Fristlose Kündigung nach 3. Abmahnung

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14 Antworten

Wird eine Abmahnung nicht sowieso nach 2 Jahren aufgehoben? Somit hättest du "nur" zwei aktuelle mit verschiedenem Grund. Meiner Meinung nach ist es nicht rechten, aber empfehlen würde ich dir eine Abfindung rauszuhandeln und dir einen neuen Arbeitsgeber zu suchen. Du wirst da nicht glücklich. Evtl. Betriebsrat einschalten, falls vorhanden.

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Wie groß ist das Unternehmen, d.h. wie viele Mitarbeiter hat es? Habt ihr einen Betriebsrat? Hat Dein Chef "hilfsweise fristgerecht" gekündigt? Es braucht mehrere Informationen, um Dir eine halbwegs seriöse Auskunft geben zu können.

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Kommentar von Zander1961
09.01.2009, 07:25

richtig :-)

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Der Anlass, der zur Kündigung führen soll, muss so schwer wiegen, dass dem Arbeitgeber die Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist unzumutbar ist, damit die fristlose Kündigung gerechtfertigt sein kann.

In Deinem Fall sind die verschiedenen Verstöße nicht wirklich gleichartig. Du wurdest noch nie wegen Nichteinhaltens der Sicherheitsvorschriften abgemahnt. Ohne einschlägige Abmahnung wird es bei verhaltensbedingten Kündigungen schwer für den Arbeitgeber. Allerdings reicht schon eine einschlägige Abmahnung, um im Wiederholungsfall eine Kündigung zu rechtfertigen.

Wenn ich Deine Schilderung richtig verstehe, wurdest Du wegen des selben Vorfalls sowohl abgemahnt als auch gekündigt? Ist ein Vorfall abgemahnt worden, ist dieser Vorfall durch die Abmahnung bereits sanktioniert. Auf diesen Vorfall kann eine verhaltensbedingte Kündigung nicht mehr gestützt werden. Sollte das bei Dir der Fall sein, wäre die Kündigung bereits aus diesem Grund unwirksam. Dagegen solltest Du klagen.

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Auf die Solidarität der kleinen Leute brauchst Du hier nicht zu hoffen- lauter kleine Chefs bei GF...

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Kommentar von Zander1961
09.01.2009, 07:12

meine hat er ;-)

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Mit dem Ausspruch der Abmahnung verzichtet der Arbeitgeber konkludent auf eine Kündigung des Arbeitnehmers, auch eine spätere Kündigung kann nicht mehr auf den abgemahnten Sachverhalt gestützt werden.

Voraussetzung für eine auf die Abmahnung folgende Kündigung ist, dass ein erneuter Verstoß gegen einen gleich gelagerten (d.h. vergleichbaren), auf dem Verhalten des Mitarbeiters beruhenden Sachverhalt vorliegt. Gleich gelagert sind nicht nur identische Verhaltensweisen, sondern auch sich ähnelnde Arbeitsvertragsverletzungen. Sie müssen einen inneren Bezug zu der negativen Zukunftsprognose aufweisen (BAG 16.09.2004 - 2 AZR 406/03).

Gleich gelagert wären ein häufiges Zuspätkommen und eine unentschuldigte Abwesenheit vom Arbeitsplatz.

Nicht gleich gelagert wären ein häufiges Zuspätkommen und eine Störung des Betriebsfriedens durch Mobbing.

Handelt es sich nicht um einen gleich gelagerten Verstoß, so ist, wenn ein steuerbares Verhalten vorliegt, vor dem Ausspruch einer Kündigung erneut erst wieder eine Abmahnung auszusprechen!

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Danke an alle für die hilfreichen Antworten. Werde mir wohl einen Rechtsanwalt nehmen.

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Wegen den bisher ausgesprochenen Abmahnungen kann dir nicht gekündigt werden da alle Abmahnungen einen anderen Grund haben.

Wenn in einer ausgesprochenen Abmahnung steht das du im Wiederholungsfall mit personellen Maßnahmen rechnen musst ist es möglich zu kündigen. Aber nur wenn es der gleiche Grund wie in der Abmahnung ist.

Das ist jetzt grob formuliert. Leider kenne ich die genauen Hintergründe bei dir nicht, rate dir aber sofort beim Arbeitsgericht eine Kündigungsschutzklage einzureichen, einen Rechtsanwalt zu informieren (hoffe du hast einen Arbeitsrechtschutz) und falls vorhanden den Betriebsrat oder Personalrat zu informieren. Falls du in der Gewerkschaft bist, sofort bei denen melden!

Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen.

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Kommentar von Maximus40
09.01.2009, 07:43

So kenne ich das auch! DH!

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Einzige Chance: Überprüfen, ob alle drei Abmahnungen zu Recht ausgesprochen wurden. Für mich klingen mindestens zwei davon ein wenig an den Haaren herbeigezogen.

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Kommentar von saskia1201
09.01.2009, 06:50

das mit dem alk ist rechtens und das mit der krankheit auch. er muss sich am selben tag, vor auslauf der krankmeldung eine folgebescheinigung holen. und dies zumindest sofort tel. durchgeben.

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Kommentar von Zander1961
09.01.2009, 07:20

Ob sie gerechtfertigt sind oder nicht ist in diesem Fall erst einmal nicht relevant. Da es immer andere Gründe sind kann schon grundsätzlich nicht gekündigt werden, außer die Kündigung bezieht sich auf eine vorangegangene Abmahnung die dann aber nicht verjährt sein darf.

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Wieviele Abmahnungen sollte er denn noch aussprechen müssen???

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Kommentar von Zander1961
09.01.2009, 07:11

Anzahl ist uninteressant so lange die Gründe unterschiedlich sind.

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Meine in einem Bericht gelesen zu haben, dass ein Arbeitgeber ohne offizieller Begründung Mitarbeiter entlassen kann. Abmahnung ist hierbei eine reine Höflichkeitsfloskel und hätte gleich schon vom Anfang an die Kündigung aussprechen können. Eine Verjährung gibt es hierbei nicht. Die Kündigung ist leider rechtens und nicht anfechtbar.

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Kommentar von Zander1961
09.01.2009, 08:12

???

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es ist rechtens- ja, alle drei abmahnungen müssen schriftlich sein, nach der dritten kann sie fristlos kündigen!

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Kommentar von Zander1961
09.01.2009, 07:10

leider falsch

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Kommentar von veki123
26.06.2014, 19:54

bitte erstmal die Stelle im Gesetzbuch durchlesen. bevor du jemandem was falsches erzählst

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Ja ich glaube das ist rechtens

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Kündigung nach der 3. Abmahnung ist rechtens und m.E. nach legal.

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Kommentar von saskia1201
09.01.2009, 06:47

moin kapstadt ;o) scho wach?? oder nur aufm linken auge so wie ich ..

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Kommentar von Zander1961
09.01.2009, 07:11

leider nicht so richtig

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Soweit ich das sehe, ist mindestens die erste Abmahnung verjährt... Ich glaub nach 2 Jahren sind sie nichtig, sofern keine Abmahnung zum selben Problem erfolgt. Wenn du die Möglichkeit hast, wende ich an deinen Betriebsrat oder wenn du eine entsprechende Rechtsschutzversicherung hast, dann suche dir einen Anwalt und spreche dort vor. Alles Gute!

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