Fristlose Kündigung in der Probezeit geht das?

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8 Antworten

Meine Frage kann ich das ? Kündigen auf den gleichen Tag? Ich kann zwar das Datum zurückdatieren und ihm die KÜndigung heute noch aushändigen.

Eine fristlose Kündigung ist gemäß §626 BGB nur mit entsprechender Begründung möglich, dies gilt auch in der Probezeit.

Muss ich keine Fristen wie 2 oder 4 Wochen einhalten?

Ist kein Arbeitsvertrag vorhanden, dann gilt die gsetzliche Kündigungsfrist.

Eine fristgerechte Kündigung in der Probezeit ist, wenn dies so vereinbart wurde, ohne Begründung möglich.

Wenn nichts im Arbeitsvertrag steht und auch keine andere Regelung gilt, dann gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen, gemäß §622 BGB. Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

Notfalls können wir den nachträglich machen und die Angaben zur Kündigungsfrist "ohne Frist" also für beide Parteien fristlos schreiben.

Kürzer alks die gesetzliche Frist geht nicht.

Er war schon beim Arbeitsamt hat sich schon suchend gemeldet ab dem 18.03.13 die wollen aber meine Kündigung sehen. Was meint Ihr?

Ich würde mich auf sowas nicht einlassen.

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Hallo er ist zur Probe eingestellt und da gilt eine Kündigungsfrist von 14 Tagen. Du kannst ihn kündigen und gleichzeitig freistellen ohne Angabe von Gründen. Nur alles andere ist nicht legal und es könnte Schwierigkeiten mit der Arge geben. Fristlos kündigen, da brauchst du einen wichtigen Grund und da bei Euch nur die Chemie allgemein nicht zu stimmen scheint, würde ich davon abraten! Schönen Sonntag!

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Eine Kündigung ist für den AG weniger anzuraten. Macht einen Aufhebungsvertrag und Gut ist.

Den Aufhebungsvertrag unterschreibt er ja auch und akzeptiert somit die Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Wenn Du eine Fristlose erteilst wird ihm morgen jemand einreden, dass er mit einem Gerichtsverfahren noch Geld rausschlagen kann. Die gesetzliche Frist wären ohne Vertrag 4 Wochen die er eventuell abschöpfen wöllte.

Die Kündigung will er ja eigentlich nur um keine Sperre zu bekommen. Mit Rückwirkend kündigen bist Du selber unsauber gegenüber dem Arbeitsamt.

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Anton96 23.03.2013, 16:14

Hart gesehen könnte man ihm sogar eine rein drehen wegen bei Beihilfe zum Betrug rein drehen wenn hier rückwirkend eine Kündigung ausgesprochen wird.

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Es tut mir ja leid das zu schreiben, aber vor allen Antworten steht die Frage wie viele Mitarbeiter Du hast. Zwar sind die Antworten durchwegs richtig, dabei vergessen wird nur das unter einer gewissen Anzahl von Mitarbeitern das Kündigungsschutzgesetz erst gar nicht greift. Betriebe unter, ich glaube es waren, 10 Vollzeitmitarbeiter unterliegen dem Gesetz nämlich nicht.

Ansonsten gilt in der Probezeit eine Kündigungsfrist von 2 Wochen, die man nur dann umgehen kann wenn schwerwiegende Gründe vorliegen. Das Dein "Ex" Mitarbeiter gekündigt werden und keinen Aufhebungsvertrag will liegt wohl auf der Hand, ich habe die Erfahrung gemacht das sich dieser Wunsch rein auf das "Amt" bezieht, bei dem ich bekannter maßen mit einer Aufhebung oder mit einer eigenen Kündigung erst mal die schlechteren Karten habe.

An Deiner Stelle würde ich den rechtlich einwandfreien Weg gehen und die 14 Tage einhalten, er hat ja auch Urlaubsanspruch usw.

Auch der Grundsatz: "Wo kein Kläger da kein Richter!! greift eben nur so lange bis sich der junge Mann eines anderen besinnt.

Ich für meinen Teil mache in solchen Situationen keine "Zugeständnisse mehr, da ich immer wieder erfahren durfte was findige Winkeladvokaten daraus zu inszenieren in der Lage sind.

Ja, den Weg bin ich auch gegangen als wir noch weniger als 10 Mitarbeiter hatten,soll der Mitarbeiter "kot.." bevor er mit erhobenen Fingern zum Anwalt läuft weil ja da bestimmt noch was zu holen sein muss.

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Rückwirkende Kündigungen sind für beide Parteien grundsätzlich schädlich - nach gefestigter Rechtsprechung sind sie erst ab Zugang ausgesprochen mit der vereinbarten Frist, man kann sich also gegenseitig ans Bein pinkeln. Auch wäre eine "Null -Frist" unzulässig wenn der Betrieb nicht unter einen Tarifvertrag oder unter die Ausnahmen nach § 622 BGB fällt - hier würden dann vom Gesetz her die 4 Wochen zum 15. oder Monatsende gelten - auch das beinhaltet Angriffsflächen für beide Seiten.

Um sauber aus der Sache rauszukommen, solltest du ganz ordentlich kündigen. Sollte der Spezi einen "Schein" einlegen, dann kannst du ggf noch eine außerordentliche nachschieben, da es offensichtlich wäre, dass die AU vorgeschoben ist und dann ggf den Medizinischen Dienst beauftragen. Alles andere sind Angriffsflächen für den Mitarbeiter wo er dich packen kann.

Dem Amt ist das alles relativ wurscht, denn die interessiert es nicht ob das sauber gelaufen ist oder nicht, die warten ggf auf eine gerichtliche Entscheidung wenn sich der Spezi wehrt mit einer Feststellungsklage.

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Du kannst mit zwei Wochen Frist kündigen, oder sofort das Arbeitsverhältnis einvernehmlich aufheben, dann bekommt er eine Sperre vom Amt.

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Erst mal : ohne Arbeitsvertrag ist auch keine Kündigung möglich. Weil so grsehen kein Arbeitsverhältnis existiert. Da müsste dann schon erst mal einer gemacht werden.

Der begriff fristlos sagt es doch schon. Da gibt es keine Fristen. Schreib ihm also einfach die Kündigung auf den gewünschten Tag.

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Maximilian112 23.03.2013, 14:34

Erst mal : ohne Arbeitsvertrag ist auch keine Kündigung möglich

Ich muß Dich korrigieren. Ein mündlicher Vertrag ist auch gültig.

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da du keinen arbeitsvertrag mit ihm schriftlich abgeschlossen hast, habt ihr ja auch keine probezeit vereinbart....somit gilt normalerweise die gesetzliche.....

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