagst.

Fristlos kann er dich nur mit einem besonderen Grund kündigen. Das auch wiederum nur schriftlich. Dagegen hast du dann 3 Wochen Zeit zu klagen. Wenn du das versäumst, bekommst du die 14 Tage nicht bezahlt.

Natürlich geht das, wenn beispielsweise nach der fristgemäßen Kündigung während der Kündigungsfrist der Arbeitnehmer einen Grund für eine fristlose Kündigung liefert (z. B. Diebstahl). Doch für eine fristlose Kündigung liegt hier Deinen Aussagen nach kein Grund vor.

Richtig ist auch, wie Hexle2 schreibt, dass eine Kündigung nur wirksam ist, wenn sie schriftlich erfolgt - gleich ob fristgemäße oder fristlose Kündigung. Beachte aber: Um Dich auch gegen eine formunwirksame (mündliche) Kündigung zu wehren, hast Du nur 21 Tage Zeit für eine Klage beim Finanzamt. Wird die Klage nicht in der Zeit eingereicht, wird die Kündigung in jedem Fall wirksam.

Dazu muss er schon einen Grund angeben. Ohne Grund geht das auch in der Probezeit nicht.

stelari 31.10.2012, 07:34

Leider komplett falsch - eine Kündigung muss grundsätzlich nicht begründet werden - ein ist eine Willenserklärung und damit schon begründet... "es ist mein Wille, sie nicht mehr haben zu wollen" Bei einer außerordentlichen hat der Gekündigte allerdings Anspruch darauf, auf Verlangen die Gründe mitgeteilt zu bekommen

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FataMorgana2010 31.10.2012, 14:35
@stelari

Du hast insofern Recht, dass er die Gründe nicht schon im Kündigungsschreiben angeben muss. Aber haben muss er einen Grund.

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DerHans 31.10.2012, 22:11
@stelari

Eine fristlose Kündigung muss IMMER begründet sein

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Ja kann er - wenn ihm nach der ordentlichen Kündigungen Gründe bekannt werden, die eine außerordentliche Kündigung begründen kann. Gegen die außerordentliche musst du vorgehen, gegen die ordentliche wirst du kaum Chancen haben. Allerdings gilt, die außerordentliche wäre erst wirksam, wenn dir diese auch schriftlich zugeht, denn es ist zwingend die Schriftform vorgeschrieben, mündlicher Äußerungen sind nicht bindend in so einem Fall. Solange du das also nicht schriftlich hast, wurde auch nicht außerordentlich gekündigt.

was ist dne seine begründung?

da muss er einen gute haben

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